Etappe 33 gesponsert von MERCEDES in Schlieren – 151 Km / 1’892 Hm

Start:                                               09h45 Bilbao
Ziel (Ankunftszeit):                         18h45 Sudances
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         6h43  / 187h10
Durchschnitt:                                   22.9 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           151 Km / 5’048 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       1’892 Hm / 42’843 Hm

Wie kann man sich so verfahren? Scheibenbremsen und Schutzengel.                         

Aus einem Velomagazin haben wir einen 7-Tage Tour Vorschlag für unsere Etappenplanung entlang der Nordküste Spaniens. Es scheint etwas Gescheites zu sein und auf den ersten Blick für uns auch nicht wirklich eine Herausforderung, da die einzelnen Etappen nie länger wie 115 Km sind. Die heutige war mit 115 Km ja eine richtige „Znüni-Etappe“ – okay diese startet im Hafen von Bilbao und wir müssen zuerst noch 15 km anfahren vom Hotel bis an den Hafen. Nach wie vor hatten wir kein gutes Kartenmaterial und so war alles etwas vage und doch in den Grundzügen klar. Soweit zur Ausgangslage.

In Bilbao und nicht weit vom Hotel ist das Guggenheim Museum (https://de.wikipedia.org/wiki/Guggenheim-Museum_Bilbao). Da drängt sich ein Heldenfoto mit eben diesem als Hintergrund ja richtig auf. Der Rest der Truppe war auch noch beim Frühstück und verabschiedete uns dann lautstark vor dem Hotel. Es ist immer wieder speziell, wenn wir uns vor einer Crew verabschieden, denn man hat so vieles zusammen erlebt, sich aneinander gewöhnt und ist als Team zusammengewachsen. Wir wurden immer auf Händen getragen und verwöhnt. Bye, bye Alex und Werner.

Es hat sich gelohnt zum Guggenheim Museum zu gehen – ein imposanter und sehr uniquer Bau, der in der Morgensonne sehr speziell erscheint. Ab da war es ganz klar  und einfach wie gefahren werden muss– zum Fluss hinunter und einfach dem Fluss folgen bis zum Hafen. Ohne gross zu studieren fuhren wir los, machten noch dieses und jenes Foto und gondelten entlang dem Fluss. Beeindruckt hat uns Bilbao schon, wie sauber und geruchlos diese Stadt ist und wie ruhig und gemächlich diese sich an einem Sonntagmorgen gibt. Plötzliche erkannte ich ein markantes Haus und sagte Marcus noch, dass wir das gestern schon gesehen hatten. Er meinte nur, dass das gar nicht möglich sei…… Wir folgten dem Fluss, erfreuten uns an den vielen Fischen und dem super Velo Weg. Dann passierten wir noch einen großen Markt und kamen uns schon etwas deplatziert vor – hier die nicht gerade günstigen Rennmaschinen und da die Ware die für wenige Euros angeboten wird. Der Markt zog sich über mehr als einen Kilometer hin und am Ende war dummerweise eine Sackgasse. Nun begannen wir uns zu wundern und Marcus sagte: „Warum wird der Fluss eigentlich immer kleiner, sollte das nicht umgekehrt sein – wir sollten die Karte anschauen.“ Ich glaube es nicht – wir sind 12 Km, 180 Grad in die falsche Richtung gefahren und keiner von uns hat es gemerkt – das bringt uns sicher den „Orientierungsorden“ ein….. Das ist das „gerechte“ an unseren Fehlern, wir müssen diese immer selber ausbaden. Nicht lange lamentieren, kehren und zurück.

Kurz vor dem Ende des Hafens überquerten wir den Fluss mit einer Art Seilbahn – ist noch eine coole Sache und wir waren sehr froh, denn sonst hätten wir noch einmal umkehren können.

Nun waren wir an der Küste und folgten dieser Kilometer um Kilometer. Immer wieder geht es hinein und hinauf ins Hinterland, um dann wieder hinunter ans Meer und an die Strände zu gehen. Kein Wunder wir befinden uns im Kantabrischen Gebirge.

So sammelt man natürlich munter Höhenmeter und die Kilometer addieren sich nur sehr langsam auf dem Tacho. Dank dem zweimaligen Nachfragen von Judith, hat der Capitain de la route einen Pausenhalt überhaupt eingeplant, denn er wollte einfach bis zum Ziel durchfahren. Zum Glück nicht, denn wir liefen schon etwas „blau“ und waren dann froh die Crew bei Km 90 zu sehen. Sie hatten einen wunderbaren Rastplatz ausgesucht in Laredo, wo wir eine coole Aussicht über den Strand und die unter uns liegende Stadt hatten.

Von Laredo-Beach aus nahmen wir eine kleine Fähre. Zuerst mussten wir durch den Sand gehen und die Fähre via einem von der Fähre an den Strand ausgefahrenes Brett besteigen. Kaum auf der Fähre, sah Marcus was der feine Sand bereits angerichtet hatte – wir hatten quasi Sand im Getriebe, sprich die Kette und der Wechsel hatten überall Sand, der vom starken Wind überall herumflog. Zum Glück hatte er noch die „Notfallfeuchttücher“ dabei (während der Durchfallperiode ständiger Begleiter in der Rückentasche) und so konnte er eine „Kurzreinigung“ durchführen.

Auf dem Weg zur nächsten Fähre in Santander hatte Marcus gleich zweimal einen großen Schutzengel und zum Glück Scheibenbremsen. Kurz vor dem Ende einer Abfahrt übersah ihn ein Autofahrer und kreuzte einfach vor ihm – wahrscheinlich sah er Marcus, der im Schatten angerauscht kam, einfach nicht.  Mit viel Akrobatik und eben dank den super Bremsen konnte er den fast sicheren Zusammenprall verhindern. Der erste Vorfall nach fast 5’000 Km, der wirklich ins Auge hätte gehen können.

Beim zweiten Vorfall, war Marcus in einem Kreisel sich am Orientieren und übersah das vor ihm stoppende Auto – ich konnte gerade noch schreien und dank den super Reflexen und eben einmal mehr der super Scheibenbremsen, kam Marcus mit einem fast „Velovorderradhandstand“ davon.

Es ist noch nicht vorbei…… nun komme ich noch in diesem Actiontheater auf zwei Räder. Auf der Fähre in Santander stellte ich fest, dass mein Hinterreifen so eine kleine Ausbuchtung hatte, doch machen konnte ich ja nichts – nur hoffen, dass er halten würde. Das tat er dann auch bis 18 Km vor dem Ziel und er dann mit einem lauten Knall den Geist aufgab. Glück im Unglück – genau vor einem Restaurant und nicht in the middle  of nowhere! Also kurz den JMZ-TCS-Dienst anrufen und bei einem Espresso und einer eisgekühlten Coke warten. Der TCS kam nach gut 30’, der Mech hatte ich ja dabei und 10’ später waren wir on the road again. Von nun an zog es sich aber wie bei einem Kaugummi, wenn man an einem heissen Tag mit den Flipflops reinsteht und den nächsten Schritt machen will.

Viel gegessen hatten wir ja heute nicht und ich war kurz vor dem Hammermann und sagte zu Marcus: „oh jetzt wären ein paar Nüssli super“ – Marcus: „oh ja und ein Notfallbier!“ Ja um 18h45 war es dann soweit – wir sind am Ziel und genau das wurde uns dann serviert: Nüssli, Chips und je ein Notallbier, das wir noch aus Schottland dabei hatten.

Ja so kann es gehen, wenn man glaubt einen lockeren Tag vor sich zu haben! Das ist die eine Seite der Medaille und die andere und das scheint mir viel wichtiger: zweimal hatte Marcus einen Schutzengel und die Panne geschah an einem perfekten Ort.

Fazit:  Zum Glück gibt es Schutzengel und Scheibenbremsen. Aus einer vermeintlich leichten Tour kann eine ganz andere entstehen.

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Etape 32 

Eviva Espana – Au revoir  la France

il était clair aujourd’hui que techniquement parlant ça n’allait pas être du gateau, cette étape ! Et se mettre en selle nous a pris quelque temps. On devait passer par Biarritz, San Sebastian, et pour la suite nous n’avions pas la carte adéquate, mais une échelle à 1 500 000ème , ce qui signifie que toutes les routes  paraissent droites, et que l’on ne voit pas les difficultés ni les détails.

Dès qu’on a passé la frontière, tout était différent ; l’architecture des maisons, la conception des villes, les routes, les panneaux dans une langue différente. En outre, nous entrions dans le 8ème pays de notre tour, nos sens sont aiguisés et nous observons maintenant  les particularités de chacun. Comme  le dit le proverbe «  quand quelqu’un fait un voyage,  au moins il a quelque chose à raconter ».

Et tout à coup ils sont là ; les cyclistes, les joggers,  et les pélerins sur le chemin de St Jacques de Compostelle. On les reconnaît à la coquille St Jacques qu’ils ont dans le dos et à leur bâton de pèlerin.

Leur but c’est St Jacques, pas nous mais il est clair que nous ferions plus vite qu’eux  les 700 km vers cette étape.

Nous cherchons la N634 qui semble la route la plus directe d’après la carte,  mais c’est une provocation ou quoi ? c’est une autoroute, ce qui n’était pas signalé. Le ministre espagnol des transports n’est pas un cycliste, c’est certain, sinon il signalerait sur les panneaux que c’est une autoroute interdite aux vélos (et pas une nationale). Ca nous est  déjà arrivé à St Sebastian, de nous diriger sans le savoir vers une autoroute,  et on a donc longé la  belle promenade (la Concha) puis on a mis une heure pour sortir de la ville.

On a donc pris chemin de montagne pyrénéen ,  et arrivés en haut, nous avons été récompensés de notre effort : une vue magnifique sur la côte, pas de circulation, ça valait le coup. Nous nous sommes arrêtés à 14h30 pour déjeuner et avions alors parcouru  108 km, il nous en restait encore 70, il faisait 30°C. Je n’avais pas envie de parler, encore moins de danser le fandango.

Pas grand-chose à dire sur le reste de l’étape sinon que nous avons quitté la côte, pour l’intérieur des terres, avons eu d’abord le vent arrière, puis latéralement. Marcus encore une fois servait de paravent. A Bilbao nous attendait le comité d’accueil  qui en était déjà à l’apéro, puisqu’il était 18 h 30: les épouses de Werner et Alex et notre nouvelle équipe. J’étais  vanné, plus que Marcus, et la bière est arrivée au bon moment. Les nouveaux accompagnateurs étaient discrètement informés par les anciens de la surveillance médicale à nous apporter. Je n’ai pas voulu en savoir plus.

J’ai tout oublié pendant le dîner et retrouvé ma bonne humeur, et le reste de la soirée s’est bien passé. Demain en selle dans une nouvelle région, en bonne santé et en forme avec notre nouvelle  équipe, avec pour but Gibraltar et l’aide apportée à « ROKJ und Pro Juventute ».

6 Gedanken zu „Etappe 33 gesponsert von MERCEDES in Schlieren – 151 Km / 1’892 Hm

  1. Bonjour mon petit Markus. Je vois que tout va bien encore! Quand on vous le dit que vous êtes des HÉROS. De tout coeur, je souhaite que ce périple continue aussi bien jusqu’au bout malgré toutes les péripéties que vous rencontrez chaque jour. Notre Karine se rétablit très bien et regagnera sa maison mercredi, en principe. Je suis contente que vous soyez en forme tous les deux. Les beaux -freres sont donc répartis, alors bienvenue à la nouvelle équipe que nous avons découverte sur les photos. Bonne route mon chéri, je suis très près de toi pour t ‚encourager ( sans oublier ton si sympathique co-equipier à qui j’envoie un amical gros bisou) au-revoir mon petit Markusly, je t’embrasse très très fort. Foncez, vous y arrivez

    1. Merci beaucoup Tatie coco
      ça fait beaucoup de bien de voir comme vous nous suivez et encouragez! Et merci encore de nous avoir si bien reçu chez toi, et cette arrivée au Taillan incroyable….
      Je suis heureux que Karine se rétablit si bien je l’embrasse comme vous tous biensur.
      Nous y arrivons, oui!
      Marcusly

  2. Hola Marcus and Andreas – Another day, another adventure, make that many adventures. As you said, you are grateful for guardian angels, disc brakes and quick reactions. A couple beers and chips is not a bad snack to celebrate your good fortune. The bridges and ferry rides made it all even more special. Bring on another day and week of serendipity and memorable moments.
    Cheers, Stephen

    Andreas – Tom Brady is being made by the NFL to sit out the first four games and the Pats won the first game last night with their back up quarterback, a third year „rookie.“ Go Pats!

    1. Hi Stephen

      After the tough days we enjoy today an easy one with only 100K and some time at the beach.
      The NFL will help the Pats to become even better 🙂
      All the best
      Andreas

  3. Up’s, das ging ja gerade nochmals gut. Ich hoffe, dass das die ersten und letzten gefährlichen Vorkommnisse waren. Nicht auszudenken, wenn ihr noch körperlichen Schaden nehmen würdet! Meine Bewunderung für die Top-Leistung habt ihr auf jeden Fall!
    Ich danke euch herzlich, dass ich eine so schöne und intensive Zeit mit euch verbringen durfte. Es scheint so, dass ihr mein Interesse am „Gümmelen“ wieder geweckt habt.
    Also noch good luck für die noch vor euch liegenden, hoffentlich schönen Kilometer.
    Vielleicht sehen wir uns ja wieder einmal.
    Gruss Werner

    1. Ja das kann man wohl sagen! Vielen Dank noch einmal für euren Topservice! War eine coole Woche mit euch beiden. Und freut mich natürlich, wenn du wieder Geschmack für die wichtigen Dinge im Leben finden wirst:-)
      Liebe Grüsse an alle
      Marcus und Andreas

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