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Etappe 7 – gesponsert von DELTA Security AG – 162 Km / 1’369 Hm

Start:                                                 09h15 Fauske
Ziel (Ankunftszeit):                         16h00 Mo i Rana
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):          5h31  / 43:34
Durchschnitt:                                      29.4 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           162 Km / 1’169 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       1’369  Hm / 12’007 Hm

 *Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden

Polarkreis wird passiert – Distanzangaben sind variabel – Wettergötter mit uns – forciertes Verladen

17h30 – ich schaue nach draussen und was sehe ich? Strömender Regen und sich rasch bildende Pfützen – was sah ich heute Morgen um 07h30 beim Aufstehen: genau das Gleiche – also quasi DITO! Was lag dazwischen?

Die Wetterprognosen für heute waren alles andere als vielversprechend, das definierte Ziel 150 km entfernt, und kaum waren wir wach, wurden die Prognosen bestätigt – SCHEi…..!!!  Also gut, gehen wir frühstücken und schauen dann, denn es kann ja nicht sein, dass das Wetter folgendes macht: „Veni, vidi, violini – es kam, sah und vergeigt alles“ J (Zitat von Marc – Tom’s Bike).

Abfahrt 09h15: es regnet NICHT mehr – wir schauen in den Himmel und salutieren Thor, den norwegischen Wettergott – Du bist gerade der Beste für uns.

Stefan, unser Besucher vom Samstag gab uns folgender Tourbeschrieb (er fuhr auf dem gleichen Weg wieder nach Schweden zurück) per SMS durch:

„Die beiden Tunnels nach 9 km sind nicht optimal, aber sicher fahrbar (trotz Baustelle)! Beide > 1,2 km und ansteigend. Schöne Küstenstrasse und anschließend vom Fjordende eine gute Straße dem Bach entlang bis zum Nationalparkzentrum (Tankstelle) dann Anstieg rauf zum Fjell/Polarkreis und recht sanft „runter“ nach Mo i Rana. Rund 172km“

Wir hatten die feste Absicht die beiden Tunnels trotz Verbotstafeln zu passieren (es kommt ja vor, dass wir diese Tafeln nicht sehen, weil wir so tief auf dem Lenker liegen), wir wollen ja auch nichts Neues beginnen und jeden Meter für ROKJ und Pro Juventute fahren. Nach 9 km war dann aber Schluss, der Verkehr wurde manuell geregelt und der Mann in orange hatte kein Einsehen für unser Ansinnen – also Verladen in den Mercedes – Augen zu und durch die beiden Tunnels per PS fahren.

Oh, das ist ja ein wunderbares Gefühl, das rollt ja wunderbar und draussen zieht die Landschaft vorbei und wisst ihr was? Es geht erst noch runter, also ein Abschnitt, der unsere Durchschnittsgeschwindigkeit heraufgedrückt hätte. Los lassen, nicht Hintersinnen – vorbeischwimmen lassen…..

Nach den beiden Tunnels (nach 10 Km Verschiebung per Mercedes) stiegen wir aus und fuhren gleich los – CU am Polarkreis J – aus den Augenwinkel sah ich noch wie Ueli auf der Karte die Km am Zusammenzählen war, doch Marcus wollte losfahren und nicht mehr warten – das gestrige „Carboloading“ ist wohl sehr erfolgreich gewesen…..

Genau wie von Stefan beschrieben, trafen wir den Weg an, d.h. die ersten 40 Km gingen sehr flockig voran, leicht ansteigend, doch ideal um mehr als 30 KmH drücken zu können. Wie auf dem untenstehenden Höheprofil ersichtlich ging es dann hinauf bis auf max. 692 MüM – neuer Rekord!

Wir gingen davon aus, so bei Km 66, am Polarkreis zu sein und waren happy unterwegs, denn es lief super – wir hatten starke Beine, was bedeutet, dass der Ruhetag wunderbar gewirkt hat.

Km 61: langsam fährt Ueli an uns vorbei, lässt das Fenster runter und fragt: „was glaubt ihr wie weit es noch geht?“ Marcus „ach noch gut 500 Meter J“, Ueli: „oh nein, wohl eher noch 10 Km oder ein gutes Stückli…..“ Ups! da waren wir – am Berg, mit einem Ziel, das sich soeben „ verschoben“ hat. Und wie auf Knopfdruck begrüßte uns der Gegenwind.

Mittlerweile waren wir auf dem Hochplateau, keine Bäume links und rechts mehr und der Schnee kam immer näher  – nur der Polarkreis nicht L

Es war bereits klar, dass wir die Rennstrategie für heute anpassen – von einer „two stopp“ auf eine „one stopp“ Strategie“. Und da war er, der Touristen-Anziehungspunkt: der Polarkreis. Hier stand auch der viel bewunderte Crewwagen mit dem angerichteten  Mittagessen XXL – Avocadobrötli (oh mein Gott, das sind doch die Wunderwaffen von Mägi?? – die „Beinöffnerbrötli“), Tomaten-/Essiggurkensalat und Snickers. Tanks füllen, trockene und warme Kleider anziehen und full attack in Richtung Mo i Rana – Distanz bis ins Ziel: schlappe 81 Km.

So könnte es immer sein – herrliche Abfahrten und viele Geraden: Der Tacho schien die Kilometer nur so zu „fressen“ und um 16h00 (YES – ein neuer Rekord) erreichten wir den Zeltplatz und eine Viertelstunde später begann es zu regnen – was sind wir doch für zwei „lucky mushrooms“.

Fazit: Ruhetag zeigte gewünschte Wirkung – super voran gekommen – Thor ist uns gnädig – höchster Punkt ,der bis jetzt absolvierten Tour passiert – one stopp Strategie hat sich bewährt.

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Ruhetag #1 in Fauske

Aquafit für Radler – Recovery shake am recovery day

Ruhetag bedeutet ja eigentlich ruhen – auch für mich, doch kann ich die Leser einfach so im Stich lassen – nein, das geht nicht, denn ich bin sicher ihr wollt auch wissen, was wir machen, wenn wir nicht für Stunden Radeln. Also hier ein paar Eindrücke vom heutigen „chill-day“.

Begonnen hat dieser super Tag mit dem Schreiben vom gestrigen Blog, während sich Mägi noch eine Stunde mehr wohlverdienten Schlaf reinzog. Beim gemeinsamen Frühstück wurde dann der Plan für den heutigen Ruhetag festgelegt – Nichtstun! Aber eben, das können wir ja gar nicht. Zuerst gab es noch einen Recovery-Shake, denn der ganze Tag ist ja Recovery. Verdient haben wir es sowieso und der wirkt auch, wenn er mehr als 20 Min nach der Leistung eingenommen wird. Oder anders formuliert: die Beine fühlen sich heute (20 Std. später) so an, als ob wir gerade vom Sattel gestiegen sind.

Das Geräusch an meiner Rennmaschine ist bekanntlich noch nicht verschwunden, es ist wohl wesentlich weniger, aber es ist halt immer noch da und das stört unseren Starmechaniker. Also nahm er sich heute noch einmal eine Stunde und vollzog einen weiteren Service „Standard“, inkl. Reifenwechsel. Morgen sollte ich dann nur so über die Strassen fliegen, denn das seien die ultimativen Rennreifen. Mein ausgesprochener Gedanken war: „ah, da bin ich mehr als 1’000 mit schlechtem Material gefahren….. „ Natürlich gab mir Mägi eine Erklärung. In der ersten Woche war der Focus auf comfort (Angewöhnungsphase) beim Fahren und nun wechseln wir auf Rennmodus – in Zahlen ausgedrückt: Wechsel vom 28er auf den 25er Reifen. Okay – damit kann ich leben.

Während die Begleiter-Crew den Freitag auf ihre Art genossen mit Spazieren, Sonne geniessen (Klaus und Franziska) und Ueli mit Arbeiten an seinem Blog auf seiner Website (http://wydlerfoto.ch/uebermich/) suchten wir das Hallenbad auf. Um die Beine noch etwas zu bewegen, gingen wir zu Fuss. Das 25m Becken war ohne Wasser (under construction) und so „bädäleten“ wir im Kinderbecken bei 32 Grad Wassertemperatur – zum Glück war es nicht ein Grad kühler, denn sonst hatte wir kalt gehabt. Spass beiseite, wir genossen das warme Wasser und dehnten unsere „Athletenkörper“.

Die Sonne schien wunderbar (gemäss Wetter-App soll es morgen Regnen) und so genossen wir noch ein Bierchen am Hafen – so schön können Veloferien sein. Ach ja, etwas Olympia haben wir auch noch geschaut und dann bei einem ausgiebigen Nachtessen, die Route von morgen geplant und festgelegt – 150 km.

PS. Es sind weitere Namen eingegangen: Lucky Luke, Jolly Jumper, El Torro

PPS. Ueli hat heute keine Fotos gemacht, ergo müsst ihr euch mit den wenigen von uns begnügen

Fazit: Auch am Ruhetag hat viele Facetten und geht nicht ganz ohne Arbeit, ist aber definitiv weniger schweißtreibend

 

Etappe 6 – gesponsert von Roger Meier – 158 Km / 2’510 Hm

Start:                                                   10h15 Storjord
Ziel (Ankunftszeit):                         17h15 Fauske
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):       6h45  / 37h03
Durchschnitt:                                  26.2 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:      158 Km / 1’007 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       2’510 Hm / 10’638 Hm

 *Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden

Der Tunneltag – eine neue Erfahrung– erwarte das Unerwartete – Besuch aus Schweden

Draussen scheint die Sonne und ich sitze am Frühstückstisch – nein keine Angst, so lange habe ich nicht am Blog geschrieben….. Gestern Abend, war ich einfach zu müde und mein body Marcus hat mir auch ins Gewissen geredet: „He! Du kannst nicht bis um 02h15 am Blog schreiben und dann glauben Leistungen dieser Art Tag für Tag abrufen zu können. Wir brauchen den Schlaf – mindestens 7 Std pro Nacht.“ Da hat er natürlich mehr als nur Recht und das habe ich dann auch gemerkt unter dem Tag – mehr darüber später.

Sehr gerne betone ich an dieser Stelle, dass mir das Schreiben grosse Freude bereitet, mich entspannt, mir die Möglichkeit gibt den Tag auf eine gute Art zu verarbeiten und last but not least, unseren Familien, Freunde und Followers, die Möglichkeit zu geben, das tolle Abenteuer so hautnah wie möglich zu begleiten. Das erklärt die Verspätung und ich hoffe alle vergeben mir, denen ich das Morgenritual etwas durcheinander gebracht habe, doch ich gehe davon aus, dass ihr sowieso ausgeschlafen habt.

Wir gingen den Tag bewusst etwas chilliger an, frühstückten im Hotel und fuhren erst um 10h15 los – es stand ja nur eine „Überführungsetappe“ an, so zumindest bezeichnete Mägi (Marcus) die 158 Km, die uns vor dem ersten Ruhetag trennten.

Heute Morgen erhielt ich vor der Abfahrt ein SMS. Mein lieber Freund Stefan Wilda, der sehr viel Zeit in Schweden (so auf der Höhe von Mo i Rana, in Övre Sandsele) verbringt und die Gegend kennt – mit folgendem Inhalt: „heute habt ihr ja ein paar Höhenmeter vor Euch, ist ja schon fast ein Alpenbrevet oder der Skandic-Mountain-Challenge“. Ehrlich! Ich dachte, dass er sich lustig macht über uns, ABER! Er sollte Recht behalten.

Es war verhangen und knapp 10 Grad warm / kalt. Irgendwie lief es mir nicht so rund, der Tritt wollte nicht so richtig kommen und nach 15 Km kam dann erst noch das erste Routen-Spässli – ein kleines Pässli. Wie bereits erwähnt, wir sind hier nicht in den Alpen, sondern bewegen uns ständig zwischen 0 und 400 müM.  Genau so ein Spässli war es – ein 350 Hm-Spässli. Warum war mir nicht ums Lachen? Wahrscheinlich weil meine Beine ständig Notsignale sandten – who knows? Oben bist du ja dann immer irgendwann und unten leider noch viel schneller. Was dann kam, war viel zermürbender – the rolling hills, ein „Wellenblech“, ein „Sägeblatt“ (für alle nicht Velofahrer: kehrt eine Säge um, schaut was ihr sieht und euch ist der Begriff klar) Ständig ging es rauf und runter – da eine kleine Bodenwelle von 10-20 Hm, mit einer Steigung zwischen 5%-10%, gefolgt von einer Abfahrt und schon kam die nächste. Ein Rythmus finden? Keine Chance – im Gegenteil – das „Sich-Leid-tun“ findet einem. Wir kamen nicht vorwärts – gurkten so vor uns her und fragten uns, was der Tag noch so für uns bereit hat…….. oh noch sehr viel – nichts von dem was wir erwartet hatten, eben das Unerwartete.

60 km, wir folgen den Ufern eines See’s und da steht der Sprinter – hallejuia – kurz durchschnaufen und mental durchlüften (der Tacho zeigte bereits 850 Hm an – soviel zu einer lockeren Überführungsetappe). Was haben sie sich heute für uns ausgedacht?  Es war aufgedeckt an der Beach, mit Blick aufs Wasser und sitzend im Sandstrand (vgl. die Fotos).  Wer will da nicht sitzen bleiben und es sich einfach gut gehen lassen? Ja wir zwei Dummen. Nach 20’ ging es weiter, wohl gestärkt, doch sehnsüchtig. Als ob der Landschaftsgärtner auf uns gewartet hatte, denn nun ging es los mit den grossen  „Spässli“ und den Tunnels – bis um 15h00 (Mittagshalt bei Km 110) sind schon fast 2’000 Hm erklommen und 12 Km Tunnel passiert.

Die Tunnels! Per dato haben wir uns nicht so wirklich foutiert, ob nun ein Verbotsschild stand oder nicht, denn eine Umfahrung kam uns nie so wirklich gelegen und auch nicht immer haben wir die Schilder gesehen……

Da standen wir nun vor einem Tunnel und bei der Anfahrt sah ich ein Schild mit der angegebenen Umfahrung – ein Killer. Mägi meinte nur: „ja wollen wir nun etwas Neues anfangen und da müssen wir ja voll über den Berg“. Entscheid – wir greifen den Tunnel an. Ach ja, da war noch das Warnschild. „Gas in tunnel“

Wir fahren rein und so gleich beginnt die Steigung – wie sich herausstellte, immer zwischen 5%-8%. Irgendwie haben wir nicht mitbekommen wie lange der Tunnel ist. Die gute Nachricht: Maximus und Mr. X (der Namen fehlt ja noch) haben hinten und vorne Licht.

Mägi übernahm die Führungsarbeit (er ist ja auch unser Bergfloh) und ich hatte nur ein Ziel – das Hinterrad nicht zu verlieren. Dieser Tunnel ist 5 Km lang und geht einfach kerzengerade durch den Berg hoch – man sieht die Lichter ewig auf einem zukommen. Es ist ein ganz spezielles Erlebnis, wenn man die Frontlichter auf sich zukommen sieht, von einem schwach beleuchteten Tunnel umgeben ist und man nichts hört, ausser dem eigenen Atem und dem Geräusch der Fahrräder. Plötzlich kommt dann das Rauschen vom Luftzug, der durch das Auto so vor sich „her gedrückt“ wird, gefolgt vom Fahrgeräusch der Räder. Beim Passieren wird es dann laut und bald herrscht wieder totale Stille. Noch nie in meinem Leben bin ich so schnell einen Berg hinauf gefahren und schon gar nicht in einem Tunnel. Das war wohl ein Adrenalinkick – Kräfte werden frei und das Hirn ist fokussiert, bringt jeden Muskel dazu mit dem anderen zusammen zu arbeiten – da sind keine Ausnahmen mehr erlaubt – alle arbeiten am gleichen Ziel.

Ganz ehrlich, beide waren wir sehr froh am anderen Ende heil herausgekommen zu sein – obwohl uns draussen Regen und 9 Grad erwartete. Nun waren wirklich sehr viele „Körner in den Beinen“ gefragt, da es munter rauf und runter ging und wir immer wieder durch Tunnels fuhren.  Auch das ging vorbei und mit einem big smile im Gesicht  erreichten wir die Begleiter Crew, die uns grossen Respekt für das Geleistete zollten. Sie seien in Gedanken bei uns gewesen und hätten uns wohltuende Gedanken gesandt. Danke – wir haben es gespürt und geschätzt. Trockene und wärmere Kleider waren angesagt für den Endspurt. Und da war noch das Menue surprise von Franziska (sieht Blog). Wie sich herausstellte waren das richtige „Beinöffner-Brötli“, denn Mägi entwickelte einen Power auf der Weiterfahrt – unheimlich. Die Km wurden „gefressen“ und ich fand mich mitten im aktiven Überlebenstraining am Hinterrad von Mägi. Das macht eben ein gutes Team aus, wenn man voneinander profitieren kann.

Die letzten 6 Km zogen sich dann aber wieder für uns beide. Plötzlich war das Sitzen eine Herausforderung, die Kälte schlich sich durch die verschiedenen Schichten und das Ziel wollte einfach nicht kommen. Der Leser weiss – das Ziel kommt immer.

Das war auch ein Tag für Ueli – viele gute Impressionen gaben wir Fotomodels ab – Lachen, Leiden, Regen, Tunnels usw. und dann war da noch die Möwenattacke. Ueli war wohl zu nahe an einem Nest auf der Suche nach dem perfekten Foto und das schätzten diese wohl nicht so.

Nach dem ausgiebigen Nachtessen erhielten wir Besuch von Stefan Wilda (er mit dem SMS vom Morgen) und Luca, die extra für uns mehr als vier Stunden Anfahrt auf sich genommen haben. Zusammen haben wir viel gelacht und „Räubergeschichten“ ausgetauscht – herrlich.

Nun geniesse ich den ersten Ruhetag in vollen Zügen, lasse die erste Woche (mehr als 1’000 gefahrenen Km, über 10’000 Hm und unbezahlbaren Erinnerungen) Revue passieren. What a great week!

Fazit:  Höhenmeter – Tunnel – Regen – angereiste Freunde

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Etappe 5 – gesponsert von Honegger Gottfried – 185 Km / 2’030 Hm

Start:                                                 09h00 Setermoen

Ziel (Ankunftszeit):                                18h30   Storjord

Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):            6h55  / 30h18

Durchschnitt:                                   26.8 Km / Std

Gefahrene KM (Tag/Total)*:                185 Km / 849 Km

Absolvierte HM (Tag/Total)*:               2’030 Hm / 8’128 Hm

*Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden

Erste Spontanspende, erste Fans am Strassenrand, warum mental Dämme brechen? 2. & 3. Panne – was läuft hier? Erste Benutzung einer Fähre.

Huch heute bin ich aber spät dran – es ist schon 23h30 und ich habe erst jetzt meine Notizen und Gedanken sortiert für das Schreiben – wie kam es dazu? Ich kann es bereits vorweg nehmen – es war ein wieder ein Tag für den es sich lohnt zu leben – einfach nur schön.

Franziska und Klaus haben sich offensichtlich auf die Fahnen geschrieben uns jeden Tag in irgend einer Form zu überraschen – was für ein cooler Vorsatz. Heute wurde das Frühstück auf einem Buffet serviert – „à la mode de Cabin’s“ (draussen vor den Cabins). Stellt Euch folgendes vor: Der Tag ist erwacht und der Nebel, der in der Nacht vom Fluss herauf gekommen ist, liegt noch über den Cabins, es ist knapp 10 Grad und wir kommen das Frühstück so serviert. Selbstverständlich mit frischem Kaffee und warmen Eiern – alles gekocht im Sprinter, unserem mobilen Hotel.

Um 09h00 ging es auf die geplante 185km Etappe, etwas wärmer angezogen und noch immer im leichten Nebel. Was ist nun los? Marcus scheint das linke Müsli vom Buffet erhalten zu haben und ich das von rechts, denn er hat Beine – ich glaube es ja gar nicht. Wie eine Nähmaschine fliegen seine Beine und er führt uns mit über 35 Sachen dem Fluss entlang. So nach einer Stunde fragte ich einmal nach wie es dann so da vorne laufe – Standardantwort von meinem copain: „was häsch, das häsch und es ist doch ein gutes Gefühl nach 2 Std. über 60 km auf dem Tacho zu sehen.

Habe gerade bei Ueli nachgefragt, ob er an einem Grossauftrag arbeite, denn ich habe seine Fotos noch nicht und es ist nun Mitternacht. Seine Antwort per SMS: „ Bin dran, etwas aufwendig“. Kann ich sehr gut verstehen, denn er hatte auch eine Überraschung für uns breit. Aus seinem Beifahrersitz hat er mit dem Stativ eine Konstruktion gebaut, so dass er uns beim Vorbeifahren, d.h. links Überholen, fotografieren und filmen kann – seht selber.

Da war es wieder – das Geräusch an meinem Maximus….. Marcus kann es sich nicht erklären und verspricht Besserung bei der nächsten Pause, die dann bei wunderbarem Sonnenschein nach 63 km, Nebeldurchquerungen, 9 Grad und 750 Hm, stattfand. Sofort ging Marcus ans Werk und ersetzte kurzerhand das beschädigte Tretlager unter den bewundernden Blicken von uns allen.

Etwas hinter der Marschtabelle ging es weiter und Maximus „schnurrte“ nur noch so vor sich hin und wir waren happy – denkste!!! Nächste Steigung und wieder begann es….. Lösung noch offen.

Wenn ich es schon von unseren Kampfgefährten habe – danke für die Namensvorschläge, die per dato eingegangen sind: Ludmilla, Somara, Spartacus, Silberpfeil, Pfnüdel, Göpf und King Kong – cool!

Nach einer Woche fernab von der Zivilisation ist es leicht befremdend in eine Stadt wie Narvik reinzufahren – ist noch ein spezielles Gefühl – wow Hochhäuser und soviel Verkehr (immer im Vergleich zu den sonstigen Städten in Norwegen).  Zum Glück waren wir sehr bald wieder draussen in der Wildnis und sogen diese, sich immer wieder verändernden Landschaften, rein.

Marcus war immer noch in der beneidenswerten Form und gab vorne Gutzi. Wenn es jeweils etwas runter ging, dann waren meine „Kilos-Fliehkraft“ immer sehr gefragt – big boy keep rolling.  Mittagessen war bei Km 125 geplant und so war auch unser Mindset, dh. alles in Körper und Geist ist auf diese definierte, magische Zahl ausgerichtet. Diese Fjorde und Berge sind fantastisch, wunderschön, nein einfach unbeschreiblich, doch so ab km 120 sieht man das nicht mehr, denn der Geist und Körper ist auf das Ziel fokussiert und die interne Tankanlage blinkt bereits rot!!!! Das ging mir so durch den Kopf und dann schaut mich Marcus bei der Ablösung an und spricht vom gleichen Phänomen – was sind wir nur für ein cooles Team – beide haben offensichtlich die gleiche Tankgrösse und -Anzeige. Aber es ist schon spannend, wie plötzlich mental die Dämme brechen und der Schmerz scheinbar überall zu sein scheint. Das sind dann die Momente, wo Dinge geschehen oder gesagt werden, die nicht Teamfördernd sind. Im Spass meinte Marcus: „heute Abend muss es eine scharfe Teamsitzung geben, das muss ein für alle mal geklärt werden 🙂 – ach ja wir sind mittlerweile bei Km 130 und der Mercedes ist nicht in Sicht.

Km 133 da steht er endlich, der Rettungswagen und alles ist vergessen und vor allem als wir den gedeckten Tisch sahen…… frische Lachsbrötli und Gurkennusssalat spezial – the burner. Beide füllten wir die Tanks für den Endspurt.

Kaum zu glauben – ein „Schleicher“ an meinem Hinterrad. Wieder Schlauchwechsel – es sieht nach einer Woche so aus, als ob ich in der Pannenstatistik verlieren werde….. In null Komma nichts war der Schaden repariert, der Mercedes auch vor Ort für das Aufpumpen – schon noch cool, wenn man einen mobilen Kompressor in der Nähe hat – danke Mercedes für die Weitsicht bei der Planung.

Ach ja, da waren ja noch einige Höhenmeter zu absolvieren. Unglaublich, wir bewegen uns immer zwischen 0 und 400 Meter über Meer und am Ende eines Tages wie heute summieren sich über 2’000 Hm – Zusammengefasst: „ zum Spässli no äs Pässli“

Die letzten 20 km waren eine Augenweide – Berge, Hügel, Wasser, Fjorde, Inseln und Brücken – sieht selber auf den Fotos. Ziel war der Hafen von Skarberget, um mit der Fähre zu übersetzen nach Bognes. Wow, was für eine Kolonne – wir trafen alle wieder an, die uns in der letzten Stunde irgendwo überholt hatten, als wir locker und lässig am Stau vorbeifuhren (darunter auch dem Mercedes und Ueli).

Ohne Gepäck erreichten wir Radfahrer das Hotel um 18h30 (auf den letzten 5 km begann es auch noch zu regnen – the full treatment for us), bezogen das Zimmer, duschten gemütlich, dehnten unsere Haxen und schauten TV. Es finden gerade die norwegischen Schützenmeisterschaften (Landesskytterstevnet)statt (ein riesen Event, der wir passiert haben), war der Grund für den Stau vor der Fähre.

20h15 waren wir wieder alle zusammen, genossen das Nachtessen und einmal mehr eine nachhaltige Gesprächsrunde.

Noch zwei weitere Highlights vom Tag. Dank meinem Platten musste Ueli etwas länger warten an seinem Spot für das perfekte Foto und da wurde er von einer jungen Familie angesprochen. Als wir dann vorbeirauschten sassen alle am Strassenrand (die filmende Mutter mit drei kleinen, strahlenden und winkenden Kindern) – unsere ersten Fan’s.

Weiter ging es beim Nachtessen, als uns ein älteres, englisches Töfffahrerpaar ansprach. Nach einem sympathischen Gespräch verabschiedeten wir uns und beim Weggehen drückte sie mir eine Spende in die Hände – die erste Spende in EUR – so lieb.

An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle, die in die Tasten greifen und unsere Blog’s kommentieren. Es ist für uns am Abend immer ein totaler Genuss, diese zu lesen und zu merken, dass wir Emotionen auslösen. Natürlich hoffen wir, dass noch ganz viele unseren Worten folgen, sich erfreuen und ihren Tagesablauf anpassen (Aufstehen, Computer rauffahren, Kaffee rauslassen und dann Bloglesen).

Fazit: Berührende Momente und immer wieder Überraschungen unserer Crew. Der „Tank“ ist nicht endlos und das vor allem nach mehrtätigen Etappen.

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Etappe 4 – gesponsert von Reto Hossli – 130 Km / 898 Hm

Start:                                                        10h30 Skibotn

Ziel (Ankunftszeit):                                16h45            Setermoen

Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):            4h45  / 23h26

Durchschnitt:                                   27.2 Km / Std

Gefahrene KM (Tag/Total)*:                130 Km / 664 Km

Absolvierte HM (Tag/Total)*:               898 Hm / 6’098 Hm

*Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden

Late start für Erholungsetappe – Regen für coole Fotos – 1. Panne – Cabin’s sind zweckmässig und sehr einfach – cooler groove

Gestern wurde es dann doch noch sehr früh – 01H30 – bis wir die Lichter gelöscht haben. Irgendwie ist es unglaublich wie jeweils die Zeit einfach so verrinnt und da es nicht dunkel wird, fällt es einem auch nicht so auf. Dazu kommt, dass wir nach einer solchen super Tour auch sehr „aufgekratzt“ und einfach gut drauf sind, was man sicher im Blog irgendwie auch mitbekommt – oder?

Wir haben gestern realisiert, dass wir mit dem neuen Ziel Oslo (nicht mehr Bergen) auch einiges an Km einsparen – keine Angst es sind immer noch sehr viele. Für uns heisst das nun noch im Durchschnitt ca. 140 km pro Tag fahren und das sind ja so quasi Sonntagsausfahrten…..

Frühstück war auf 09h00 angesetzt – wir gönnten uns etwas mehr Ruhe. Ich glaube letzte Nacht habe ich mich nicht einmal bewegt im Schlaf, das Bett sah am Morgen wie unbenutzt aus – war ich wohl etwas auf den Felgen? – zur Beruhigung: heute Mental eine 4, Körper eine 3 – ja so ist das, ich bewege mich zur Zeit nicht mehr wie ein junger Hund.

In Klaus und Franziska’s  Bungalow war aufgetischt und wir wurden einmal mehr verwöhnt. Weil es draussen regnete, blieben wir etwas länger sitzen und fuhren erst um 10h30 los. Irgendwie wollten wir verhindern A) nass zu werden und B) dass die Rennräder wieder schmutzig werden.

A propos Rennräder: wir fuhren los (mehr darüber etwas später) und bald begann eine Diskussion über die Namen unserer treuen Gefährten. Bekanntlich heisst meiner Maximus (er ist ebenfalls so heroisch wie die Hauptfigur im Film „Gladiator“). Zu meiner ganz grossen Überraschung hat Marcus Velo keinen Namen – wie kann das sein??

Es ging hin und her von „Trückli“, „Tarzan“ über „Machine“ und am Ende blieb nichts übrig: mein Vorschlag: „Cameleon“, so kann Marcus den Namen immer wieder anpassen…. Vielleicht habt Ihr ja noch eine gute Idee und wir können dann in Oslo eine Taufe veranstalten.

Ja das Anfahren heute morgen, ging alles andere als flockig…. Bis ich den richtigen Sitz gefunden habe und die Beine so einigermaßen zu drehen begannen, hat es schon ein wenig gedauert. Marcus hatte auch so seine liebe Mühe den richtigen (schmerzreduzierten) Sitz zu finden. Sobald eine Gegensteigung kam, erhielten unsere Großhirne ganz viele Meldungen aus den Beinen – keine war ein Lob oder ein Hurraschrei. Darum wird das Einfahren immer mehr an Bedeutung gewinnen. Ja lassen wir das, nach einer Stunde herrschte wieder „courant normal“ auf dem Sattel und in den Beinen.

Wir fuhren nur kurz auf der E6 und bogen dann in die E87 ein. Gemäss Karte etwas kürzer und weniger befahren. Das stimmt und mir ist auch klar warum? Als ich den Belag sah, kamen mir Erinnerungen an die Route 66 auf – ein Schüttelbecher von Strasse. Eigentlich wollte ich schon die Umkehr vorschlagen, doch Marcus schien so motiviert und happy, da blieb mir nur noch das Schweigen. Es dauerte nicht lange, da begann die Strasse anzusteigen und leichter Regen setzte ein. Wo ist eigentlich Ueli – nun sind wir schon 40 km unterwegs und keine Fotos – ist er uns bereits leid? Er ist aber wie ein Wetter-App – wo es regnet, da steht er und freut sich, dass er nun super Fotos machen kann  – wenn dann nicht ein Pöstler mit seinem Auto, das Superfoto verhindert hätte. Anmerkung: Ueli wünscht uns keinen Regen, im Gegenteil.

Landschaftlich war diese E87 mit dem Tirol vergleichbar – folgend einem Fluss und links und rechts hat es Berge und ganz viel grün.

Während gut 30 Min fuhren wir durch den Regen und gleichzeitig schien auch die Sonne – super Stimmung (vgl. die Bilder).  Nach 60 km gab es einen „Zwipf“ (für alle nicht AdA – Angehörigen der Armee) das ist eine Zwischenverpflegung. Gleichzeitig zogen wir uns trockene Kleider an und die Gondelfahrt ging weiter. Es ist einfach Luxus pur, wenn man sich etwas Warmes anziehen kann und dann auch noch verpflegt wird. Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: DANKE Klaus und Franziska.

Flott ging es weiter – next stopp nach 108 km für Lunch – okay das war so um 15h15.

Kurz vor dem Ziel läutete mein Natel : Ueli – „wo seit ihr und wo ist Klaus?“ Wir hatten auch keine Ahnung, doch wir sahen ihn um die nächste Kurve in ca 400 m Distanz. Mit dem Auflegen hörte ich einen anderes Geräusch – Pffffffff – oh nein der erste Platten. Ah, das ist ja kein Problem – wir haben ja den Profimechaniker dabei. Marcus und ich schauten uns an, sahen Ueli und was für ein Gedanke kam uns?  …..der hat Nägel gestreut, damit er weitere Actionfotos machen kann von uns! Zu seiner Verteidigung: so verdattert wie er geschaut hat, als wir spazierend zu seinem Auto kamen, bestätigt seine Unschuld. 1,2,3 und schon war die Panne behoben und wir konnten die restlichen ca. 350 m bis zum Camper noch fahren – unglaublich wie das wieder gepasst hat.

Die Sonne scheint, der Tisch und die Stühle stehen für uns Athleten breit und was war das Menü heute? Tomaten – Mozzarella Salat, Crevettencocktail (das könnte die neue Geheimdoping auf dem Velo sein), sowie Käse, Nüsse und Brot – ein Traum.

Endspurt – noch knapp 40 Km bis zum Camping. Gut gelaunt, wieder etwas steif und auf der Suche nach der idealen Sitzposition, fuhren wir los. Was für eine Überraschung, es waren dann nur noch 22 Km  – das ist immer besser so als umgekehrt.

Ach ja, mittlerweile sind wir auf der Karte (die auf dem Mercedes ist) bereits im Fensterecken, rechts oben, angekommen – nun ist es ja nicht mehr so weit bis Gibraltar…..

Heute übernachten wir nicht 3 Sterne, eher 0 Sterne mit viel Erinnerungspotential, doch immer noch besser als Zelten….. Cool war das chillen vor der Cabin beim Retablieren und Bier trinken. Es hat ein Restaurant in der Nähe und wir haben da wunderbar gespiessen – nachdem wir alle etwas aus der norwegischen Speisekarte ausgesucht haben…..

Noch ein Wort zum Abschluss: „ja wir lassen uns Playoff-Bärte wachsen“ Warum? Weil wir so noch besser und cooler aussehen……. oder so 🙂

Noch etwas in eigener Sache: die kommende Etappe 6 ist noch offen für einen Sponsor!!!!

Fazit:  Regen gibt schöne Fotos – Gondeln hat seinen Reitz und hilft bei der Aktiverholung. Essen und Stimmung hervorragend. Übernachten in 0-Sterne Cabins wird unvergesslich bleiben. Last but not least: wir haben noch keinen passenden Namen für die Rennmaschine von Marcus

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Etappe 3

Départ:                                0930 h

Arrivée:                                1745h

Durée du trajet:                 7h 33 min

Kilomètre parcourru:       211 km / totale des trois jours 534 km

Dénivelé:                             2044 m / total 5200 m

Vitesse en moyenne:        27,5 km/h

Le jour 3 et toujours difficile, les jambes sont fatigue le risque d’accident est élevé! Mais pas pour nous, il faut montrer au corps qui est le chef! Le plan était de regagner les kilomètres du premier jour. Cela veut dire, au moins 205 km à parcourir. Les prévisions étaient pas trop mal – nous pensions. Juste après le départ les premières gouttes et la première pente et 8°C.

Ueli notre photographe adore ces conditions, pluie, froid, douleurs, le résultat des photos et le meilleur. Aujourd’hui il voulait essayer de nous photographier dans la voiture qui roule devant nous. Il est toujours encore à la rechèrche de la photo parfaite.

Et effectivement après 55 km et 1050m de dénivelé nous sommes arrivés à un point de vue extraordinaire (voir les photos).

Prochain arrêt à 125 km. Le temps est en train de ce arranger et nous décidons après avoir cassé la croute de continuer pour la première fois en cuissard court.

La température est entre 14 et 20°. Mais toujours du vent, des nuages et la vue sur les glaciers qui sont environs 300m plus haut en haltitude – ce qui nous rassure pas vraiment. Mais il y a juste encore 80 km à pédaler…..

Mentalement un défi assez spécial nous attendait. Pour avancer de juste 1km nous étions obligé de contourner un fiord de 25km de longuer. Cela veut dire 50 km pour 1 km!!!

Les derniers 30 km étaient plus vraiment nécessaire, on était vraiment cuit!

Arrivé finalement au camping les bières étaient déjà prêtes – malheureusement sans alcool mais c’était bon quand même!

Etappe 4

Départ:                                1030 h

Arrivée:                                1645h

Durée du trajet:                 4h 45 min

Kilomètre parcourru:       130 km / totale des trois jours 664 km

Dénivelé:                             898 m / total 6’098 m

Vitesse en moyenne:        27,2 km/h

Départ retardé par la pluie et par les jambes très fatigues. Les nuits sont si claires qu’on oublie qu’il est tard, alors hier par exemple nous nous sommes couchés à 1 h30. Ce matin on a pris le déjeuner tranquillement à 09 heures. A 10.30h nous sommes montés sur nos selles pour parcourir une étape bien plus courte. Les premiers kilomètres étaient difficile, tout nous faisait mal après la longue journée de hier. Le paysage encore complètement différent et pas de maison pas de village – rien, juste la nature. Et juste après, la pluie de nouveau. Mais au moins il faisait plus très froid, mais 30 min de pluie c’est trop! Alors au premier arrêt après 60 km changer les habits et manger!

Le prochain arrêt était prévu à 108 km pour casser la croute, il était déjà 15h15. Une petite crevaison mais sinon pas de problème, sauf les jambes et les fesses. Alors aujourd’hui j’avais mal!

Finalement l’étape était términé après 130 km et celà nous dérangeait pas du tout.

Camping sale et vraiment minable, mais le steak dans un restaurant de Ren était extra.

A la prochaine……

Etappe 3 – gesponsert von Heinz Geisser – 211 Km / 2’044 Hm

Start:                                                         09h30 Langfjordbotn

Ziel (Ankunftszeit):                                17h45  Skibotn

Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):            7h33  / 18h41

Durchschnitt:                                   27.1 Km / Std

Gefahrene KM (Tag/Total)*:                211 Km / 534 Km

Absolvierte HM (Tag/Total)*:               2’044 Hm / 5’200 Hm

*Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden

Sonnenschein – zum ersten Mal in kurzen Hosen. Dynamisches Fotografieren. Mentale Stärke – leere Tanks. Erste Etappe über 200 km  

Daten organisiert, Fotos aussortiert, Notizen bereit und nun geht es zum Blogschreiben – wo ist Marcus? Ach ja, der ist ja in der Werkstatt (neben dem Mercedes hat er einen mobilen Reparaturständer aufgestellt) und macht den Service an unseren Rennmaschinen – mein Maximus dankt es ihm, hat er doch heute sehr viele Laute von sich gegeben….. Das musste ich noch kurz Fotografieren, denn um 22h00 wird normalerweise in der Werkstatt nicht mehr gearbeitet. Bewundernd schaue ich etwas zu und dann schaut mich Marcus von unten an: „ich gehe davon aus, dass Du in Zukunft etwas vorsichtiger bist beim Trinken aus den Bidons, denn ich hatte das Gefühl einen Tripp Trapp geputzt zu haben!“ Soviel zur Arbeitsteilung.

Wir alle wissen, dass wir in den Skiferien am dritten Tag vorsichtig agieren sollten, da man müde ist nach zwei Tagen Skifahren und so das Unfallrisiko steigt. Bei uns Radfahrer ist das anders: dem Körper gleich zeigen wer der Chef ist auf der Tour! So war der Plan, den eingehandelten Gap zur Marschroute heute zu schliessen, d.h. die Etappe wird 205 km mit ein paar Höhenmeter. Wettervorhersage war okay – denkste! Kaum aus dem Camping losgefahren, begann es zu tropfen und zu allem Elend auch gleich zu steigen – als ob ich es geahnt hätte – kurzer Rückblick auf 07h15.

Ich erwache und sofort, noch im Liegen, beginnt der interne Body Scan: was tut, wie weh oder habe ich gar keine Schmerzen und wie ist das mentale Befinden….. ganz viele Fragen, die den weiteren Verlauf des Tages bestimmen werden. Ich bin heute bei der Analyse zu folgenden Ergebnissen gekommen (Skala: 1 sehr schlecht – 6 sehr gut / ich könnte fliegen): Mental 3, Körper 3 – bei Markus gab es zweimal eine 4.

Also zurück zum beginnenden Regen und Anstieg. Mit dem bekannten Resultat der Bodyanalyse von 2x einer 3, geht es bei solchen Rahmenbedingungen nicht sehr lange und schon will das Selbstmitleid in Dein Kopf rein und sich so schön fett breit machen….. no way Jose – hier bin immer ich noch der Chef – Kopf runter, Markus anhängen und weiter.

Von Ueli wussten wir, dass es einmal (mehr dazu später, denn Ueli scheint Steigungen zu vergessen in der Euphorie) etwas rauf gehen wird und er dann aus dem Kofferraum uns fotografieren will, während Franziska das Auto fährt. Die Steigung kommt und von da an haben wir den Fotografen vor uns, der mit allem was er hat, das perfekte Foto von uns will – was heisst, schweissüberströmt, leidend usw. Auf dem Gipfel fragten wir Ueli wo nun diese spektakuläre Aussicht auf den Fjord sei? Da meinte er, dass er sich wohl um einen Hügel vertan hätte und dieser erst noch komme und wie recht er hatte.

Also mit über 60 Sachen hinunter und rein in die nächste Steigung. Ueli hatte nicht zu viel versprochen. Während dem ganzen Aufstieg fuhr der Fotoexpress vor uns her und mittlerweile gab es auch Schweisstropfen zum Fotografieren…..  Nach 55 km und 1’050 hm erwartet uns eine traumhafte Aussicht auf diese Fjorde – in Worte fassen? Keine Chance – schaut bei den Fotos. (Während ich schreibe ist Ueli an der Fotoauswahl und –Bearbeitung der rund 700 Fotos, die er an einem normalen „Arbeitstag“ mit dem JMZ-Team schiesst).

Next stopp – 125 km! Mittlerweile zeigte sich die Sonne und das Rollen den Fjorden entlang wurde immer schöner – nicht weniger anstrengend. Langsam leerten sich unsere Tanks und wir plangten auf den Mercedes, resp. auf die Kochkünste von Franziska und Klaus. Endlich bei 127 km sahen wir bereits von weitem das Auto und das wunderbar angerichtet Essen und Trinken für uns. Blick auf den Fjord, den Bergen im Hintergrund und zum ersten Mal die scheinende und wärmende Sonne – wollen wir wirklich weiter fahren??? Es sind ja nur noch 80 km, die Sonne scheint, wir sind in kurzen Hosen ready for action, Ueli hat die Kameras verpackt und los geht es. Klaus und Franziska geben wir „frei“ für den Rest vom Nachmittag, so dass sie am Zielort die Cabins beziehen können.

Auf der Karte könnt Ihr Leser sehen, dass in Olderdalen wohl eine Fähre ist, diese dummerweise nicht die andere Seite vom Fjord anfährt und das für uns einen Umweg von mehr als 50 Km bedeutete. So lernt man Demut – für 500 m Luftlinie einen Umweg von diesem Ausmass zu machen und dabei noch Gegenwind zu haben. Marcus Kommentar, als wir in den gezwungenen Umweg (Fjord) einbogen: „Jetzt müssen wir mental stark sein, sehr stark also quasi mentaly strong“. Er sollte Recht behalten, denn diese 50+ Km hatten es in sich, denn es hatte noch drei Tunnels, die eigentlich verboten waren zu durchfahren per Rennrad und da fahren wir dann immer „Vollgutzi“.

Die letzten 30 km waren touhg oder einfach zu viel!! Es war offensichtlich noch nicht vorbei mit der geforderten mentalen Stärke! Ueli munterte uns immer wieder auf, wenn er wieder irgendwo am Strassenrand mit seinen „pictures machines“ stand und uns irgendwie in diese „reinzog“. Für ihn musste es ein Paradies gewesen sein, denn unsere Gesichter haben die Anstrengung und die leeren Tänke nicht mehr verbergen können. „Jä nu, äs isch wiäs isch“ – da mussten wir durch und um 17h45 standen wir vor unser Cabin – einem 2-Zimmerbungalow und Klaus, der für uns alle ein eisgekühltes Clausthaler vorbereitet hatte.

Last but not least: Während wir am strampeln und kämpfen sind, wird munter gespendet, danke allen heutigen Spender – Ihr macht einen Unterschied. Wenn jeder Tag so erfolgreich läuft, dann erreichen wir die gewünschten CHF 100’000.–

Fazit: zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal wird die mentale Stärke gefragt sein. Sonnenschein gibt den Anstrengungen einen ganz anderen Rahmen und wir sind sehr stolz auf das Geleistete. Life is good!

Bildschirmfoto 2016-08-03 um 21.06.13

Etappe 2 – gesponsert Markus Grunder – 187 Km / 1’706 HmEtappe 2 – gesponsert Markus Grunder – 187 Km / 1’706 Hm

Start:                                                             09h30            Russenes

Ziel (Ankunftszeit):                                    16h45             Langfjordbotn

Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):               6h11  / 11h08

Durchschnitt:                                              29.4 Km / Std

Gefahrene KM (Tag/Total)*:                   187 Km / 323 Km

Absolvierte HM (Tag/Total)*:              1’706 Hm / 3’156 Hm

*Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden

Freude herrscht – Marcus ist wieder der Alte und kann wieder voll in die Pedalen treten. Regen und Wolken begleiteten uns den ganzen Tag. Sind fast wieder in line mit dem original Routenplan. Fotograf und das Begleiterteam steigern sich von Stunde zu Stunde.

Entgegen den Vorhersagen vom Wetter-App regnete es heute Morgen immer noch leicht und alles war nass – huch – so haben wir das aber nicht bestellt nach dem gestrigen Traumtag. Einer unter uns freute das, denn er verfolgt andere Ziele….

Nach einer Nacht in einem Doppelzimmer, das eher einem Kinderzimmer aus den 70er Jahren entsprach, als den Bedürfnissen von zwei Erwachsenen: Breite 2m, Länge 4m und da sollen zwei Athleten und vier Sporttaschen, die Waag usw. Platz haben…. ach ja, die Kleider zum Trocknen habe ich noch vergessen. Aber wie immer, irgendwie geht es immer und in einem Zelt übernachten wäre keine bessere Variante gewesen.

The head line of the day: Marcus ist wieder gesund und steht mit mir wieder in der Radfahrerphalanx – zu 100% können wir nun wieder zusammen allen Gegnern (Km, Hm, Wetter usw.) standhalten. Und wie gut es ihm geht – wir sind nur so geflogen über den wunderbaren Asphalt: die ersten 95 km und 960 hm mit einem 30.4 Schnitt.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den gestern eingehandelten Rückstand auf die Marschtabelle wieder etwas zu schliessen und darum waren mindestens 170 km gefordert.

In Gedanken und mit der bewährten 5 Km – Ablösungen (einer ist während 5 Km vorne, während der andere sich im Windschatten „ausruhen“ kann) rauschten wir durch die Gegend, immer folgend einem Fluss und einer Landschaft, die uns an Norwegen erinnert – logisch. Plötzlich steht Klaus am Strassenrand und winkt uns auf einen Parkplatz – oh was ist passiert? Eine Pause kann es ja noch nicht sein, denn unser Tacho zeigt ja erst 37 km an??? Doch! Es ist eine Kurzpause mit Kiwi, Bananen und heissem Tee. Wenn für uns auch überraschend, so haben wir es geschätzt so umsorgt zu sein. Wir hatten so auch die Möglichkeit unser Tenue den neuen Verhältnissen anzupassen – was leider nicht das einzige mal gewesen ist im Verlauf der Tour.

Ueli, der Fotograf, will das perfekte Foto und vielleicht gelingt ihm das mit uns als den unique model’s. Immer wieder steht er am Strassenrand und macht Foto’s und gibt uns „Anweisungen“ beim Vorbeifahren mit seinem Mietwagen. Wir denken uns von Stunde zu Stunde in diese Rolle rein, die uns dabei auch noch riesen Spass macht.  Wie ihr Leser sicher festgestellt habt, sind die Fotos von unerwarteter Qualität und Aussagekraft – ja so ist das, wenn eine leidenschaftlicher Fotograf am Werk ist. Ueli – danke Dir für deinen unbezahlbaren Beitrag zum Gelingen von diesem Abenteuer, auch wenn Du Dir Regen gewünscht hast für gute Fotos. Bitte liebe Leser schaut auch immer in der Galerie die Fotos an, denn wir können nicht alle im Blog raufladen.

Kurz vor dem Stadteingang von Alto, nach etwas mehr als 90 km stand unser Mercedes. Bis dorthin haben wir sonst keine Menschensiedlung durchfahren – nur Natur. Klaus und Franziska haben alles für einen super Lunch hergerichtet und uns verwöhnt – da könnte sich so manches 4-Stern Hotel eine Scheibe abschneiden. Wir, die Gäste, stehen im Mittelpunkt und können uns um unsere Belange kümmern – wie zum Bsp. das ganze Tenue zu wechseln, da alles durchgeschwitzt und nass war, was bei 9 Grad nicht so angenehm ist. U.a. gestärkt mit Essiggurkenwasser (soll super sein gegen Krämpfe) nahmen wir die nächsten 90 Km in Angriff.

Es ging nicht lange und dann begann es zu regnen – Ueli’s Wunsch ging also in Erfüllung und er verdankte es uns mit super Foto’s – seht selbst. An dieser Stelle auch ein Lob und Dank an DexShell, die mit ihren gesponserten Socken, Mützen und Handschuhen dafür sorgten, dass wir trocken blieben – zumindest an den Händen, dem Kopf und den Füssen. Jeder der einmal Militär geleistet hat, weiss wie wunderbar sich das anfühlt.

Der Wind war heute auch wieder primär unser Freund und verhalf uns diese lange Etappe zu meistern, so dass wir um 17h00 auf dem Campingplatz ankamen. Klaus & Franziska, unsere Organisationstalente, haben für uns Radfahrer ein kleines Haus gemietet – the burner im Vergleich zu gestern. Wir haben Platz ohne Ende, so dass alle unsere Kleider zum trocknen aufgehängt werden konnten und auch sonst alles super Platz hat.

Retablieren, eine Runde Stretching und Fascienmassage bringt uns vor dem 1 – Gang Gourmetmenue wieder in Schwung. Ja das mit dem Nachtessen war so eine Sache, denn der Camping hat keine Infrastruktur und alles hier in der Umgebung ist auf Selbstversorger eingerichtet, so dass wir uns zum Nachtessen in einer Tankstelle (20km vom Camping entfernt) einfanden. Die Menueauswahl: Burger und Frikadellen als Tagesmenue – kein mindblower, aber es füllte die leeren Tanks und da ist ja immer noch etwas Schoggi und Nüssli, das trösten kann – kein Grund für schlechte Laune.

Ihr Leser sollte uns beiden nun sehen können: wir sitzen wie ein altes, glückliches Ehepaar auf dem Sofa nebeneinander und schreiben den Blog – ich auf deutsch und Marcus simultan an der Französischen Version – ein  Grossteil seiner Verwandtschaft lebt in Frankreich und ist der deutschen Sprache nicht mächtig.

Fazit: Ein gesunder Marcus treibt das JMZ-Team wieder zu Höchstleistungen an. Fotograf und Begleiterpaar übertreffen sich immer wieder. Regen verhalf Ueli zu guten Fotos und wir sind wieder auf Zielkurs in der Marschtabelle.  

Bildschirmfoto 2016-08-02 um 21.45.34

Pour la famille en France:

Départ:                                0930 h

Arrivée:                                1645h

Durée du trajet:                 6h 11 min

Kilomètre parcourru:       187 km / totale des deux jours 323km

Dénivelé:                             1706 m / total 3156 m

Vitesse en moyenne:        29,5 km/h

Nous sommes heureux, Marcus a retrouvé sa forme habituelle. Pluie et beaucoup de nuages nous avons accompagné durant toute la journée. Mais nous avons presque plus de retard sur notre sur notre itinéraire. Notre photographe et notre équipe de voyage fait un boulot excellent.

Ce matin nous sommes parti sous la pluie, tous les apps de météo avions dit le contraire. Tout était mouille et les températures inférieures à 10 ° nous n’ont pas vraiment motivés.

Après une nuit dans une chambre double d’hôtel de 8 m2. Avec notre bagages et nos habits mouillés et plain de sueur – c’était la galère! Mais c’était toujours mieux que passer la nuit dans la tente.

L’étappe d’hier était déjà une émotion incroyable, d’une part ce paysage d’une autre part le défi que nous parcourons!

L’étape d’aujourd’hui était encore incroyable. Un paysage totalement different, difficile à pédaler mais avec des images inoubliables. Pendant les premiers 90 km nous ne sommes jamais passez dans un village!

Nous avions le but de regagner le temps perdu de hier, alors min. 170 km. Nous nous sommes reliés tous les 5 km pour maintenir une moyenne pour arriver à notre but.

Après 100 km à Alto le deuxième arrêt, après un petit arrêt à 50 km lors nous buvions du jus de cornichon (bon contre les crampes), nous avons cassé la croute et étions obligé de nous changer car nous étions tout mouillé et avec ces températures on prend tout de suite froid.

Ueli, notre photographe cherche la photo parfaite – mais franchement, les photos sont déjà géniales et nous sommes très heureux de l’avoir avec nous.

Alors ce soir Andreas et moi sont assis dans notre petite maison sur un camping à Langfjordbotn et écrivons notre blog. Lui en almend moi la traduction en français – d’ailleurs veuillez excuser mes fautes en orthographe. Et considérez aussi qu’il est déjà 23 h et que nous avons déjà bien travaillé aujourd’hui.

Le diner finalement on l’a pris à une station d’essence. Dans les environs de 30 km pas de restaurant! Menue du jour! Boulettes de viande hache inondé dans une sauce dég…. avec une feuille de salade fané. Mais au moins le logement et super, un 3 pièces sur un camping au middle of nowhere!

Alors j’espère que vous lisez tous ma petite traduction et nous sommes très heureux que vous nous suivez attentivement.

A la prochaine sur notre cite…..

Etappe 1 – gesponsert vom Team CS Hypotheken Center – 135 Km / 1’450 Hm

Start:                                                         12h00 am Nordkapp

Ziel (Ankunftszeit):                                16h45

Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):            4.5  / 4.5

Gefahrene KM (Tag/Total):                 135 Km         / 0 Km

Absolvierte HM (Tag/Total):                1’450 Hm      / 1’450 Hm

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Nicht wie im Newsletter angekündigt (an dieser Stelle ein grosses Dankeschön an unseren Gold Partner Koch Kommunikation, die den Versand am Weekend noch organisiert hat) starteten wir um 08h00 am Nordkapp, sondern erst um 12h00.  Wie kam es dazu?

Bewusst haben wir Marcus heute Morgen etwas mehr Zeit gewährt, damit er sich etwas mehr erholen konnte von der Grippe. Da sitze ich im Sessel, tippe so vor mich hin und schaue auf den schlafenden Marcus – „wie wird er sich fühlen, wenn er aufwacht?, will er auf den Sattel steigen? und last but not least: macht es überhaupt Sinn bereits bei der ersten Etappe mit dem Kopf durch die Wand zu gehen?“ Er macht die Augen auf und schaut mich mit leicht glasigen Augen an – „UND?“ Marcus: „kann es noch nicht sagen, muss noch kurz in mich reinhorchen…“ Der lange Rede kurzer Sinn: beim Frühstück wurde entschieden, dass das Abenteuer heute startet um 12h00 am Nordkapp unter der weltberühmten Erdkugel.

Erste Sofortmaßnahme war die Info an unseren „Hof-Fotografen“ Ueli Wydler, damit er vor Ort alles vorbereiten konnte für das erste Fotoshooting. Man glaubt es kaum, doch Ueli Wydler (www.wydlerfoto.ch) ist extra für uns ans Nordkapp gereist, um uns während der Norwegentour fotografisch zu begleiten. Ich kann nur soviel sagen – es sind hammer Foto’s, die Ueli macht.

Klaus und Franziska fuhren uns nun ans sagenumworbene Nordkapp und bei mir und Marcus steigerte sich die Anspannung, Freude und Nervosität mit jedem Kilometer zu gleichen Teilen. Dann sind wir vor der Schranke – steigen aus und besteigen die Rennräder zum ersten Mal – what a moment.

11h45 treffen wir bei der Weltkugel ein und dort steht er – Ueli der Fotograf. Blitzanlage, verschiedene Kameras und der perfekte spot sind da. Ueli weiss, dass wir sehr gerne Foto’s haben, aber nicht Stunden dafür investieren wollen, denn wir sind ja hier um zu Radeln – entsprechend ist Ueli vorbereitet, einfach nur super.

12h00: Marcus und ich schauen uns tief in die Augen – sagen unseren Spruch: „Äs isch wiäs isch – aber sowieso geil“ – und fahren los in Richtung Gibraltar. Es ist kaum zu glauben, die Wettergötter meinen es sehr gut mit uns – Regnete es noch in den letzten Tagen, war es heute traumhaft – Sonne und Wolken mit unbeschreiblichem Licht.

Zügig kommen wir voran, denn es geht ja nur „abwärts“ nach Gibraltar, wie das ja viele unserer Freunde immer wieder festgestellt haben……. Das hatte seine Richtigkeit für die ersten 5 Km und dann begannen die ersten Gegensteigungen, so dass wir bis am Ende erstaunliche 1’450 Hm gemacht haben beim „Abwärtsfahren“.

Zwei, drei Worte noch zu der Landschaft: Unglaublich karg (auf den ersten 100km sahen wir keinen einzigen Baum), schön, unberührt, felsig und vorallem kein Abfall am Strassenrand.

Unsere Begleiter waren die Rentiere und der Wind. Ja der Wind war heute unser ganz grosser Freund und trug uns zeitweise mit 50 KmH in Richtung Süden. Die Ausnahmen waren nur die Gegenseiten von den vielen Fjorden, denn dann hatten wir den Wind im Gesicht und das Tempo sank auf schlappe 20 KmH.

Wir waren heute als Team zum ersten Mal im „Ernstkampf“. An dieser Stelle ein ganz grosses Kompliment an Klaus und Franziska, die den Mercedes gekonnt und zielsicher gelenkt haben. Im richtigen Moment standen sie am Strassenrand und versorgten uns mit dem wohl besten Eierbrötli ever.

Das eigentliche Ziel haben wir nicht erreicht, aber nicht weil Marcus der Grippe Tribut zahlen musste – im Gegenteil, denn am Zielort gab es keine freien Hotelzimmer mehr. Wir wollten nicht bereits am ersten Tag, bei 8 Grad campieren.  Also war nach 135 Km in Russenes Schluss.

Es ist so gut und ein riesen Privileg nun unterwegs zu sein. Marcus und ich haben uns immer wieder angeschaut – verschmitzt gelächelt und uns gefreut wie kleine Kinder. Ach ja, da ist noch der Respekt vor der Distanz und dem Unbekannten, das noch auf uns wartet. Wir leben unseren Traum und werden diesen 1. August wohl nie mehr vergessen.

Fazit: Start mit erschwerten Bedingungen, super Wetter, viel Rückenwind, hammer Stimmung, unglaublichen Fotos und einem sehr guten Teamspirit.

Bildschirmfoto 2016-08-02 um 21.43.39