Start: 09h45 Penrith
Ziel (Ankunftszeit): 17h00 Haydock
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total): 5h39 / 112h55
Durchschnitt: 28.1 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*: 159 Km / 3’101 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*: 1’247 Hm / 28’503 Hm
Tolles SMS – viele tote Tiere – die Diät mit Erfolgsgarantie – Mac als Retter
Heute Morgen habe ich folgendes WhatsApp erhalten:
Hoi Andreas, bin auf der BelAlp und hatte Gespräche mit unseren Kollegen/Generalunternehmer. Da er erzählte er mir, er sei 3 Wochen mit dem Töff durch Skandinavien gefahren. Und jetzt kommt es: ich sagte ihm, ein Kollege von mir fahre mit dem Velo vom Nordkap nach Gibraltar. Da sagte er, ja das ist „jede Meile zählt“. Sie hätten in Fauske den Bus gesehen und im gleichen Restaurant gespiesen! Unglaublich oder?! Die Welt ist so klein … Und eure Außenwirkung so groß! Euch weiterhin alles Gute und viel Erfolg. Gruss
Ist das nicht cool? Das war ein richtiger Aufsteller heute Morgen und das brauchte ich auch, denn es regnete einmal mehr…..
Unser 0-Stern Hotel servierte am Morgen leider kein Frühstück und es hatte auch keine Möglichkeit gescheit ein eigenes Frühstückbüfett aufzubauen. So gingen wir zu Fuss auf „Frühstücksuche“ in Town. Gar nicht so einfach wie bei uns, denn hier in England sind Bäckereien und Kaffees wie bei uns, nicht so an der Tagesordnung – halt eine andere Kultur. Im „King Georg Hotel“ wurden wir A) fündig und B) wurden wir auch bedient. Nur nicht hetzen, denn der WetterApp versprach baldige Besserung.
Mit knapp 160 Km stand wieder eine happige Etappe an und die Beine & Füdlis sind leider über Nacht nicht mirakulös geheilt geworden.
Wir verließen Penrith und durchfuhren den „Lake Side National Park“ mussten dabei auch den höchsten Tourpunkt in England erklimmen – 1’400 Feets. Die Landschaft wäre sicher total schön gewesen, doch leider hatte es Nebel und Nieselregen – ja so kann es laufen. Auf der anderen Seite klarte es dann sehr bald auf und uns präsentierte sich die Gegend um Kendal von der schönsten Seite: Saftig grüne Wiesen mit Schafen, Schafen und noch einmal Schafen. Natürlich fehlten die typischen Steinmauern nicht – ein Anblick zum anbeissen.
In dieser „heilen“ Welt hat es auch viel Wild und das trafen wir immer wieder am Straßenrand an und es war nicht am uns zuwinken oder uns anfeuern – ganz im Gegenteil: Tod – überfahren von Fahrzeugen (mit ganz grosser Wahrscheinlichkeit nicht von Fahrrädern). Ein Stück nannten wir im Nachhinein „die Todesstrecke der Fasane“, denn auf wenigen Kilometer sahen wir so unglaublich viele tote Tiere und wurden fast noch Zeuge, wie einer life überfahren wurde. Sooooo schade, doch die Tiere haben ihre Wege und wenn diese sich mit dem vom Menschen kreuzen, dann endet es primär schlechter für das Tier. Auf der anderen Seite schienen mir die vielen hundert Schafe und Kühe sehr happy in den Wiesen zu stehen.
Unsere Tour führt uns so ziemlich genau zwischen den beiden Großstädten Liverpool und Manchester durch, die knapp 60 Km auseinander liegen. Wenn das auf der Karte auch nicht so aussieht doch in real life sieht es so aus, als ob diese Städte fast zusammen gewachsen sind. Mit der Folge, dass wir uns immer in urbanem Gelände bewegt haben und so auch wieder einiges an Verkehr mitbekommen haben. Alles ist etwas entspannter – gut heute war ja auch Sonntag – und etwas weitläufiger.
Kurt buchte uns ein Hotel in Haydock. Zu was das gehört – keine Ahnung, doch was ich heute gelernt habe – ein Restaurant zu finden ist in diesem Haydock gar nicht so einfach. Mit Hilfe vom Navi fuhren wir mehr als eine halbe Stunde herum und als wir etwas Passendes fanden, wurden wir sehr freundlich darauf hingewiesen, dass wir bitte eine Stunde auf einen Tisch warten dürfen….. Wo denken die den hin, hier stehen zwei fahrende Maschinen, die Treibstoff brauchen und sei es nur schon das „Notfallbier“, denn den Recoveryshake hatten wir ja schon.
Die Suche ging weiter und wir endeten in irgend einem Stadtteil, in einem in die Jahre gekommenen Pub. Man wollte nichts so richtig anfassen, doch die Menschen waren aufgestellt und wir kamen in den Genuss einer life Karaokeshow. Ja und das Restaurant hatten wir immer noch nicht und nun kommt es – am Horizont sahen wir das rettende, gelbe M vom Mac. Marcus wehrte sich mit allen Argumenten, doch heute durfte Kurt auswählen und dank meinen Inputs, wurde Marcus überstimmt. Der Vorteil vom Mac? Die Menue’s sind so angeschrieben, dass der Esser / Genießer immer schön weiß wie viele Kcal er gerade genossen hat….. Als ob uns das eine Rolle spielt, denn wir verbrennen jeden Tag ein paar Kalorien mehr, als wir zu uns nehmen, denn sonst würden wir ja nicht Woche für Woche an Gewicht verlieren. Also eine Tour wie die unsrige ist eine wunderbare Diät – Erfolg garantiert und Mann / Frau hat dabei nie Hunger – was für eine tolle Sache oder? Also Velo kaufen und losfahren, ganz einfach jeden Tag im Durchschnitt 150 Km in 5-6 Std.
Mal sehen wie gute Beine wir morgen haben werden, nach diesem aufbauenden und lustigen Dinner in einem der Mac’s von Haydock. Marcus, so scheint es zumindest, hat diesen Abstecher überlebt, wahrscheinlich will er morgen einfach schon um 07h00 zum Frühstück, weil er vor lauter Hunger frühzeitig aufgewacht ist.
Fazit: Diese Grossstädte haben es in sich. England verfügt über sehr viele Tiere – tod oder lebendig. Ein Pub- und Mac-Besuch für die Ewigkeit.







good morning JMZ(rain)warriors! ich wünsche euch zu wochenanfang (ihr spürt das gar nicht, aber dem ist so 😉 einen weiteren tollen und eindrücklichen ride während ihr die „5000km bis zum ziel“-markierung knackt. ich bin sicher, die sonnentage werden euch noch belohnen für euren eher feuchten startdrittel sobald ihr mal auf französischem boden anlauf genommen habt. guten schlussspurt ihr kämpfer auf englischen boden und danke – once more – für die wunderbaren life-berichte. stephan hat richtig bemerkt, dass uns die copy/paste-posen von usain noch regelmässiger erfreuen sollten und ich freue mich auf die nächsten! good ride JMZ-W! Bi/DI
Hallo Bidi
Der Wochenbeginn ist wunderbar geglückt und wir hatten heute einen super Tag.
Die Sonne ist zurück und wir können es volle Pulle geniessen. Die Usain-Posen kommen nun in regelmässigen Abständen 🙂
Ich werde weiter hin alles geben mit den Berichten
Viva
Andreas
Mägii nöd brüeläää. Mc isch immer guet wenns guet isch! Good luck für die letste zwei Etappe!!
…er hat es wunderbar überlebt:-)