Etappe 1 – gesponsert vom Team CS Hypotheken Center – 135 Km / 1’450 Hm

Start:                                                         12h00 am Nordkapp

Ziel (Ankunftszeit):                                16h45

Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):            4.5  / 4.5

Gefahrene KM (Tag/Total):                 135 Km         / 0 Km

Absolvierte HM (Tag/Total):                1’450 Hm      / 1’450 Hm

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Nicht wie im Newsletter angekündigt (an dieser Stelle ein grosses Dankeschön an unseren Gold Partner Koch Kommunikation, die den Versand am Weekend noch organisiert hat) starteten wir um 08h00 am Nordkapp, sondern erst um 12h00.  Wie kam es dazu?

Bewusst haben wir Marcus heute Morgen etwas mehr Zeit gewährt, damit er sich etwas mehr erholen konnte von der Grippe. Da sitze ich im Sessel, tippe so vor mich hin und schaue auf den schlafenden Marcus – „wie wird er sich fühlen, wenn er aufwacht?, will er auf den Sattel steigen? und last but not least: macht es überhaupt Sinn bereits bei der ersten Etappe mit dem Kopf durch die Wand zu gehen?“ Er macht die Augen auf und schaut mich mit leicht glasigen Augen an – „UND?“ Marcus: „kann es noch nicht sagen, muss noch kurz in mich reinhorchen…“ Der lange Rede kurzer Sinn: beim Frühstück wurde entschieden, dass das Abenteuer heute startet um 12h00 am Nordkapp unter der weltberühmten Erdkugel.

Erste Sofortmaßnahme war die Info an unseren „Hof-Fotografen“ Ueli Wydler, damit er vor Ort alles vorbereiten konnte für das erste Fotoshooting. Man glaubt es kaum, doch Ueli Wydler (www.wydlerfoto.ch) ist extra für uns ans Nordkapp gereist, um uns während der Norwegentour fotografisch zu begleiten. Ich kann nur soviel sagen – es sind hammer Foto’s, die Ueli macht.

Klaus und Franziska fuhren uns nun ans sagenumworbene Nordkapp und bei mir und Marcus steigerte sich die Anspannung, Freude und Nervosität mit jedem Kilometer zu gleichen Teilen. Dann sind wir vor der Schranke – steigen aus und besteigen die Rennräder zum ersten Mal – what a moment.

11h45 treffen wir bei der Weltkugel ein und dort steht er – Ueli der Fotograf. Blitzanlage, verschiedene Kameras und der perfekte spot sind da. Ueli weiss, dass wir sehr gerne Foto’s haben, aber nicht Stunden dafür investieren wollen, denn wir sind ja hier um zu Radeln – entsprechend ist Ueli vorbereitet, einfach nur super.

12h00: Marcus und ich schauen uns tief in die Augen – sagen unseren Spruch: „Äs isch wiäs isch – aber sowieso geil“ – und fahren los in Richtung Gibraltar. Es ist kaum zu glauben, die Wettergötter meinen es sehr gut mit uns – Regnete es noch in den letzten Tagen, war es heute traumhaft – Sonne und Wolken mit unbeschreiblichem Licht.

Zügig kommen wir voran, denn es geht ja nur „abwärts“ nach Gibraltar, wie das ja viele unserer Freunde immer wieder festgestellt haben……. Das hatte seine Richtigkeit für die ersten 5 Km und dann begannen die ersten Gegensteigungen, so dass wir bis am Ende erstaunliche 1’450 Hm gemacht haben beim „Abwärtsfahren“.

Zwei, drei Worte noch zu der Landschaft: Unglaublich karg (auf den ersten 100km sahen wir keinen einzigen Baum), schön, unberührt, felsig und vorallem kein Abfall am Strassenrand.

Unsere Begleiter waren die Rentiere und der Wind. Ja der Wind war heute unser ganz grosser Freund und trug uns zeitweise mit 50 KmH in Richtung Süden. Die Ausnahmen waren nur die Gegenseiten von den vielen Fjorden, denn dann hatten wir den Wind im Gesicht und das Tempo sank auf schlappe 20 KmH.

Wir waren heute als Team zum ersten Mal im „Ernstkampf“. An dieser Stelle ein ganz grosses Kompliment an Klaus und Franziska, die den Mercedes gekonnt und zielsicher gelenkt haben. Im richtigen Moment standen sie am Strassenrand und versorgten uns mit dem wohl besten Eierbrötli ever.

Das eigentliche Ziel haben wir nicht erreicht, aber nicht weil Marcus der Grippe Tribut zahlen musste – im Gegenteil, denn am Zielort gab es keine freien Hotelzimmer mehr. Wir wollten nicht bereits am ersten Tag, bei 8 Grad campieren.  Also war nach 135 Km in Russenes Schluss.

Es ist so gut und ein riesen Privileg nun unterwegs zu sein. Marcus und ich haben uns immer wieder angeschaut – verschmitzt gelächelt und uns gefreut wie kleine Kinder. Ach ja, da ist noch der Respekt vor der Distanz und dem Unbekannten, das noch auf uns wartet. Wir leben unseren Traum und werden diesen 1. August wohl nie mehr vergessen.

Fazit: Start mit erschwerten Bedingungen, super Wetter, viel Rückenwind, hammer Stimmung, unglaublichen Fotos und einem sehr guten Teamspirit.

Bildschirmfoto 2016-08-02 um 21.43.39

6 Gedanken zu „Etappe 1 – gesponsert vom Team CS Hypotheken Center – 135 Km / 1’450 Hm

  1. Wow – you did it! Grosses Kompliment an euch alle, der Start eures big adventure hat geklappt und ihr seid ON THE ROAD:-))

    Hammer Fotos und ein toller Bericht! Weiter so, bleibt im flow und geniesst es!

    Go Jungs, go!!! Drannebliibä!!

  2. Herzlichen Glückwunsch zu eurem gelungenen Start in dieses unglaubliche Abenteuer vom ganzen CS Hypo-Center-Team Winterthur! Freuen uns, auch ein kleines bisschen ‚dabei‘ zu sein!
    Weiterhin gute Besserung für Marcus und immer uf d’Strass luege 😉

  3. Marcus

    Soigne toi bien le soir, nous sommes désolées de te savoir grippé.

    Nous sommes de tout coeur avec toi… et Andreas

    Nous t’embrassons bien fort

    M. Christine et tatie Violette

  4. Wenn man weiss wo das Ende der Welt liegt, und wo euer Ziel, dann Hut ab und erst wieder auf wenn ihr hoffendlich gesund und zufrieden euren Traum geträumt habt. Gruss Ernst

  5. „It isn’t the mountains ahead to climb that wear you out; it’s the pebble in your shoe.“

    — Muhammad Ali, World Heavyweight Champion boxer, (1960-1966, 1970-1981)

    “You can’t put a limit on anything. The more you dream, the farther you get.”

    — Michael Phelps, Olympic-medal winning swimmer (present)

    Best to you both. You have risen to a great challenge and are making memories for a lifetime. Don’t forget. You do not ride alone. So many, including me, support you.

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