Etappe 27 gesponsert von Hubmann Franziska: 106 Km / 918 Hm

Start:                                               10h30 Saint Malo
Ziel (Ankunftszeit):                         16h0 Moncontour
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         4h02  /146h03
Durchschnitt:                                   26.3 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           106 Km / 3’944 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       918 Hm / 35’102 Hm

Die JMZ-Truppe ist angezählt. Rückfall und ein weiterer Befall. Verkürzte Etappe.  

Leider war der Start in den heutigen alles andere wie gut, denn Marcus hatte einen Rückfall und es sollte noch andere treffen im Verlauf des Tages.

Marcus liess das Frühstück aus und es war geplant trotzdem um 09h00 los zu fahren. Wenn es dann gegen einem läuft, dann so richtig! Es begann auch noch zu regnen – was für ein Gegensatz zu gestern (heute 17 Grad, gestern 29 Grad). Im Vertrauen auf die WetterApp wurde die Abfahrt um eine Stunde verschoben. Wir schlichen alle irgendwie aus dem Hotel. Für die Crew war es auch nicht einfach, da die Routenpläne immer wieder von uns geändert wurden und sie nie so genau wussten, was und wie wir es heute machen werden. Lange Rede, kurzer Sinn: um 10h30 fuhren wir „topmotiviert“ im Regentenue los. Zum Glück war es nicht so kalt und der Regen nur leicht.

Bereits von Beginn weg war der Wurm auch beim Routenfinden drin. So dauerte es schon viel länger als geplant aus Saint Malo hinaus zu fahren und unterwegs verfuhren wir uns auch noch ein paar mal – es ist also richtig super doof gelaufen. Ihr könnt euch vorstellen, dass das das Stimmungsfass jetzt nicht gleich zum überlaufen brachte.

Wir fuhren eigentlich durch ein super schönes Gebiet, doch da es bewölkt war und unsere Motivation, Stimmung und Verfassung auch nicht gerade in der oberen Hälfte der Motivationsskala war, nahmen wir das irgendwie gar nicht so richtig wahr.

Im Fachjargon nennen wir das „eine richtige Drecksetappe“- man wurmt so vor sich hin, der Tacho scheint eingefroren zu sein und das Grosshirn entwickelt nur ein Auge für das Negative und das Schlimme – und es findet es laufend!!!

Eindrücklich war der Abstecher ans Cap Fréhel https://de.wikipedia.org/wiki/Cap_Fréhel – aber eben bei Sonnenschein wäre es noch viel schöner gewesen – ihr merkt – so war der Groove.

Zum ersten Mal haben wir die Crew zurück beordert, so dass die Pause früher stattfinden konnte. Es war bereits 13h45 und wir hatten erst 64 Km „erkämpft“. Es bringt nichts, das war uns nun glasklar. Also bis wohin soll es noch gehen? Es müssen mind. 100 Km auf dem Tacho sein (wer hat das eigentlich bestimmt? Ja so sind wir eben). Das neue Ziel wurde mit Moncontour definiert, Distanz etwas mehr als 40 km. Alex reservierte in Windeseile ein Hotel vor Ort. Irgendwie rafften wir uns wieder auf und gaben trotz körperlicher und geistiger Havarie noch einmal Vollgas.

Streckentechnisch lief es nun für uns, da es nur noch sehr wenige Steigungen hatte und primär via sehr langen Geraden abwärts ging. Moncontour  https://www.google.fr/search?q=moncontour+bretagne&client=safari&rls=en&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwi9387-rPbOAhUMahoKHbhTAt0Q_AUICCgB&biw=1040&bih=635 ist ein sehr idyllisches Dorf auf einer Anhöhe.

Wir kamen an, stiegen von den Rennmaschinen (die waren es noch, wir schon lange nicht mehr) und sassen einfach nur da vor dem Hotel. Wir beide sahen aus wie  ausgetrunkene Biergläser! Einfach nur leer.

Zimmerbezug, duschen und beide legten wir uns einfach nur hin – OHNE WORTE. Alex und Werner machten sich nun auf in die nächstgelegene Stadt um eine Apotheke zu suchen, damit sie ein Magen/Darmmittel für Marcus auftreiben konnten. Er braucht so etwas wie BioFlorin um wieder in die Gänge zu kommen. Ich selber bin auch leicht fiebrig und angezählt. Wie sich später herausstellte, hat nun Werner die gleiche Magen-/Darmgeschichte wie Marcus. Auf dem Weg in die Stadt gab es 4 Notfall-WC-Stopps (Hotel und Restaurant). Für Werner heute auch Immodium, statt Menu surprise.

Eine gute Seite hat das Ganze dann aber doch noch. Wir sind alle viel früher im Bett, da wir A)nicht essen gehen heute (es wird selbstgekochter Reis geben für die, die essen können) und B) so der Blog auch viel früher geschrieben werden konnte.

Also drückt uns die Daumen, dass die Wunderheilung über Nacht stattfindet, sei es für unsere Körper und das Wetter, so dass wir morgen bei Sonnenschein weiter in den Süden vorstoßen können.

Fazit:  Ein Plackerei für Körper und Geist. 

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9 Gedanken zu „Etappe 27 gesponsert von Hubmann Franziska: 106 Km / 918 Hm

  1. Ein liebes Hallohallölle an das JMZ-Lazarett:
    Ich hoffe sehr für euch, dass die gewünschte Wunderheilung über Nacht stattfinden konnte und der Wurm nicht mehr drin ist!
    Wow, ihr seid schon fast 4000 km pedalt, und das in so einer kurzen Zeit! Diese Zahl ist doch einfach unglaublich!!! Ich wünsche euch von Herzen ganz gute und schnelle Besseung, und zwar auf der ganzen Linie: Gesundheit, Stimmung, Wetter!
    Alles Liebe – ihr seid die Grössten (never forget this)!
    Rita

  2. Tut mir leid für euch. Magendarmprobleme sind wirklich Scheis……! Finde ich Klasse, dass ihr die Etappen etwas kürzt und einen guten Mix aus sportlicher Leistung und gesundheitlichem Verstand gefunden habt. Als kleine Motiviationspritze: „Auch die schwärzeste Stunde hat nur sechzig Minuten.“
    Ralph

  3. Coucou les garçons,

    quel beau trajet! excellent choix de route pittoresque en Bretagne, pour découvrir la France traditionnelle
    Gros bisous

  4. It is Labor Day weekend here in America. This was a very tough stage, one to be endured. By the time I am writing this, you already have gotten another stage done. I will read about that tonight. Good for you for getting as many km’s as you did on this stage. Hang in there. I hope today was better with healing and fewer maladies. You are doing the right things but, even so, it is not as much fun. I pray for healing and good weather for you and more enjoyable days in the saddle. It will happen. Best to you both. Stephen

  5. J’oubliais de vous dire que vos nouvelles de couleur de peau au niveau du visage vous vont bien, il faudra me donner le nom de votre fond de teint… HA HA HA, n’est-ce- pas “ été côté Atlantique“ ???

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