Start: 09h15 Fauske
Ziel (Ankunftszeit): 16h00 Mo i Rana
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total): 5h31 / 43:34
Durchschnitt: 29.4 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*: 162 Km / 1’169 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*: 1’369 Hm / 12’007 Hm
*Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden
Polarkreis wird passiert – Distanzangaben sind variabel – Wettergötter mit uns – forciertes Verladen
17h30 – ich schaue nach draussen und was sehe ich? Strömender Regen und sich rasch bildende Pfützen – was sah ich heute Morgen um 07h30 beim Aufstehen: genau das Gleiche – also quasi DITO! Was lag dazwischen?
Die Wetterprognosen für heute waren alles andere als vielversprechend, das definierte Ziel 150 km entfernt, und kaum waren wir wach, wurden die Prognosen bestätigt – SCHEi…..!!! Also gut, gehen wir frühstücken und schauen dann, denn es kann ja nicht sein, dass das Wetter folgendes macht: „Veni, vidi, violini – es kam, sah und vergeigt alles“ J (Zitat von Marc – Tom’s Bike).
Abfahrt 09h15: es regnet NICHT mehr – wir schauen in den Himmel und salutieren Thor, den norwegischen Wettergott – Du bist gerade der Beste für uns.
Stefan, unser Besucher vom Samstag gab uns folgender Tourbeschrieb (er fuhr auf dem gleichen Weg wieder nach Schweden zurück) per SMS durch:
„Die beiden Tunnels nach 9 km sind nicht optimal, aber sicher fahrbar (trotz Baustelle)! Beide > 1,2 km und ansteigend. Schöne Küstenstrasse und anschließend vom Fjordende eine gute Straße dem Bach entlang bis zum Nationalparkzentrum (Tankstelle) dann Anstieg rauf zum Fjell/Polarkreis und recht sanft „runter“ nach Mo i Rana. Rund 172km“
Wir hatten die feste Absicht die beiden Tunnels trotz Verbotstafeln zu passieren (es kommt ja vor, dass wir diese Tafeln nicht sehen, weil wir so tief auf dem Lenker liegen), wir wollen ja auch nichts Neues beginnen und jeden Meter für ROKJ und Pro Juventute fahren. Nach 9 km war dann aber Schluss, der Verkehr wurde manuell geregelt und der Mann in orange hatte kein Einsehen für unser Ansinnen – also Verladen in den Mercedes – Augen zu und durch die beiden Tunnels per PS fahren.
Oh, das ist ja ein wunderbares Gefühl, das rollt ja wunderbar und draussen zieht die Landschaft vorbei und wisst ihr was? Es geht erst noch runter, also ein Abschnitt, der unsere Durchschnittsgeschwindigkeit heraufgedrückt hätte. Los lassen, nicht Hintersinnen – vorbeischwimmen lassen…..
Nach den beiden Tunnels (nach 10 Km Verschiebung per Mercedes) stiegen wir aus und fuhren gleich los – CU am Polarkreis J – aus den Augenwinkel sah ich noch wie Ueli auf der Karte die Km am Zusammenzählen war, doch Marcus wollte losfahren und nicht mehr warten – das gestrige „Carboloading“ ist wohl sehr erfolgreich gewesen…..
Genau wie von Stefan beschrieben, trafen wir den Weg an, d.h. die ersten 40 Km gingen sehr flockig voran, leicht ansteigend, doch ideal um mehr als 30 KmH drücken zu können. Wie auf dem untenstehenden Höheprofil ersichtlich ging es dann hinauf bis auf max. 692 MüM – neuer Rekord!
Wir gingen davon aus, so bei Km 66, am Polarkreis zu sein und waren happy unterwegs, denn es lief super – wir hatten starke Beine, was bedeutet, dass der Ruhetag wunderbar gewirkt hat.
Km 61: langsam fährt Ueli an uns vorbei, lässt das Fenster runter und fragt: „was glaubt ihr wie weit es noch geht?“ Marcus „ach noch gut 500 Meter J“, Ueli: „oh nein, wohl eher noch 10 Km oder ein gutes Stückli…..“ Ups! da waren wir – am Berg, mit einem Ziel, das sich soeben „ verschoben“ hat. Und wie auf Knopfdruck begrüßte uns der Gegenwind.
Mittlerweile waren wir auf dem Hochplateau, keine Bäume links und rechts mehr und der Schnee kam immer näher – nur der Polarkreis nicht L
Es war bereits klar, dass wir die Rennstrategie für heute anpassen – von einer „two stopp“ auf eine „one stopp“ Strategie“. Und da war er, der Touristen-Anziehungspunkt: der Polarkreis. Hier stand auch der viel bewunderte Crewwagen mit dem angerichteten Mittagessen XXL – Avocadobrötli (oh mein Gott, das sind doch die Wunderwaffen von Mägi?? – die „Beinöffnerbrötli“), Tomaten-/Essiggurkensalat und Snickers. Tanks füllen, trockene und warme Kleider anziehen und full attack in Richtung Mo i Rana – Distanz bis ins Ziel: schlappe 81 Km.
So könnte es immer sein – herrliche Abfahrten und viele Geraden: Der Tacho schien die Kilometer nur so zu „fressen“ und um 16h00 (YES – ein neuer Rekord) erreichten wir den Zeltplatz und eine Viertelstunde später begann es zu regnen – was sind wir doch für zwei „lucky mushrooms“.
Fazit: Ruhetag zeigte gewünschte Wirkung – super voran gekommen – Thor ist uns gnädig – höchster Punkt ,der bis jetzt absolvierten Tour passiert – one stopp Strategie hat sich bewährt.
























































































































































