Start: 10h15 Rena
Ziel (Ankunftszeit): 15h15 Sand
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total): 3h58 / 77h23
Durchschnitt: 27.8 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*: 110 Km / 2’111 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*: 682 Hm / 19’990 Hm
*Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden
Ein entspannter Tag auf dem Radel mit Zeit für einen „coffee-break“
Die letzte Campingnacht auf norwegischen Boden genossen wir in vollen Zügen – eine kuschelige Cabin und ein Frühstück im Freien.
Am Morgen sind Marcus und ich wie zwei happy Frauen: „ja was ziehen wir denn heute an?“ – ein Ritual, das sich bis jetzt jeden Morgen wiederholt hat – so auch heute. Bereits zeigte sich die Sonne von der besten Seite und es war klar, dass wir heute im Tenue „kurz“ (zum ersten Mal auf dieser Tour) unterwegs sein können. Wow so cool! Heute wird der erste „Rändlitag“ sein (jedem klar was das ist? Wohl eher nicht. Stellt Euch einen nackten Radfahrer Ende des Sommers vor und ihr solltet wissen von was ich spreche). Oh nein, wir sind ja gar nicht ready für die kurzen Hosen…… unsere Beine sind nicht mehr rasiert, das geht ja gar nicht! Okay, wir machen heute eine Ausnahme und geloben Besserung – die Beine werden a.s.a.p. rasiert, so dass wir der Velofahrergilde wieder entsprechen.
Völlig entspannt fuhren wir los auf die heutige Kurzetappe von 110 Km. Es ist schon erstaunlich wie sich Körper und Geist in so kurzer Zeit auf ganz neue Dimensionen anpasst. Wir denken nur noch in 100 Km Abschnitten, d.h. knapp 3.5 Stundeneinheiten und empfinden das als ganz normal. Zum Glück ist das so, denn das macht es schon viel einfacher – danke lieber Körper und Geist, dass ihr beide uns auf diese Art unterstützt.
Eben wie gesagt, ganz entspannt fuhren wir los, warum war das eigentlich so? Ganz einfach, wir wissen, dass wir im Zeitplan sind und genügend Reserven haben um morgen Dienstag in Oslo zu sein. Wenn schon chillig, dann richtig, d.h. im norvegian outback. Nebenstrassen die nicht asphaltiert sind und sehr wenig Verkehr haben. Zum ersten Mal gönnten wir uns einen Coffeebreak – in Elverum fuhren wir nicht einfach vorbei, sondern stellten den Blinker um ins Zentrum zu gelangen. Kaum zu glauben, doch wir fanden einen Coffeeshop mit richtigem Kolbenkaffee – ein Traum (he Ueli – es gibt es also doch, den guten Kaffee in Norwegen). Die wärmende Sonne im Gesicht genossen wir den wunderbaren Cappuccino.
Der Rest ist rasch erzählt: 15h15 Ankunft in Sand nach einer wirklich erholsamen Überführungsetappe, bei der wir sehr viel Schönes von Land, Häuser und Leuten sehen durften. In dieser Gegend werden die Häuser und deren Umschwung mit sehr viel Liebe zum Detail gepflegt. Auffallend ist, dass die Norweger bei den KM-Angaben auf den Verkehrsschildern sehr bescheiden sind. Ganz selten sieht man das. Es scheint so, als ob es die Norweger gar nicht interessiert wie weit es noch ist, sondern eher wie lange es dauert.
Heute Abend war das letzte gemeinsame Nachtessen mit unserer Begleitcrew Franziska und Klaus, denn sie werden morgen von Oslo abfliegen. Wir können uns bei euch nicht genügend bedanken, für euren tollen Einsatz. Jeden Tag durften wir erleben, dass ihr euch für uns als Dienstleister verstanden habt und wie viel Präsenz dieser Job fordert.
HERZLICHEN DANK.
Bei einem spannenden Gespräch, haben wir zusammen einen Rück- und Ausblick gemacht. Die dabei gewonnen Erkenntnisse werden wir in der einen oder anderen Form, nachhaltig für den weiteren Verlauf einbauen. Euch beiden drücken wir die Daumen, dass ihr auf dem nächsten Campingtrip sehr viel von den gemachten Erfahrungen verwenden könnt.
Morgiges Ziel: Hafen von Oslo – wird sicher spannend eine solche Grossstadt per Radel zu durchqueren. Distanz bis zum Ziel: 100 Km – peace of cake.
Fazit: Kleiderwahl bei Velofahrer mit Konsequenzen. 110 km mit Kur-Charakter. Spannender Gedankenaustausch, der das JMZ-Projekt weiter bringen wird















ca fait plaisir de vous voir….. enfin en manches courtes et en „shorts“
grosses bises