Etappe 13 – gesponsert von Sibylle Hausammann-Merker 156 Km / 985 Hm

Start:                                               10h15 Tynset
Ziel (Ankunftszeit):                         15h45 Rena
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         5h05  / 73h27
Durchschnitt:                                   30.2 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           156 Km / 2’001 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       985 Hm / 19’308 Hm

 *Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden

Der Ruhetag einmal anders…. – wir riechen den Sommer und gehen Baden – das Kontrastprogram am Sonntag

Die gute Nachricht zuerst, alle unsere Kleider haben in unserm „Treibhauszimmer“ getrocknet und waren heute Morgen wieder ready for action, doch es war zum Glück nicht mehr nötig. Die Sonne zeigte sich bereits und die Vorhersagen waren sehr motivierend, wenn es auch noch sehr frisch war.

Zuerst hiess es aber Abschied nehmen von unserem Starfotografen Ueli, der wieder zurück nach Trondheim ging, da er noch eine andere Mission vor sich hat: Seeadler in action fotografieren.

Wir entschieden uns noch eine „kleinere“ Strasse zu wählen, also weg von der 3 auf neu die 30 – gemäss Karte schien das ein kürzerer und weniger befahrener Weg. Zu meinem Entsetzen ging es gleich hinter dem Hotel in eine Steigung und ich hatte nun wirklich keinen Bock wieder Höhenmeter zu stampfen (für diese kann ja gar nicht gespendet werden, sollten wir bei der nächsten Tour anders machen, da lukrativ). Wir fuhren so die Steigung hinauf und für mich sah es aus, als ob das noch so eine ganze Weile gehen würde, was bei mir nicht gerade Glückshormone tanzen liess – im Gegenteil. Ich schaute Marcus an uns meinte nur: „Also wenn das noch weit so hinauf geht, dann werde ich sauer“ – „Ah ich dachte schon, dass Du super drauf bist, so zügig wie du fährst“. Da war es wieder, das Grinsen von uns beiden und das fokussierte Weiterfahren und zu meinem grossen Glück war der Kulminationspunkt nicht mehr weit und bald fuhren wir abwärts.

Was nun kam, war ein einziger radfahrerischer Traum, leichte abfallendes Gelände, herrliches Sommerwetter, Rückenwind und eine liebliche Landschaft, die an einem vorbeizieht, während der Tacho 35+ Kmh anzeigt. Wir fuhren durch Kiefern- und Birkenwälder immer in Ausschau nach einem blöden Elch. Ich glaube ganze viele Elche haben uns gesehen, wir einfach sie nicht. Der einzige uns vergönnte Erfolg: ein Hase, was gemäss Fachkreisen (ich meine damit meinen guten Freund Marcus) ganz klar auf einen Elch hätte hindeuten sollen. Gesehen haben wir ihn natürlich nicht.

Den obligaten Lunchstopp erreichten wir bei Km 90 bereits nach knapp 2.5 Stunden Fahrt, was 32 Km/h ergab – nicht schlecht für einen Ruhetag, ja das wäre ja heute eigentlich gewesen. Was führte zur Planänderung? Ganz einfach, das schöne Wetter, die guten Beine, die wunderbare Moral und das Bedürfnis voranzukommen.

Keinen Augenblick bereuten wir die heutige Etappe – was für ein Kontrastprogram zu gestern? Ehrlicherweise wenn die Sonne scheint, ist alles viel schöner frei nach dem Motto: „Äs isch immer schön, wänns schön isch“.  Thor hat nun definitiv kapituliert, nachdem er immer wieder neue Attacken mit schlechtem Wetter auf uns los lies aber wir haben uns nicht in unterkriegen lassen. Nun hat er seinen Hammer in die Wüste geworfen und wir haben nun super Wetter.

Ja es gab Momente, da konnten wir den Sommer riechen in den Wälder und in anderen Momenten, war die sich präsentierende Schönheit schon fast langweilig, so quasi die „langweilige Schönheit“,  sie war omnipräsent. Wir beide genossen den heutigen Tag wirklich in vollen Zügen, nicht zuletzt auch weil wir zum ersten Mal mehr hinunter, wie hinauf gefahren sind (vgl. Höhenprofil unten). Selbstverständlich war es für die Begleiter Crew auch ein Tag zum Genießen. Sie taten das mit einer kleinen Wanderung ab dem Campingplatz am Zielort Rena.

Kaum fuhren wir im Camping ein, sahen wir bereits die ersten Menschen in Badeanzügen – oh die Norweger besitzen das auch…..  Kurz Cabin, beziehen, Kleider wechseln und man glaubt es kaum, die Badehosen anziehen, Glace kaufen (statt Recovery-Drink einnehmen), eine Wäsche in Gang setzen und dann baden gehen – was für eine coole Reihenfolge. Also das Bad im 15 Grad warmen/kalten See war nicht sehr ausgeprägt, dafür um so erfrischender und wohltuender für die Beine.

Die Fotos werden sicher nicht mehr von gleicher Qualität sein, dafür immer noch authentisch und live from the great adventure – wir halten das Niveau weiterhin hoch und die ersten 2’000 km sind gestrampelt.

Last but not least! Wir fanden bereits einen Spender für Etappe 16 – herzlichen Dank.

Fazit:  Stay calm & carry on! Den Regen aushalten und schon bald kommt die Sonne wieder und so vieles sieht dann ganz anders aus. Am Ruhetag eine passende Sonntagsausfahrt gemacht, wobei alles für uns gelaufen ist.

Bildschirmfoto 2016-08-14 um 20.47.40

Bildschirmfoto 2016-08-14 um 20.48.16

12 Gedanken zu „Etappe 13 – gesponsert von Sibylle Hausammann-Merker 156 Km / 985 Hm

  1. Echt cool! Und wie lange wart Ihr im Wasser? Gönne Euch den schönen Tag von Herzen.
    Grüsse aus Trondheim
    Ueli
    … und morgen schiesse ich statt Radler Adler ab!

    1. Guten Abend Ueli
      Heute hatten wir in Elverum den ersten italienischen Cappuccino! Und ja, wir waren nur ganz kurz im Wasser, es war etwa 14° kalt.
      Wir hoffen ganz fest, dass du morgen deine Adler treffen wirst und sind schon gespannt auf die Bilder.
      Liebe Grüsse aus Sand (ca. 90 km vor Oslo)
      Marcus und Andreas

  2. Meine Lieben

    Ich bin froh für euch, dass ihr den heutigen „Ruhetag“ mit einem gemütlichen Sonntagsausfährtli bei Sonnenschein und vielen „Tiefenmetern“ verbringen durftet! Das habt ihr euch nach all den Strapazen verdient!
    Weiter so – wettermässig kann es ja nur noch besser werden!

    Keep going, I am very proud of you :-))

    Rita an der Heimatfront

    1. Hallo meine Liebe
      Ja diese quasi Ruhetage sind noch cool und halten die Beine in Schwung 🙂
      Das Wetter ist nun unser Verbündeter und wir konnten ja bereits auf quasi Sommer umstellen.
      Danke Dir noch für das rasche Buchen von heute.
      Big hug
      Andreas & Marcus

    1. Hallo Markus
      Gratuliere! warst recht zügig unterwegs! Aber hinten fahren ist klar weniger schmerzhaft als vorne fahren, vor allem bei diesen Windverhältnissen hier im hohen Norden.
      Liebe Grüsse
      Marcus

  3. Salut Markus
    je viens de visionner vos 12 premières journées à Bruges : très belles photos avec des paysages magnifiques ( je rêve de découvrir la Norvège un de ces jours moi aussi), avec aussi vos visages ravis d accomplir ce périple ensemble, parfois fatigués et/ou frigorifiés (c est à se demander quelle est la meilleure période s il fait déjà aussi froid en août. ……….).
    C est une belle aventure pour vous deux que vous nous faites partager!
    Je vais continuer à „voyager“ avec vous avec plaisir et j espère pouvoir vous retrouver à Bordeaux lors de votre passage.
    je vous souhaite beaucoup de

    1. Bonjour Eveline
      Merci de nous suivre ou mieux encore de „voyager“ avec nous. Nous espérons biensur de faire une escale à Bordeaux, mais d’abord nous allons traverser la Grande Bretagne. Bordeaux est prévu pour début septembre environ et je me réjoui de vous voir….
      Bisou Marcus

  4. Bonjour les garçons! Contente de voir que le soleil est enfin avec vous. A Hourtin il fait 37′ aujourd’hui! J’espère que l’eau du lac n’était pas trop fraîche, quel bonheur certainement de se plonger dans l’eau apres tant d’efforts!
    Bon courage
    Les cousins français qui vous suivent depuis Hourtin!
    Bisous
    Karine, Jerome, aristide et Josephine!

    1. Bonjour les cousins
      L’eau du lac était à 14°!!! Nous sommes toujours au nord, mais au sud du nord, alors un petit bain dans un lac est obligatoire! Non vraiment, c’est la première fois depuis notre départ que nous avons vu des gens en maillot de bain.
      Bisous de la Norvège
      Marcus

  5. Salut les valeureux cyclistes

    N’oubliez pas de bronzer un peu, quand vous profitez de la dolce vita norvégienne au bord des lacs

    bravo à vous deux pour vos performances

    Gros bisous

    1. Bonjour Marie-Christine
      La dolce vita en Norvège et difficile à trouver, surtout au nord! Mais tout doucement le bronzage commence!
      Merci et bisou
      Marcus

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