Jede Meile zählt

Nordkapp > Gibraltar
Distanz bis ZielAm Zielkm
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Start:                                               10h45 Lissabon
Ziel (Ankunftszeit):                         16h45 Ferreira de Alentejo
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         4h42 / 231h47
Durchschnitt:                                   29.9 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           141 Km / 6’251 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       969 Hm / 53’701 Hm

Der Countdown hat begonnen.

 „He ihr habt ja bereits 10% absolviert“ – das war er Kommentar der Crew nach der ersten Woche in Norwegen und dabei schauten wir beim Mercedes auf die Karte und schienen noch nirgends zu sein. Und nun, nach acht Wochen, haben wir nur noch knapp 10% der Gesamttour vor uns. Was ist nicht alles passiert während den absolvierten 90%???? 48 Etappen sind geplant, fünf oder sechs haben wir noch vor uns – das ist ja nichts mehr!

In Lissabon gibt es zwei grosse Brücken über den Rio Tejo und beides sind Autobahnen die für Radfahrer denkbar ungeeignet sind. Weil wir ja bereits am Ankunftstag durch die ganze Stadt gefahren sind und die grosse Brücke in Belem passierten, beschlossen wir vom Hotel mit dem Auto bis und über eben diese Brücke zu fahren und dann gleich nach der Brücke zu starten. So musste Willi nicht gleich alleine einen Kaltstart mit dem Auto in der Grossstadt Lissabon machen. Wir gaben den Zielort im Navi ein und fuhren los. Nach einiger Zeit merkten wir, dass das Navi uns genau über die zweite, für uns die falsche Brücke, führt. So ein Scheiss und im Morgenverkehr auf der Autobahn einen U-Turn zu machen verhilft auch nicht gerade zu vielen Freunden….. Also fuhren wir den mehr oder weniger größeren Umweg auf die andere Seite bis zum https://de.wikipedia.org/wiki/Cristo_Rei_(Almada) unserem definierten Startpunkt. Dann die zweite Überraschung: der Kompressor ging nicht, da die Batterie sich offensichtlich in der letzten Woche entladen hatte. Okay, dann sind die vier Pneus von Hand zu pumpen….. Mittlerweile ist es 10h45 und wir sind noch nicht auf dem Hobel – ein vielversprechender Start für den Endspurt!

Erstes Ziel: der Hafen von Setubal, wo wir eine weitere Fähre anpeilten. Der Weg dorthin war bescheiden amüsant – viel Verkehr und primär durch urbanes Gebiet – also Kopf runter und go. Die Fähre, die sehr pünktlich losfuhr, brachte uns nach Troia (https://de.wikipedia.org/wiki/Tróia) Wir fuhren dieser Halbinsel und ihren Dünen entlang durch Pinienwälder und nun auch noch an Korkbäumen vorbei. Es waren wieder diese langen, endlosen Straßen, die nie zu enden scheinen.  In solchen Teilabschnitten wird das Denken irgendwie viel mehr angeregt und in diesem Fall wurde uns bewusst, dass nach den zwei Ruhetagen die Beine nicht mehr so geschmeidig sind. Oder anders formuliert – wir mussten wieder etwas mehr beißen. Wir waren dann doch sehr froh, Willi und den Mercedes am Straßenrand, im Schatten eines großen Korkbaumes zu sehen – ready for lunch. Es war eigentlich eine sehr schöne Strecke, mit sehr wenig Verkehr und immer wieder konnten wir links und rechts das Meer sehen. Ganz besonders war die große Storchenkolonie, die wir in einem Feld sahen. Noch nie habe ich soviel Störche an einem Ort gesehen und dann waren noch ganz viele in der Luft am Segeln – wunderschön anzusehen.

Bald ging es nur noch ins Landesinnere, entlang einer Hauptverkehrsachse. Es war eine typische Wellblechstrecke – leicht rauf und leicht runter, so dass man nie so richtig durchziehen konnte. Dazu kam der Seitenwind und die Wärme, die unsere mentale Stärke einmal mehr leicht auf die Probe stellte, vor allem wenn die Beine nicht so „geschmeidig“ sind.

Dann kamen wir im Zielort an und fanden nach einigem Suchen unser kleines und schmuckes Hotel „Casa Verde“. Wo ist denn unser Fahrer mit dem Auto, der sollte doch hier sein? Und schon läutet das Telefon mit Willi: „ich habe bereits eingecheckt und die Zimmer bezogen, die hatten zwar keine Reservation von uns……“ – „Ähm Willi, in welchem Hotel bist Du, denn wir sind im Hotel mit der Reservation?“ Es klärte sich dann sehr rasch. Willi war in der gleichen Stadt aber einfach ein paar Straßen weiter in einem anderen kleinen, schmucken Hotel. Er hatte einfach nur noch Casa im Kopf, den Rest aber nicht mehr und das Navi hatte ihn auch etwas komisch geführt. Am Ende geht es immer auf und der erste Tag als Crew und dann gleich ganz alleine, ist ja auch nicht ohne. Beim gemeinsamen Nachtessen haben wir noch lange darüber gelacht. Ist man so auf dem Lande ist es auch ganz einfach zu bestellen im Restaurant, denn hier gibt es keine Menukarten in englisch, nur in portugiesisch. Vorteil: man muss nicht lange überlegen.

Zum Schluss noch eine ganz freudige Mitteilung in eigener Sache. Die Tankstellenaktion in Uster, der Firma Lenzlinger Söhne AG hat uns eine Spende von CHF 5’000.—eingebracht. Ganz herzlichen Dank – soooooo cool!

http://www.lenzlinger.ch/news/jmz-das-ziel-naht-resultat-der-spendenaktion

Fazit: Bereits so einiges erlebt mit der neuen One-man-Crew. Beine noch nicht ganz „geschmeidig“. 

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Zwei volle Ruhetage in Lissabon vor dem Endspurt nach Gibraltar.

Liebe Blogleser und andere Fans, ich habe mir erlaubt gestern blogtechnisch auch einmal frei zu geben J Doch zweimal über das grosse Nichtstun von uns beiden zu berichten schien mir etwas unangebracht. Seit aber versichert, wir haben die beiden Tage in vollen Zügen genossen, sei es kulturell oder kulinarisch.

Ich nehme es gleich vorneweg – Lissabon ist wirklich eine Reise wert und bietet sehr viel. Die wichtigen Touristenplätze haben wir selbstverständlich angelaufen und besichtigt. Unsere Garminuhren zeigten gestern z.B. je gut 15 Km Gehdistanz an und das an einem Freitag. Ja wir beide hatten heute Morgen sogar einen leichten Wadenspanner vom vielen Treppensteigen in und um Lissabon. Wie es sich für Sportler von unserem Format gehört, haben wir jede mögliche Treppe genommen und immer auf Taxis, Trams und Tucktucks verzichtet.

Was uns beide sehr überrascht hat waren die total vielen Touristen um diese Jahreszeit. Gemäß Internet ist der Hotelauslastungsgrad bei 99% und das ist in der Stadt ganz klar spür- und erlebbar.

Ein Highlight war sicher der Besuch im https://de.wikipedia.org/wiki/Castelo_de_São_Jorge. Sehr interessante Geschichte und eine Aussicht zum Verweilen und Innehalten. Wir haben uns versucht vorzustellen, wie diese Leute damals gelebt haben? Wie war das mit der einstigen grossen Seefahrernation Portugal und warum konnten sie ihren damaligen „Vorsprung“ nicht in die Neuzeit retten?

Am meisten genossen wir aber sicher, das „floaten“ durch die Stadt – keinen Plan, keinen Zeitdruck und keine Verpflichtung zu haben. Wollen wir links gehen, nein rechts sieht es doch viel cooler aus usw. – das ist doch gelebte Freizeit oder?

Heute nahmen wir ein „Vitaminfrühstück“ ein in der Stadt. Nicht wirklich, wohl eher eine richtige Kalorienbombe (jeder je 6 Stück), denn wir bestellten nur die typischen Süßigkeiten (http://www.touristenrouten.com/kulinarische_rezepte_pt_portugal.html?sec=Doces) von Portugal. Wow, die sind ja so was von gut, leider nicht geeignet für jeden Tag und schon gar nicht in diesen Mengen. Es lebe das Radfahren, dann ist es quasi wie Negativkalorien essen…….

Selbstverständlich waren wir auch fleißig, d.h. wir haben das Restprogram geplant. So grob über den Daumen sind es noch 700 Km und das wollen wir in sechs Etappen bewältigen. Somit sind wir genau im definierten Plan – am Ziel in 48 Etappen. Einzige Herausforderung: die Hotels unterwegs, denn der Süden von Portugal scheint auf der Karte 1:400’000 nicht wirklich gross bevölkert zu sein. Einmal mehr, wir nehmen es wie es kommt und Reserven haben wir ja auch noch.

Heute wird das Abschiedsessen mit Rolf und Judith sein, denn heute ist die letzte Crew – die „one-man-show“ Willi gesund, munter und motiviert angekommen. Er wird uns nun bis nach Gibraltar begleiten und betreuen. An dieser Stelle ein ganz grosses Dankeschön für Euren Einsatz und Eure Unterstützung, die wir sehr geschätzt haben.

Vielleicht interessiert es ja jemand, wie wir uns in den letzten Wochen gefühlt haben und wie sich unser Gewicht entwickelt hat. Dazu haben wir unter der Rubrik Team ein Übersichtsfile geladen „Facts & Figures“.

Fazit: Lissabon ist eine Reise wert – der countdown für den Endspurt beginnt

BONJOUR A TOUS LES AMIS FRANCOPHONES
 

Vous savez depuis le début de notre tour européen que nous roulons pour une bonne cause qui vient en aide aux enfants en difficulté ROKJ

(Il y a une cagnotte que vous pouvez alimenter avec un don,  soyez assurés que votre argent sera bien employé, et nous vous sommes par avance très reconnaissants de ce que vous pourrez faire.)

Plusieurs d’entre vous veulent participer à notre action mais ils sont un peu perdus avec l’Allemand ( on peut aussi choisir l’Anglais en haut à droite EN)
Oui vous pouvez régler avec votre carte de crédit.

Pour faire un don, il suffit d’aller à droite de la photo principale de l’étape

Vous voyez ROKJ , OUI, alors vous cliquez dessus

Vous allez  maintenant tout à fait en bas et vous cliquez sur nous bien sûr /JEDEMEILEZAEHLT.CH

ensuite vous cliquez sur : jetzt spenden  ou donate now si vous choisissez le texte en Anglais

Et voici ce que vous voyez (j’ai fait un copier coller);  en rouge  j’ai indiqué ce qui est le plus facile et un exemple de montant

    Donation Options

    1. Please choose from the following donation options.
  1. I need a receipt
  2. All amounts in CHF. The invoice will be sent by mail. For donations made per KM the invoice will be sent only after the tour is completed.
    Only fully completed KM will be considered.If you have chosen to donate a fix amount you may transfer the money to one of the following accounts:1. Vereinskonto: „ROKJ Jedemeilezählt“ – CH42 8147 7000 0038 6597 7
    2. Vereinskonto: „Pro Juventute Jedemeilezählt“ – CH64 8147 7000 0038 6596 9Bankenclearing 81477
    Postkonto 84-5464-6
    SWIFT Code RAIFCH22E77
  3. Alternatively, you can make a donation with your credit card or your PayPal account.*

Pour ceux qui souhaitent un reçu il faut cliquer sur la petite case après “receipt”

 

J’espère que tout est clair pour vous, sinon demandez moi des précisions ou alors contactez M. Christine a mariechristine.amelot@gmail.com

 

Et encore merci!!!

Etape 42

Arrivée à Lisbonne, dernière étape intermédiaire

On a parcouru 6 110 km jusqu’à aujourd’hui, c’est pas cool ça ? Nous en sommes très fiers, et super contents car il y a eu des francs suisses versés dans la cagnotte ROKJ grâce  au blog . Merci aux généreux donateurs.

Malgré l’emplacement de l’hotel aucun de nous n’a bien dormi, probablement cela est dû au bruit incessant des vagues.

Ce  matin l’humidité dûe à la présence de l’Atlantique avait entraîné de la brume, et nous avons craint un changement de temps, mais pas du tout, il a fait bien chaud.

Nous étions sur nos vélos depuis un moment quand nous nous sommes interpelés : «  t’as envie de faire du vélo aujourd’hui ? » Super, cette réflexion, quand il y a 140 km à faire. La réponse est arrivée rapidement quand mon frein a fait un bruit bizarre, et nous avons fait un arrêt d’urgence  devant  un expresso. Incroyable, mais tout est rentré dans l’ordre.

Sur la route, nous avons longé  un beau bâtiment viticole mais Il n’y avait pas de vigne,  que des poiriers et des pommiers. Peut-être que la signalisation ne correspond pas à la réalité !

Nous avons fait des selfies, donné des interviews aux personnes qui sont curieuses de détails  au vu de notre attirail ,  de nos extraordinaires vélos, et de notre bronzage particulier.

On a retrouvé à Belem Judith et Rolf qui nous ont châleureusement accueillis, on aurait pu croire qu’on était déjà à Gibraltar. Judith a dit qu’elle avait la chair de poule, tellement elle était contente, c’est pas mignon ? Notre équipe nous avait préparé deux sièges avec deux verres de vin blanc. Après 140 km sous 28°C, cela nous a bien rafraîchis, quelle délicieuse sensation Je continue ou pas ? Nous avons ensuite regagné notre hotel  où nous resterons 2 jours, car nous avons 2 jours de repos bien mérités.