Etappe 8 – gesponsert von Barbara & Peter Zweifel – 140 Km / 1’631 Hm

Start:                                               10h00 Mo i Rana
Ziel (Ankunftszeit):                         16h45 Trofors
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         5h10  / 43h13
Durchschnitt:                                   27.2 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           140 Km / 1’311 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       1’631 Hm / 13’638 Hm

 *Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden

Thor ist mit und für uns! Immer diese Tunnelgeschichten.

08h00 und draussen scheint die Welt unter zu gehen, denn es regnet wie aus Kübeln. Ich setzte meine Kontaktlinsen ein und da meint Marcus lakonisch beim Vorbeigehen: „ich dachte immer, dass Linsen unter Wasser nicht so gut sind!“ – super, das kann ja heiter werden heute on the road. Zum Glück kam es wieder anders – zu unseren Gunsten –YEESSS!

Bekanntlich hat eine Medaille immer zwei Seiten – angewandt auf den heutigen Wetterbeschrieb liest sich in etwa so: Am Morgen strömender Regen, dann den ganzen Tag verhangen mit dunklen Wolken, es ist nie wärmer als 10 Grad, windig und ab 16h15 regnet es. Was kann man da schon unternehmen, was ist das für ein Sommer?

Aus Sicht von uns Nord-Südfahrer sieht das etwas anders aus: Abfahrt bei noch nassen Strassen, aber keinem Regen mehr. Der Wind kommt oft vorteilhaft von hinten und beim grossen Anstieg hatten wir schön kühl (mehr darüber später). Der Regen während der letzten halben Stunde, wusch den Dreck der verschiedenen Baustellen von unseren Rädern – zusammengefasst: ein fast perfekter Velotag und vor allem wenn man bedenkt wie die Grosswetterlage in Norwegen aktuell ist. Norwegen ist von einem grossen Tief tangiert und es gibt Überschwemmungen und Kälte an vielen Orten. So gesehen haben wir riesen Dussel oder??

Was ich eher glaube ist ganz simpel. Thor ist ein Fan von JMZ und hat für uns eine „regenfreie Zone“ angeordnet und damit es uns nicht zu wohl wird, lässt er ab und zu den Wind aus der falschen Richtung blasen – wir sollen ja nicht vergessen wer der Boss ist J. Gleichzeitig zeigt die Sonne grossen Willen es für uns einigermaßen zu richten.

Nach einem gemütlichen Frühstück in unserer Cabin-Loge (hatten wieder eine Zweizimmerwohnung mit sehr viel Raum – war auch nötig, hatten wir doch Waschtag vgl. Galerie) und dem Festlegen des heutigen Etappenziels: Trofors – 140 km fuhren wir um 10h00 los.  Geeinigt hatten wir uns auf eine „one stopp Taktik“

Bald waren wir in persönliche Gespräche, über Kinder und Familie vertieft, so dass wir sehr gemächlich vorwärts gondelten. Das ist eben auch eine Qualität von diesem Abenteuer – wir können unsere Freundschaft leben und genießen in einer Art und Weise wie nur Privilegierte das können.

Irgendwann kickt dann das gute Gefühl in den Beinen rein und der Power muss auf die Strasse. Wenn dann noch die Topografie passt, dann fliegen wir nur so dahin. Ein Tunnel, ein zweiter, ein dritter und das immer ohne Verbotstafel. Irgendwie scheint der „Tunnelminister“ von Norwegen von unseren „Straftaten“ Wind bekommen zu haben und entschied kurzerhand einen Tunnel für den ganzen Verkehr zu sperren. Genau das trafen wir kurz nach Korgen an: ein 8.6 km langer Tunnel musste überfahren und nicht durchfahren werden. Der smarte Leser hat kurz gerechnet – 8.6 Km Tunnel ergibt was beim Überfahren??? Viel, soviel kann ich sagen, denn ich bin ja der amtierende „Bergfloh“ von JMZJ. 14 km Distanz und knapp 580 Hm – Temperaturen von weniger als 8 Grad. Das bringt mich zur zweiten Erfahrung vom Tag. Die Pässlihöhe (also wieder ein Spässli) wird völlig durchgeschwitzt erreicht, der Wind bläst und die Kälte frisst sich sehr rasch durch die Kleider. Rasch alles anziehen was wir dabei haben: Stirnband, Gilet, dünne Regenjacke, Handschuhe und meinen Buff (Halstuch – nur das niemand abweichende Gedanken hatJ). Und dann geht es los – mit über 60 Sachen rauschen wir den Berg hinab. Es ist 8 Grad – brrrrrrrr, 60 KmH – Speed und nun kann man den Windchillfactor berücksichtigen und die gefühlte Temperatur ausrechnen – spielt keine Rolle, denn ich kann Euch versichern, dass es saukalt ist und die Muskeln langsam aber sicher klamm werden – brrrrrrrr. Gegenmassnahme: klein machen, pedalen und hoffen, dass man bald unten ist.

Ja diesen Umweg hatten wir nicht ganz auf der Rechnung und somit verschob sich der Mittagsrast etwas nach hinten – auf 92 km in Mosjoen, einem coolen, kleinen Städtchen mit einer wunderschönen Altstadt (vgl. Galerie) in der Ueli sich noch einen Espresso gönnte (er ist ständig auf der Suche nach gutem Kaffee, am liebsten eben den richtigen italienischen Espresso).

Franziska und Klaus warteten heute u.a. mit einem norwegischen Wurst-Käse-Salat auf – „sauguet gsi“ – danke vielmals! Leider hat der Wind zugenommen und schon bald begannen wir beiden Velofahrer zu frieren und da hilft nur noch die Flucht nach vorne, will heissen – aufs Radel steigen und los. Bei den verbleibenden 40 Km erhielten wir sehr viel Unterstützung vom gleichen Wind, der uns vorher noch hat frieren lassen. Ach ja und dann waren da  noch die 30 Min Regen kurz vor dem Ziel.

Update vom Heilungsprozess bei Maximus: nach wie vor gibt er Geräusche von sich beim Bergauffahren und wenn ich voll in die Pedalen steige. Unser top Mechaniker aus der Schweiz hat heute einmal mehr gut eine Stunde in die Problembehebung investiert und dabei auch die erste Kette ausgewechselt. Ja ich und Maximus fordern Marcus, doch er gibt nicht auf und macht einen super Job – thank you my friend.  Noch nie hat mich ein Geräusch am Rennrad so wenig beschäftigt und so ruhig gelassen wie jetzt…… cooles Gefühl, den Profi immer quasi neben sich zu haben.

Und noch ein kurzer Einblick wie „kuschelig“ wir es gerade haben: Draussen ist es immer nach wie vor recht frisch (8 Grad mit leichtem Regen) und wir sitzen in unserer Cabin (zwei Räume mit einer Grundfläche von ca. 24 m2) – geheizt auf 22 Grad, hören coole Musik und jeder geht seinen Gedanken und Aufgaben nach. Einfach nur gemütlich, wenn nicht der Alltag ständig im Gebälke kracht und nur das Hier und Jetzt im Vordergrund ist. Das Leben kann so einfach sein.

Nur noch gut 350 Km vor Trondheim – wir kommen wirklich sehr gut vorwärts.

Noch ein Lob zum Schluss: Ihr norwegischen Lastwagenfahrer seid die Grössten für uns Radfahrer, denn ihr überholt uns immer und ich betone immer, mit dem nötigen und sehr geschätzten Abstand, d.h. ihr überholt auf der Gegenspur und kommt uns NIE zu nahe. Geht das nicht, fahrt ihr uns geduldig nach – Danke.

Fazit:  Viel besseres Wetter als vorhergesagt. Etappe mit 140 Km eher kurz nicht minder anstrengend (Temperaturen). Tunnels sind wirklich eine Vereinfachung, wenn man diese passieren kann und nicht überfahren muss.

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8ème jour – Thor (dieu norvégien) est avec nous !

Toujours des histoires de tunnels

Une médaille a 2 côtés :  Côté pile, Qu’est ce que c’est que cette météo en plein été ? A 8 h Il pleut des cordes .Il pleut le matin, l’après midi il y a de gros nuages, après 4h il pleut de nouveau, il y a du vent et la température ne dépasse pas 10°, il y a du vent.

Nous cyclistes du nord au sud voyons les choses autrement , c’est  le côté fac de la médaille.Lorsque nous partons, il ne pleut plus, la route est mouillée, c’est vent arrière, et en altitude il fait agréablement frais.

Pour résumer, cela a été un jour presque parfait pour nous cyclistes, si l’on tient compte des conditions météo habituelles  de la Norvège.

Je crois que Thor a décidé de nous protéger, nous les deux cyclistes intrépides, et a mis en place une zone où il ne pleut pas.

Après un bon petit déjeuner  dans notre « lodge » appart confortable, et revue de notre étape, nous sommes partis à 10h et nous avons évoqué notre  famille,  tout en bavardant avons réalisé que notre relation d’amis était un privilège unique.

On est bien dans nos jambes, quand revoilà les tunnels :1, 2, 3 et toujours pas de panneau d’interdiction pour les cyclistes jusqu’ à un tunnel de 8,6 km que nous ne pouvons pas emprunter mais que nous devons contourner, et à ce moment  là il fait froid, nous enfilons des vêtements chauds, il  faut pédaler avec beaucoup de vêtements, il ne fait pas 8°, et ça monte,   mais bientôt on va redescendre et la température sera plus douce.

Nous n’avions pas prévu ce détour, enfin  après 92 km parcourus, nous arrivons à Mosjoen, la vieille ville est très jolie. F et K nous attendaient avec une salade norvégienne de charcuterie salade, et Uli en amateur qu’il est dégustait un café. Il nous reste 40 km à parcourir et nous terminons sous la pluie

Heureusement que Marcus est là , pour prendre soin de la mécanique, et il vient de changer la chaine qui faisait un bruit inquiétant, je suis rassuré grâce aux compétences de mon ami.

Et enfin nous voila dans notre deux pièces de 24 m2 que nous chauffons à 22° quand dehors il fait à peine 8°. Nous écoutons de la bonne musique, pensons qu’il nous reste 350 km à parcourir avant Trondheim, nous nous en sortons bien.

Pour terminer nous saluons les chauffeurs de poids lourds norvégiens qui font très attention quand ils nous doublent, et s’ils ne peuvent pas ils attendent patiemment de pouvoir le faire en restant derrière nous.

Marie-Christine Amelot

3 Gedanken zu „Etappe 8 – gesponsert von Barbara & Peter Zweifel – 140 Km / 1’631 Hm

  1. Coucou les cyclistes,
    Ca fait plaisir de vous voir avec le sourire.
    je me dis souvent que vous avez la chance d’avoir d’excellents amis qui vous accompagnent et prennent soin de vous, ou plutôt que vous les méritez, l’amitié est précieuse!!!
    Il y a toujours de belles photos d’Uli pour accompagner vos journées d’effort

    je vous embrasse tous, vous êtes formidables !!!

  2. Hallo meine zwei Lieben
    Bin immer am Staunen was Ihr jeden Tag vollbringt. Bravo, bravo! Das erst noch alles mit einem Lachen im Gesicht. Auch ein Herzliches Danke auch an Eure tollen Begleiter. Ohne sie währe so vieles gar nicht möglich. Trotzdem strampeln müsst Ihr ja selber und dabei noch frieren Hilfe! Da lobe ich mir meine Schönwetterrunden mit 20km. Für mich ist es wichtig dass es für Euch stimmt und Ihr Euch einen Traum
    wahr machen könnt.
    wünsche Euch weiterhin gute Fahrt, meine Gedanken begleiten Euch.
    Liebe Umarmung vom MamiLilly

    1. Hallo Mami
      Danke für die Blumen und Deine Bewunderung.
      Ja jeder Tag ist ein „traumverwirklicher“ Tag und wir geniessen es sehr.
      Nun geniessen wir auch die „velolose“ Zeit – so quasi unsere Freizeit.
      Big Hug
      Andreas

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