Jede Meile zählt

Nordkapp > Gibraltar
Distanz bis ZielAm Zielkm
25.09.2016

Etappe 45 – gesponsert von Sandra Richner 160 Km / 968 Hm

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Start:                                               10h30 Vila Real do Santo Antonio
Ziel (Ankunftszeit):                         17h45 Sevilla
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         5h48  / 242h35
Durchschnitt:                                   27.5 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           160 Km / 6’553 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       968 Hm / 56’110 Hm

Sevilla erreicht. Eine Coke im richtigen Moment, macht einen riesen Unterschied. Warum melden sich nun plötzlich Schmerzen? 

Stell Dir vor Du liegst in einer schönen Wiese auf dem Rücken, schaust in die Wolken und hörst im Hintergrund die Grillen zirpen – wie entspannend. Liegst Du nun aber um Mitternacht im Hotelzimmer in Deinem Bett und du hörst die gleiche Grille in deinem Zimmer zirpen, dann ist es eine ganz andere Geschichte…… das nervt. Nach einigem Suchen fanden wir sie, dh. wir vermuteten sie in meiner Sporttasche – also nichts wie raus auf den Balkon mit der Tasche.

Auf der anderen Seite vom Fluss liegt Spanien und das wollten wir mit einer weiteren Fähre erreichen. Am Sonntag ist aber erst ab 09h45 Fährbetrieb und das war uns zu spät, da heute eine längere Etappe anstand. Als fuhr uns Willi mit dem Mercedes auf die andere Seite. Wir stiegen auf die Rennmaschinen, starteten die Garmins und schwupp war es bereits 10h30 – es lebe die Zeitumstellung – wir haben soeben eine Stunde verloren.

Über die Strecke nach Sevilla, unserem Etappenziel, gibt es nicht viel Neues zu berichten, denn es sieht gleich aus wie gestern. Ausser dass nun noch Mandarinenplantagen dazu kamen. Vom Empfinden für uns war es einmal mehr Hitze, lange und endlos scheinende  Geraden, Gegenwind und sehr einsame Abschnitte. Einmal meinte Marcus: „da tut mir ja die Krähe leid, die auf einem Telefonmasten sass, die hat ja keinen zum plaudern….“.

Es war heute die drittletzte Etappe, die letzte lange Etappe, die über mehr als 150 Km ging. Man könnte meinen, dass so kurz vor dem Ziel alles etwas einfacher geht. Das Gegenteil ist der Fall. Beide müssen wir uns am Morgen noch etwas mehr selber überzeugen und plötzlich machen sich Schmerzen bemerkbar, die vorher nie da waren. Langsam aber sicher habe ich das Gefühl, dass mein Grosshirn nicht mehr alles unter Kontrolle hat und die vermeintlichen Schadensmeldungen nicht mehr überwachen und sortieren kann – alles kommt direkt beim Chef auf den Tisch. In den Wochen davor war das nie ein Thema, weil wahrscheinlich alle wussten, dass es eh nichts bringt zu jammern, denn es ist ja noch weit bis ins Ziel und es wird sowieso weiter gefahren. Nun ist das aber fundamental anders – in zwei Tagen sind wir am Ziel. Ich hätte nicht gedacht, dass das so sein wird, aber eben so eine Reise hat so viele Überraschungen für uns bereit.

Lange Etappen und die Hitze bringt noch etwas weiteres zu tage: „the perfect Coke moment“. Gibt es das überhaupt? Ja das ist so. Heute war es einmal mehr so. Nach 145 Km erreichten wir die Außenbezirke von Sevilla. Der Wind und die Hitze – es war wieder über 32 Grad, haben uns einmal mehr ausgetrocknet, die ganze Energie vom Mittagessen ist in der Sonne geschmolzen, die Tanks klingen hohl und sind bis fast auf den letzten Tropfen leer. Vor dem geistigen Auge beginnen die Coki-Flaschen vorbei zu fliegen, man sieht sie, man riecht sie und weiß genau wie es sich nun anfühlen würde, wenn das eisgekühlte Coke die ausgedorrte Kehle hinunter rinnt. Dann geht es nicht mehr lange bis das Großhirn den Befehl gibt: Übung halt, Coke kaufen und trinken. Heute einmal mehr so geschehen: Marcus 2 Dosen und Andreas 3 Dosen und das in weniger als 5 Minuten……. wir waren uns beide einig: die Temperatur für den total perfekten Coke moment hätte noch 3 Grad kälter sein sollen. Aber er war so oder so super.

Gestärkt machten wir uns auf noch einige Sehenswürdigkeiten, ua. die Kathedrale (https://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_von_Sevilla) anzuschauen. Und weil es uns so gut erging dabei, machten wir noch einen Gelatistopp und einem weiteren Coke….. ach ja, eine Coke nach einem Glace ist auch immer wieder ein Erlebnis.

Nun sind es nur noch zweimal Schlafen und dann sollten wir den Affen in Gibraltar guten Tag sagen können. Was für ein Gefühl nach über 6’500 Km??? In Worte fassen? Zur Zeit kann ich es noch nicht – ich genieß einfach und finde es einfach nur super.

Fazit: es gibt ihn – den perfekten Coke Moment

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Etape 44

Dernière étape au Portugal –  c’est inattendu , il y fait très chaud et c’est très beau !

Ferreira était une petite ville  particulière, agréable et si paisible. Hier soir on entendait pratiquement rien si ce n’est l’aboiement lointain d’un chien ou une conversation dans le voisinage. Cette quasi absence de bruit, inhabituelle pour nous, était frappante.

L’hotelière nous a préparé un merveilleux petit déjeuner dans sa cave qui est aussi la cuisine et la salle à manger. Elle est restée pour bavarder avec nous, quoi de plus sympathique ?

C’est samedi, il y a très peu de circulation, dès 9h nous sommes sur la route, et nous trouvons dans un parc national. C’est un paysage différent que nous découvrons : des champs moissonnés, beaucoup d’arbres,  des oliveraies. J’avais l’impression d’être dans le wild west des Etats Unis ou dans le Serengeti. La route était ponctuée de hameaux isolés. Nous avons parcouru 20 km avant d’arriver dans un village et c’était comme dans un film : la place du village, un arbre majestueux, un banc, 5 vieillards y bavardaient et nous ont salué de la main, une image paradisiaque. Puis à nouveau 20 km de no man’s land. Sur les poteaux téléphoniques, il y avait des nids de cigognes, à croire que c’est leur patrie.

Au bord de la route il y avait des serpents morts, et même un panneau  disant : “”attention lynx ! “”mais nous n’en avons vu aucun. Et puis nous sommes soudain arrivés dans un amour de village : Mertola. Une vieille fortification,  un cloitre, un orchestre sur la plage du village, ici tout va pour le mieux.

Après l’arrêt déjeuner,  peu de temps après avoir quitté Mertola, à 80 km, l’étape a pris un nouveau visage : une voie rapide, peu de circulation, des montées et des descentes,  qui pour les voitures   roulant à la même allure, ne présentent aucune difficulté, mais pour nous cyclistes avec une température de 32°C,  et le vent de face, c’est une toute autre histoire…

La mer doit  bien être quelque part ?  Non, le paysage était tout autre, une ceinture de collines, à gravir , en suant à grosses gouttes, Dès que nous avons atteint notre destination, à la vue du premier bar,  Marcus a mis le clignotant, et nous avons commandé 2 Cocas, ce qui était indispensable pour nous réhydrater.

Nous avons pu nous rafraîchir à l’hotel , nous avions du temps devant nous car nous avions bien roulé , et à cette allure, dans 3 jours nous aurons atteint notre but. Il nous reste 400 km  pile poil. Ca semble tellement incroyable et irréel.  Marcus s’est occupé des engins de course,  et les a  remis en parfait état de marche, pour qu’ils soient intacts jusqu’à l’arrivée. Nous avons mis de côté un T-shirt propre pour mettre en valeur notre bronzage à notre arrivée devant Gibraltar et les singes. Gibraltar, réjouis toi de nous voir, comme nous nous réjouissons de te voir!

6 Kommentare für “Etappe 45 – gesponsert von Sandra Richner 160 Km / 968 Hm”

  1. Alex Sala

    Hoi Ihr zwei

    Durchhalten, Ihr habts bald geschafft und dürft auf Euch und Euer Unterfangen einfach nur stolz sein. Bravo und guten, unfallfreien Endspurt.
    Liebe Grüsse
    Alex
    PS1: In Sevilla waren wir mit dem Furka Club auch schon…..
    PS2: Achtung, die Affen in Gibraltar sind bissig….

    • redaktion

      Hallo Alex
      Es lebe der Furka Club und das mit den Affen ist uns bekannt. Das wäre es dann noch – unfallfrei vom Nordkapp bis nach Gibraltar um dann gebissen zu werden…..
      Viva
      Andreas

  2. Dani

    Liebe Freunde!

    In wenigen Tagen habt ihr Euer grosses Ziel erreicht. Ich glaube wir als Leser und medialer Begleiter können nicht nachvollziehen, wie es in Eurem Innern drunter und drüber geht oder bald gehen wird…

    Viele tausende Kilometer haben wir Euch auf dem WEB begleitet und wurden Zeuge einer riesigen Leistung, einer unglaublich schönen Freundschaft und durften Teilnehmen an Euren unzähligen Erlebnissen.
    Hui… da wird es auch mir mulmig. Plötzlich seit ihr am Ziel?! Läckbobi das wird ein emotionelles Gewitter geben mit einer Leere, einer grossen Genugtuung und vor allem viel Freude!

    Ich wünsche Euch auf den letzten Meter nochmals eine gute Fahrt und lasst Euch feiern. Denkt daran; letzte Etappe Tour de France; da wird der Leader gefeiert, da geniesst man den Sieg. Macht das auch so!

    Danke für wunderschone Reisemomente!
    Dani

    • redaktion

      Lieber Dani

      Besser hätten wir es nicht formulieren können – herzlichen Dank.
      JA wir werden uns feiern morgen – jeden Kilometer und jeden Meter.
      Viva
      Andreas & Marcus

  3. Stephen

    Marcus and Andreas – I know it was a long, hot day but you guys look great. The two road warriors cannot be stopped. Carry on.
    Sante and cheers, Stephen

    • redaktion

      we never give up – we are to close to the rock
      Best the road worriers

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