Jede Meile zählt

Nordkapp > Gibraltar
Distanz bis ZielAm Zielkm
28.09.2016

Etappe 47 – gesponsert von Sandra & Marcel Balzli 130 Km / 1’054 Hm

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Start:                                               09h00 Medina
Ziel (Ankunftszeit):                         15h00 Gibraltar
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         5h15  / 252h34
Durchschnitt:                                   24.4 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           130 Km / 6’811 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       1’057 Hm / 58’226 Hm

Gegenwind ohne Ende – wie fühlt sich eine Boje – Ziel gesund und munter erreicht – mission accomplished!

Sorry für die Verspätung, doch gestern wollten wir einfach den Abend und das Erlebte genießen. Wir sind am Ziel und das ist für uns etwas ganz Spezielles. Ich will es aber nicht unterlassen euch noch über die gestrige 47 Etappe etwas detaillierter ins Bild zu setzen.

Wirklich gut geschlafen haben wir in der Nacht davor beide nicht – irgendwie auch verständlich so kurz vor dem Abschluss eines solchen „once in a lifetime“ Abenteuer oder? Wir wollten früh losfahren, doch das Hotel wollte erst um 09h00 Frühstück auftischen, also übernahm Willi diesen Teil. Um 08h00 war vor dem Hotel, neben dem MERCEDES aufgetischt und der dampfende Kaffee war bereit. Es war noch gar nicht richtig hell, als wir uns mit gemischten Gefühlen an den Campingtisch setzten und uns mit den letzten Vorräten verköstigten.

Und dann ging es los und glaubt mir, wir mussten es uns heute im wahrsten Sinne des Wortes erkämpfen und erstrampeln. Diese unglaubliche Stimmung am Morgen, die sicher auch durch unsere Stimmung noch ergänzend positiv „eingefärbt“ worden ist, wäre alleine ein Bericht wert. Um 09h00 ist die Sonne ja erst eine Stunde da, dh. der Tag, die Natur und die Tiere sind immer noch am Erwachen. Dazu kommt dieses warme und wohlwollende Licht – ihr merkt ich drifte ab…..

Unser erstes Ziel war Tarifa, der südlichste Punkt Europas. Solange wir uns in Richtung Süden bewegten, dh. bis zur Stadt Vejer war der Wind kein Thema. Sobald wir unsere Nasen in Richtung Osten richteten ging es los und wie. Bald waren sie auch wieder da – die hunderten von Windmühlen und wie diese wirbelten – ich glaube die Betreiber haben an diesem Tag Rekordumsätze gemacht. Wir beide kämpften wie Löwen gegen den Wind, machten uns jeweils ganz klein hinter dem anderen und erschraken wenn wir auf den Tacho schauten: da gibst Du Vollgas und es sind knapp 20 KmH. Da müssen wir durch und ganz ehrlich, mir war das so etwas von egal, denn am Abend würden wir am Ziel sein.

Der Küste entlang bis nach Tarifa erreichte der Gegenwind ein erstes Mal einen Höhepunkt. Wir wurden wie Bojen in der stürmischen See hin und her gewirbelt vom Wind. Oder mussten uns in eine Seitenlage begeben, um nicht seitlich weggeblasen zu werden. Das haben wir beide noch nie erlebt.

Tarifa war dann für uns eine kleine Enttäuschung. Da kämpft man wie ein Löwe und darf dann nicht an den südlichsten Punkt weil es militärisches Sperrgebiet ist – jänu! Willi war bereits vor Ort und hatte die letzte Verpflegung ready für uns vor dem großen Ziel.

Von Tarifa ging es zurück auf die Küstenstrasse, die uns gleich mit sehr viel Wind und einer Steigung von gut 350 Meter begrüßte. Stehend pedalierten wir und da meinte Marcus: „bei diesem Wind werden wir ja nie ankommen….“ Dazu kam nun noch Nebel und es kühlte etwas ab. Begleitet wurden wir einerseits vom Windgeräusch und andererseits vom Geräusch der Windräder – also ganz so leise sind diese dann doch nicht.

Wo es rauf geht, geht es bekanntlich auch wieder runter – diesmal nach Algeciras, der letzten spanischen Stadt vor Gibraltar.  Als wir so am Hafen vorbei fuhren und den Weg suchten hörte ich Marcus sagen: „wow schau einmal diesen Felsen im Nebel an – schon noch gross!“ – „Ja lieber Marcus, das ist er – the ROCK“. Ganz ehrlich, so gross hätte ich diesen auch nicht erwartet – überhaupt haben wir uns offensichtlich sehr wenig Gedanken gemacht, was und wie uns Gibraltar erwarten wird. Wir waren immer fokussiert auf die nächste Etappe und das Ziel schien sehr lange, so weit weg.

Ab jetzt (wir fuhren durch ein riesiges Industriegebiet, direkt am Meer)  hatten wir den ROCK immer im Blickwinkel und es wurde immer klarer: DAS ZIEL IST GREIFBAR NAHE! Was empfindet man in einem solchen Augenblick? Große Dankbarkeit und Freude, dass man gesund und munter ankommen durfte. So richtig am Ziel fühlte ich mich, als wir das Foto mit der Verkehrstafel „Gibraltar“ mit dem ROCK im Hintergrund machten.

Dann standen wir vor dem Zoll nach Gibraltar, zeigten unsere ID’s und fuhren wie in Trance weiter über die Flugpiste zu unserem Ziel: Europa Point.  Viel haben wir nicht geredet – über was auch? Wir stiegen von unseren treuen Rennmaschinen ab, schauten uns an und umarmten uns. Braucht es noch mehr? Nein, denn die ruhigsten Momente sind oft die lautesten.

Ja eigentlich wollten wir noch zum Affenfelsen, doch mit dem Auto ließ man uns nicht vorfahren und auf die Seilbahn und dann noch zu Fuss gehen, darauf hatten wir ganz einfach keine Lust mehr.

Völlig unspektakulär setzten wir uns noch in den Velokleider ins Auto und fuhren los in Richtung Málaga. Dort luden wir Willi in einem Yogacamp ab. Er wird dort noch bis am Samstag bleiben, denn sein Flug geht erst am Samstag. Danke Willi für Deinen tollen Einsatz und sorry, dass wir nun doch einiges rascher am Ziel waren als ursprünglich geplant. Es war aber von Anfang an klar, dass wir nicht künstlich etwas verlängern wollten – es ist wie es ist und das was ist, auf das sind wir sehr stolz und bereitet uns sehr viel Freude.

In Mortil fanden Marcus und ich nach einigem Suchen ein Hotel. Am italienischen Buffet prosteten wir uns zu – beide mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht – im Wissen: WE DID IT!

Wir sind nun auf der Rückfahrt und das ist für uns die 48 und letzte Etappe. Ich werde darüber und allfällige Gedanken, die allenfalls noch aufkommen werden, jeweils berichten. Es ist also noch nicht ganz fertig mit den Blogs.

Fazit: Oft sind die leisen Momente die lautesten! WE DID IT!

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Etape  45

Imagine toi que tu es allongé dans une prairie, tu regardes les nuages, tu entends les grillons, qu’est-ce- que c’est agréable !  mais si tu es allongé aux environs de minuit dans ta chambre d’hotel et que tu entends le grillon, tu ne ressens pas du tout la même chose ! Après avoir cherché le coupable, nous l’avons trouvé dans mon sac de sport, et  hop dehors par le balcon.

De l’autre côté du fleuve c’est l’Espagne, et nous voulions y aller à vélo  en rallongeant l’étape , mais il est trop tard, il y a des km à parcourir,  et c’est donc Willi qui nous  amène sur l’autre berge avec le Mercedes. Sur la route vers Séville, je peux dire que le paysage ressemble à ce que nous avons vu hier, sauf qu’il y a beaucoup  de mandariniers, et que la châleur est torride, le vent est latéral, et les tronçons se ressemblent. Marcus se retourne et dit : «  il me fait mal au cœur ce corbeau, en haut de ce poteau téléphonique, avec personne à qui parler »

Aujourd’hui c’est l’avant avant dernière étape et on aurait pu se contenter de moins de km puisque 160 sont prévus.  Les douleurs sont palpables,  les impressions sont là, mon cerveau perdrait le contrôle ? On n’en a pas parlé avant, ça ne servait à rien car on était bien loin du but. En effet, les semaines précédentes, ce sujet n’a pas été évoqué, car on savait bien que cela ne servait à rien de se plaindre, et aujourd’hui il nous reste encore  pas mal de km avant l’arrivée.

Le coca est plus que bienvenu lors de la pause qui suit la canicule, c’est le moment idéal. Le vent et la canicule  que nous avons endurés, alors que nous gourdes sont pratiquement vides, et qu’on a eu des hallucinations  qui nous laissaient entrevoir des canettes de Coca, après 145 km  ,nous font apprécier ce moment « d’extase ». Après quelques canettes nous voilà devant le cathédrale que nous admirons, et  nous dégustons une glace suivie d’un coca, super, ça c’est une expérience !

Encore 2 nuits avant que nous n’allions dire bonjour aux singes de Gibraltar. Qu’est- ce qu’on ressent au bout de 6500 km ? Je ne trouve pas les mots pour l’exprimer. Je trouve ça juste super !

Etape 46

Séville – Medina Sidonia

Avant-dernière étape : je ne trouve pas les mots pour mon blog. Cette étape est allée si vite. Nous ne sommes plus qu’à 130km de notre but ultime !!! Le but qu’on a défini il y a deux ans, sur lequel on a travaillé et pédalé. Un vide est palpable, comment cela va-t-il se passer. C’est pas bien compliqué, on retourne en Suisse, ce qui nous prendra deux bonnes journées, et la vie va reprendre son cours. Est- ce vraiment ce qui nous attend ? on verra bien, mais ce qui est certain c’est que Marcus et moi nous revenons enrichis  d’une expérience et d’ et d’une aventure énormes.

Ce vide ressenti, j’en ai parlé avec Willi, et à ma question «  qu’est-ce qu’on va faire maintenant ? », il a répondu : «  tout simplement se retenir, et en aucun cas se jeter sur quelque chose de nouveau ». Ce vide n’est pourtant pas négatif, au contraire il  laisse la place à d’autres réflexions. Assez de rêveries, retour au concret.

On a réussi à  trouver la bonne issue  et à sortir de Séville rapidement, comme toujours dans les grandes villes, malgré le trafic intense. Nous avons été  étonnés de découvrir à côté des oliveraies des champs de coton. Du coton en Europe ?

Après 50 km on a quitté la route principale et on s’est retrouvé à l’intérieur des terres sur une départementale,  au calme, avec de vastes étendues devant nous.  Après la moisson, les champs à perte de vue sont de toutes les couleurs.

Le cycliste avisé sait que s’il voit des éoliennes c’est que le vent n’est pas loin, et c’est ce qui s’est passé. Nous avons traversé des champs d’éoliennes, et il y avait beaucoup de vent.

Nous arrivons à Medina Sidonia, pour profiter de la piscine, des derniers rayons de soleil et de la châleur andalous.

Demain :1ère arrêt Tarifa,  le point le plus au sud de l’Europe , puis le rocher de Gibraltar …….

Il s’en passe des choses dans la tête si près de l’arrivée

7 Kommentare für “Etappe 47 – gesponsert von Sandra & Marcel Balzli 130 Km / 1’054 Hm”

  1. Katalin Barko

    Herzliche Gratulation euch beiden für die hervorragende Leistung! You did it!
    Es ist genial was ihr erstrampelt habt, alles für einen guten Zweck. Ihr könnt stolz auf euch sein! Eines werde ich jetzt schon vermissen Andy, und zwar Deine täglichen, sehr stimmungsvoll nachvollziehbaren Bloggeinträge und die tollen Fotos! Ich wünsche euch beiden eine gute Heimreise, sowie einen guten Start wieder in “normal life”! Herzliche Grüsse Kati

    • redaktion

      Hallo Katalin
      Danke Dir für die Blumen und es freut mich, dass Dir unsere Blog’s jeweils gefallen haben.
      Noch einmal gut 900 Km und dann sind wir daheim – dieses mal aber mit dem Auto :-)
      Herzlich
      Andreas

  2. Roger Udo Rohr

    Congrats zu/für diese(r) Hammerleistung! Da habt Ihr Euch für den Schluss noch ein ganzes Stück Arbeit aufgespart – nach Tarifa geht man der Winde wegen zum surfen

    • Roger Udo Rohr

      Chapeau, gute Heimreise und lieber Gruss.

      Roger

    • redaktion

      Hallo Roger

      Wie recht Du hast – Tarifa ist ein Surferparadies und kein Vetomekka – das wissen wir nun auch :-)
      Viva
      Andreas

  3. Jorge

    Sorry, wenn ich mit meinem Senf komme, wenn die Wurst schon kalt ist, aber mein Respekt ist kein Gramm weniger: Congratulations! Grossartige Leistung!! Ich hoffe, ich kann Dir nächste Woche persönlich gratulieren. Und ich schliesse mich den Vorkommentaren an, ich werde den Blog vermissen.

    • redaktion

      you are never too late :-)

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