Etappe 41 – gesponsert von Ruedi & Kathrin Baggenstoss – 148 Km / 896 Hm

Start:                                               09h30 Aveiro
Ziel (Ankunftszeit):                         16h00 Nasale
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         5h11  / 221h35
Durchschnitt:                                   28.9 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           148 Km / 5’970 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       896 Hm / 51’495 Hm

Wieder einmal im Meer gebadet. Unterschiedliche Gefühls- und Gedankenzustände beim Velofahren

Das „copy paste“ hat beinahe geklappt! Wetter, Temperaturen, Verkehr und Etappenziel super. Die Gegend und die Straßen okay.

Wir sind im Surfer Paradies gelandet – Nazaré. Wohl sehr touristisch, doch während ich den Blog schreibe, höre ich das Rauschen der Wellen vom Strand. Der Weg nach Nazaré war geprägt von sehr langen Geraden entlang von kleinen, sehr weit aufgeteilten Dörfern. Parallel verläuft eigentlich eine Autobahn und erfahrungsgemäß sind dann weniger Lastwagen auf den Parallelstraßen, doch das war heute leider nicht so der Fall. Viele der Lastwagen hatten Holz geladen, was nicht verwunderlich ist, denn wir passierten immer wieder lange Pinien- und Eukalyptuswälder. Ich habe bereits schon darüber geschwärmt, was für einen wunderbaren Duft diese verströmen wenn es warm ist und heute bei 25 Grad – ein Traum, der das träumen noch viel einfacher macht.

Apropos träumen. Wie schon oft bei den vergangenen 41 Etappen – ja so viele sind es bereits, sind wir auch heute die bewährten 5 Km–Ablösungen gefahren. Spannend ist, dass die Gedankenwelt nicht gleich ist, wenn man vorne fährt oder hinten am „süggälä“ ist. Irgendwann ist mir das aufgefallen und heute wurde mir das von Marcus bestätigt, ja  ihm gehe es genau so.

Ist man vorne am „stampfen“, dann ist man bereits körperlich viel mehr engagiert, dann schaut man für den idealen Weg, zeigt dem Freund so quasi den Weg und weist auf allfällige Hindernisse hin und man achtet auch auf den Weg. Mit anderen Worten, man ist voll in der Verantwortung und führt die Truppe an. Ganz anders wenn man hinten ist: der gröbste Wind wird vom Freund vorne verdrängt, dadurch kann man entspannt hinten eben „süggälä“. Man schaut für Dich und so kann man seine Gedanken so wunderbar auf Reisen schicken. Abgetaucht ist man dann, wenn man den Freund verwundert anschaut, wenn dieser vorne auf die Seite fährt und dir zu verstehen gibt, dass es nun wieder an Dir ist, die Verantwortung zu übernehmen.

Für mich eine weitere Lektion aus dem Leben, die mir das Radfahren irgendwie bildlich bewusst macht. Ist man „vorne“, im lead, dann ist man voll engagiert und in der Verantwortung. Darf man hingegen jemanden vertrauensvoll folgen, dann gehen Türchen auf und man kann etwas mehr um sich selber kümmern.

So quasi in der ersten Reihe an der Strandpromenade steht unser Hotel und entsprechend viel Aufmerksamkeit erhielten wir, als unser Mercedes vor dem Hotel stand und wir ankamen – die beiden Gladiatoren aus dem Norden. Sehr viele Leute blieben beim Auto stehen und wollten wissen, was wir denn machen. In solchen Momenten, also nicht nur in solchen, wird es einem bewusst, dass wir schon etwas machen, das nicht ganz so üblich ist. Wir stehen ja auch nicht mehr am Norkapp, sondern sind kurz vor Lissabon und da wirkt alles noch etwas grösser und verrückter.

Last but not least fanden wir auch noch Zeit um einen kurzen Sprung ins Meer zu machen. Wow, das war aber super kalt – Marcus und ich sind uns nicht ganz einig, doch ich behaupte, das Meer ist kälter als der See in Norwegen in dem wir badeten. So oder so war es toll und das anschließende obligate Notfallbier (den Recoveryshake hatten wir ja bereits) und die Nüssli waren noch ein weiteres Sahnehäubchen vom heutigen Tag.

Fazit: Radfahren kann helfen das Leben etwas besser zu verstehen.

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4 Gedanken zu „Etappe 41 – gesponsert von Ruedi & Kathrin Baggenstoss – 148 Km / 896 Hm

  1. Hallo Zämä
    Heute als ich die Bilder vom Meer, Strand , Aussicht vom Hotel sah
    war ich etwas Neidisch. Aber nicht wegem Radfahren.
    Weiterhin viele schöne Erlebnisse wünscht Euch MamiLilly

  2. Salut les super mecs!!!

    Ca a l’air génial le Portugal, et quel temps fantastique. Je suis vraiment contente pour vous, après les épreuves traversées en Espagne…….qui semblent oubliées.
    Ca doit vous faire drôle d’approcher du but. Quelle aventure fantastique pour vous deux. C’est magnifique
    Je vous embrasse

    1. Merci Marie-Christine
      ça ce passe vraiment très bien et je crois que nous le méritons! En effet ça fait drôle mais nous donne aussi une satisfaction incroyable, car les étapes deviennent toujours plus difficiles mentalement.
      Nous restons à Lissabon pour deux jours, car le dernier jour de repos était à Bordeaux. Après ces deux jours de repos nous attaquerons la dernière semaine.
      Merci et bisou
      Marcus

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