Etappe 38 – 161 Km / 1’745 Hm

Start:                                               09h15  Vilalba
Ziel (Ankunftszeit):                         16h45 Pontevedra
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         5h38  / 205h56
Durchschnitt:                                   28.6 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           161 Km / 5’541 Km

Absolvierte HM (Tag/Total)*:       1’745 Hm / 48’799 Hm

Sie sind die zurück: die Sonne, die warmen Temperaturen und die gute Stimmung.

 

Bei knapp 10 Grad fuhren wir los und bald befanden wir uns wieder im Nebel und Nieselregen. Augen zu und durch und die Augen erst wieder öffnen nach 100 Km in Santiago de Compostela, unserem ersten Etappenziel für den Mittagsrast.

Man merkte schon, dass wir uns in der Höhe von Galizien befinden, denn es ging nach wie vor rauf und runter obwohl wir uns bereits auf 500 MüM befanden. Wirklich schön war es auf der N634 nicht wirklich, eher einfach eine zweckmäßige Verbindung von A nach B. Erwähnenswert sind sicher die vielen Eukalyptuswälder die wir passierten, denn auch diese verströmen einen ganz eigenen Duft.

Und plötzlich waren sie überall – die Pilger – kurz vor ihrem grossen Ziel: https://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_von_Santiago_de_Compostela

Ich versuchte so vielen wie möglich ins Gesicht zu schauen und überall glaubte ich die große Zufriedenheit und Freude zu sehen. Noch ausgeprägter war es dann auf dem großen Platz vor der Kathedrale. Überall saßen oder lagen sie, machten Fotos oder hielten einfach inne. Diese spürbare Freude und Erleichterung zu sehen und zu erleben war wirklich sehr berührend.  Ich fühlte mich irgendwie wie deplatziert, denn wir haben ja unser Ziel noch nicht erreicht. Wie wird sich das wohl anfühlen? Von dem was ich heute gesehen habe? Einfach nur schön und berauschend – in gut zwei Wochen wissen wir es.

Zurück zu unserem Alltag – wo ist die Crew und die Verpflegung? Die haben ja gar keine Chance in diesen engen Gassen uns zu finden oder irgendwo zu parkieren. Also fuhren wir von der Kathedrale und der Altstadt etwas weg und wollten gerade telefonieren also wir Rolf auf Parkplatzsuche sahen. Er hatte Judith kurz vorher vor der Kathedrale ausgeladen. Nun galt es alle Schäfchen wieder einzusammeln. Erstaunlich rasch ging das und so gab es dann etwas zu essen.

Wie weit wollen wir noch? Marcus schien noch gar nicht richtig aufgetaut zu sein und entsprechend war seine Motivation jetzt nicht gerade auf dem Siedepunkt. Okay wir machen noch 40 Km, was uns nach Vilanova de Arousa bringt.

Aus einer Stadt wie Santiago wieder hinaus zu kommen ist ja bekanntlich immer eine kleine Herausforderung. Dabei bin ich immer wieder beeindruckt wie Marcus jeweils die Orientierung hat und sich einen Weg hinaus bahnt, der praktisch immer sehr direkt und effizient ist. Das war zum Glück auch heute so. Und nun kam auch die Sonne und die Wärme und das schien Marcus zu beflügeln – er hatte nicht mehr kalt und dann läuft sein Motor. Kaum zu glauben, sogar der Wind unterstützte uns und so war sehr bald klar, dass wir noch 60 Km (statt nur 40 Km) anhängen und bis Pontevedra fahren. Einer Stadt mit etwas mehr als 80’000 Einwohner (https://de.wikipedia.org/wiki/Pontevedra).

Heute waren wir mit den Zahlen auf dem Tacho wieder einmal zufrieden: 161 Km und 1’745 Hm.

Zwei Dinge sind mir noch aufgefallen: Am Morgen ist es bis mindesten um 07h30 immer noch dunkel, so dass man gar nicht richtig aufstehen mag. Am Abend ist es dann doch bis 20h30 hell. Weiter ist mir aufgefallen, dass hier im Galizien vor 20h30 gar nichts läuft mit Nachtessen. In den beiden letzten Hotels und auch heute wurde vor 20h30 gar nichts serviert – hier wird es also per Dekret immer etwas später. Bin gespannt ob und wie das in Portugal sein wird, denn morgen werden wir die Grenze überschreiten.

Fazit: Die Pilger am Ziel – wir noch nicht. Mit der Sonne steigt auch der Energiepegel vom JMZ-Team

Bildschirmfoto 2016-09-16 um 18.31.51

Bildschirmfoto 2016-09-16 um 18.18.25

Ein Gedanke zu „Etappe 38 – 161 Km / 1’745 Hm

  1. Bonsoir mon petit Markus. Vous avez passé de très mauvaises heures sur vos vélos, ça vraiment été dur . Vous avez raison ne prenez aucun risque, effectivement, vous n’avez plus rien a prouver après ces MILLIERS de kilomètres . Je souhaite très fort que le climat portugais vous aide à avancer et que votre matériel espagnol tienne bien la route !!! Allez bon courage à vous deux, continuez à nous éblouir avec vos formidables exploits et de gros gros bisous. Karine va de mieux mieux, elle t’embrasse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert