Archiv der Kategorie: Allgemein

Etappe 34 – 101 Km / 1’169 Hm

Start:                                               09h45 Suances
Ziel (Ankunftszeit):                         14h30 Ribadesella
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         3h53  / 191h03
Durchschnitt:                                   26.0 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           101 Km / 5’149 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       1’169 Hm / 44’012 Hm

Kompensation für Gestern – warum haben wir plötzlich so viel Zeit? Beachlife ist eben auch nicht schlecht.                                    

Gestern dauerte ja alles etwas länger und alles schien etwas umständlicher gelaufen zu sein. Es ist also Zeit wieder einmal für ein Goody – ein Ruhetag liegt nicht drin, aber eine etwas kürzere Etappe sicher. Übereinstimmend wurde diese auf gut 100 Km festgelegt mit der einzigen Auflage, das Hotel muss direkt an der Beach sein, so das wir noch etwas baden gehen können.

Bereits bei der Abfahrt war es warm und „düppig“. Unser Weg führte uns leicht versetzt zur Küste durchs Hinterland. Natürlich ging es sehr bald wieder rauf und runter. In diesem Gelände fällt es mir grundsätzlich schwerer Marcus zu folgen. Er fährt dann leichtfüßig hinauf und ich verliere immer wieder den Anschluss, denn ich kann ihm einfach nicht folgen ohne in den roten Bereich zu kommen. Ja hier sind die 30 Körpergewicht oder Muskeln mehr kein Vorteil. Es ist auch mehr als nur verständlich, dass Marcus seinen Rhythmus fahren muss und dieser ist nun einmal ein anderer als bei mir. Für mich ist das dann ab und zu auch mental eine Herausforderung, wenn ich sehe wie die Lücke aufgeht. Zum Glück wartet er dann jeweils oben wieder auf mich und lässt mich in seinem Windschatten wieder verschnaufen und so den mentalen Gap wieder schliessen. Ja das sind die kleinen Kämpfe, die man immer wieder mit sich austrägt.

Immer wieder sehen wir die Pilger, die wie wir auf den Haupt- und Nebenstrassen unterwegs sind. Mir ist aufgefallen, dass diese sehr selten mit Funktionswäsche ausgerüstet unterwegs sind, im Gegenteil, einer alten, kurzen Hose, einem Baumwolltshirt, Turnschuhen und ab und zu auch guten Wanderschuhen und natürlich dem obligaten  Rucksack mit der sichtbaren Muschel. Erstaunlicherweise habe ich noch keinen gesehen, der gelächelt oder eine zufriedene und glückliche Ausstrahlung gehabt hat. An was mag das liegen? Sind diese noch zu wenig lange unterwegs und tragen noch zu schwer an der Bürde, die sie zum Pilgern veranlasst hat? Oder fahren wir einfach zu schnell an ihnen vorbei und unser Luftzug verzieht ihnen das Gesicht – just kidding!

Noch etwas fällt mir in Spanien immer wieder auf – die gut riechenden Heuballen. Die sind überall in den Wiesen und Felder zwischengelagert und alle sind, wie bei uns, in Plastikfolie gewickelt. Durch die Wärme (dadurch fermentieren diese wohl im Innern)  verströmen diese einen so angenehmen Duft, der einem immer wieder in die Nase steigt, wenn man vorbei fährt. Leider habe ich bis jetzt noch nicht herausgefunden nach was es riecht. Wie ein süsser Tee – vielleicht wie Bergamotte – aber eben so ganz klar ist es noch nicht – ich halte meine Nase weiterhin in den Wind.

Wie haben wir die zusätzliche Zeit, wir sind bereits um 14h30 im Hotel gewesen, genossen mit Nichtstun an der Beach. Man liegt im warmen Sand und hört dem Rauschen der Wellen zu. Rasch sind alle Strapazen und Herausforderungen vergessen, ja sie werden so quasi davon geschwemmt mit den endlos wiederkehrenden Wellen.

Wir haben nun mehr als 5’000 Km absolviert und haben noch den einen oder anderen Kilometer vor uns. Wahrscheinlich sind es am Ende nicht ganz 8’000 Km – so oder so werden es ganz viele unvergessliche Erlebnis- und Erinnerungs-Kilometer sein, die wahrscheinlich etwas später noch eine grössere Bedeutung für jeden von uns haben werden.

Fazit: Kürzere Etappe gibt uns Zeit zum Baden. Was ist mit den Pilgern los? Die persönlichen Herausforderung im Wellblechgelände von Andreas

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Etappe 33 gesponsert von MERCEDES in Schlieren – 151 Km / 1’892 Hm

Start:                                               09h45 Bilbao
Ziel (Ankunftszeit):                         18h45 Sudances
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         6h43  / 187h10
Durchschnitt:                                   22.9 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           151 Km / 5’048 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       1’892 Hm / 42’843 Hm

Wie kann man sich so verfahren? Scheibenbremsen und Schutzengel.                         

Aus einem Velomagazin haben wir einen 7-Tage Tour Vorschlag für unsere Etappenplanung entlang der Nordküste Spaniens. Es scheint etwas Gescheites zu sein und auf den ersten Blick für uns auch nicht wirklich eine Herausforderung, da die einzelnen Etappen nie länger wie 115 Km sind. Die heutige war mit 115 Km ja eine richtige „Znüni-Etappe“ – okay diese startet im Hafen von Bilbao und wir müssen zuerst noch 15 km anfahren vom Hotel bis an den Hafen. Nach wie vor hatten wir kein gutes Kartenmaterial und so war alles etwas vage und doch in den Grundzügen klar. Soweit zur Ausgangslage.

In Bilbao und nicht weit vom Hotel ist das Guggenheim Museum (https://de.wikipedia.org/wiki/Guggenheim-Museum_Bilbao). Da drängt sich ein Heldenfoto mit eben diesem als Hintergrund ja richtig auf. Der Rest der Truppe war auch noch beim Frühstück und verabschiedete uns dann lautstark vor dem Hotel. Es ist immer wieder speziell, wenn wir uns vor einer Crew verabschieden, denn man hat so vieles zusammen erlebt, sich aneinander gewöhnt und ist als Team zusammengewachsen. Wir wurden immer auf Händen getragen und verwöhnt. Bye, bye Alex und Werner.

Es hat sich gelohnt zum Guggenheim Museum zu gehen – ein imposanter und sehr uniquer Bau, der in der Morgensonne sehr speziell erscheint. Ab da war es ganz klar  und einfach wie gefahren werden muss– zum Fluss hinunter und einfach dem Fluss folgen bis zum Hafen. Ohne gross zu studieren fuhren wir los, machten noch dieses und jenes Foto und gondelten entlang dem Fluss. Beeindruckt hat uns Bilbao schon, wie sauber und geruchlos diese Stadt ist und wie ruhig und gemächlich diese sich an einem Sonntagmorgen gibt. Plötzliche erkannte ich ein markantes Haus und sagte Marcus noch, dass wir das gestern schon gesehen hatten. Er meinte nur, dass das gar nicht möglich sei…… Wir folgten dem Fluss, erfreuten uns an den vielen Fischen und dem super Velo Weg. Dann passierten wir noch einen großen Markt und kamen uns schon etwas deplatziert vor – hier die nicht gerade günstigen Rennmaschinen und da die Ware die für wenige Euros angeboten wird. Der Markt zog sich über mehr als einen Kilometer hin und am Ende war dummerweise eine Sackgasse. Nun begannen wir uns zu wundern und Marcus sagte: „Warum wird der Fluss eigentlich immer kleiner, sollte das nicht umgekehrt sein – wir sollten die Karte anschauen.“ Ich glaube es nicht – wir sind 12 Km, 180 Grad in die falsche Richtung gefahren und keiner von uns hat es gemerkt – das bringt uns sicher den „Orientierungsorden“ ein….. Das ist das „gerechte“ an unseren Fehlern, wir müssen diese immer selber ausbaden. Nicht lange lamentieren, kehren und zurück.

Kurz vor dem Ende des Hafens überquerten wir den Fluss mit einer Art Seilbahn – ist noch eine coole Sache und wir waren sehr froh, denn sonst hätten wir noch einmal umkehren können.

Nun waren wir an der Küste und folgten dieser Kilometer um Kilometer. Immer wieder geht es hinein und hinauf ins Hinterland, um dann wieder hinunter ans Meer und an die Strände zu gehen. Kein Wunder wir befinden uns im Kantabrischen Gebirge.

So sammelt man natürlich munter Höhenmeter und die Kilometer addieren sich nur sehr langsam auf dem Tacho. Dank dem zweimaligen Nachfragen von Judith, hat der Capitain de la route einen Pausenhalt überhaupt eingeplant, denn er wollte einfach bis zum Ziel durchfahren. Zum Glück nicht, denn wir liefen schon etwas „blau“ und waren dann froh die Crew bei Km 90 zu sehen. Sie hatten einen wunderbaren Rastplatz ausgesucht in Laredo, wo wir eine coole Aussicht über den Strand und die unter uns liegende Stadt hatten.

Von Laredo-Beach aus nahmen wir eine kleine Fähre. Zuerst mussten wir durch den Sand gehen und die Fähre via einem von der Fähre an den Strand ausgefahrenes Brett besteigen. Kaum auf der Fähre, sah Marcus was der feine Sand bereits angerichtet hatte – wir hatten quasi Sand im Getriebe, sprich die Kette und der Wechsel hatten überall Sand, der vom starken Wind überall herumflog. Zum Glück hatte er noch die „Notfallfeuchttücher“ dabei (während der Durchfallperiode ständiger Begleiter in der Rückentasche) und so konnte er eine „Kurzreinigung“ durchführen.

Auf dem Weg zur nächsten Fähre in Santander hatte Marcus gleich zweimal einen großen Schutzengel und zum Glück Scheibenbremsen. Kurz vor dem Ende einer Abfahrt übersah ihn ein Autofahrer und kreuzte einfach vor ihm – wahrscheinlich sah er Marcus, der im Schatten angerauscht kam, einfach nicht.  Mit viel Akrobatik und eben dank den super Bremsen konnte er den fast sicheren Zusammenprall verhindern. Der erste Vorfall nach fast 5’000 Km, der wirklich ins Auge hätte gehen können.

Beim zweiten Vorfall, war Marcus in einem Kreisel sich am Orientieren und übersah das vor ihm stoppende Auto – ich konnte gerade noch schreien und dank den super Reflexen und eben einmal mehr der super Scheibenbremsen, kam Marcus mit einem fast „Velovorderradhandstand“ davon.

Es ist noch nicht vorbei…… nun komme ich noch in diesem Actiontheater auf zwei Räder. Auf der Fähre in Santander stellte ich fest, dass mein Hinterreifen so eine kleine Ausbuchtung hatte, doch machen konnte ich ja nichts – nur hoffen, dass er halten würde. Das tat er dann auch bis 18 Km vor dem Ziel und er dann mit einem lauten Knall den Geist aufgab. Glück im Unglück – genau vor einem Restaurant und nicht in the middle  of nowhere! Also kurz den JMZ-TCS-Dienst anrufen und bei einem Espresso und einer eisgekühlten Coke warten. Der TCS kam nach gut 30’, der Mech hatte ich ja dabei und 10’ später waren wir on the road again. Von nun an zog es sich aber wie bei einem Kaugummi, wenn man an einem heissen Tag mit den Flipflops reinsteht und den nächsten Schritt machen will.

Viel gegessen hatten wir ja heute nicht und ich war kurz vor dem Hammermann und sagte zu Marcus: „oh jetzt wären ein paar Nüssli super“ – Marcus: „oh ja und ein Notfallbier!“ Ja um 18h45 war es dann soweit – wir sind am Ziel und genau das wurde uns dann serviert: Nüssli, Chips und je ein Notallbier, das wir noch aus Schottland dabei hatten.

Ja so kann es gehen, wenn man glaubt einen lockeren Tag vor sich zu haben! Das ist die eine Seite der Medaille und die andere und das scheint mir viel wichtiger: zweimal hatte Marcus einen Schutzengel und die Panne geschah an einem perfekten Ort.

Fazit:  Zum Glück gibt es Schutzengel und Scheibenbremsen. Aus einer vermeintlich leichten Tour kann eine ganz andere entstehen.

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Etape 32 

Eviva Espana – Au revoir  la France

il était clair aujourd’hui que techniquement parlant ça n’allait pas être du gateau, cette étape ! Et se mettre en selle nous a pris quelque temps. On devait passer par Biarritz, San Sebastian, et pour la suite nous n’avions pas la carte adéquate, mais une échelle à 1 500 000ème , ce qui signifie que toutes les routes  paraissent droites, et que l’on ne voit pas les difficultés ni les détails.

Dès qu’on a passé la frontière, tout était différent ; l’architecture des maisons, la conception des villes, les routes, les panneaux dans une langue différente. En outre, nous entrions dans le 8ème pays de notre tour, nos sens sont aiguisés et nous observons maintenant  les particularités de chacun. Comme  le dit le proverbe «  quand quelqu’un fait un voyage,  au moins il a quelque chose à raconter ».

Et tout à coup ils sont là ; les cyclistes, les joggers,  et les pélerins sur le chemin de St Jacques de Compostelle. On les reconnaît à la coquille St Jacques qu’ils ont dans le dos et à leur bâton de pèlerin.

Leur but c’est St Jacques, pas nous mais il est clair que nous ferions plus vite qu’eux  les 700 km vers cette étape.

Nous cherchons la N634 qui semble la route la plus directe d’après la carte,  mais c’est une provocation ou quoi ? c’est une autoroute, ce qui n’était pas signalé. Le ministre espagnol des transports n’est pas un cycliste, c’est certain, sinon il signalerait sur les panneaux que c’est une autoroute interdite aux vélos (et pas une nationale). Ca nous est  déjà arrivé à St Sebastian, de nous diriger sans le savoir vers une autoroute,  et on a donc longé la  belle promenade (la Concha) puis on a mis une heure pour sortir de la ville.

On a donc pris chemin de montagne pyrénéen ,  et arrivés en haut, nous avons été récompensés de notre effort : une vue magnifique sur la côte, pas de circulation, ça valait le coup. Nous nous sommes arrêtés à 14h30 pour déjeuner et avions alors parcouru  108 km, il nous en restait encore 70, il faisait 30°C. Je n’avais pas envie de parler, encore moins de danser le fandango.

Pas grand-chose à dire sur le reste de l’étape sinon que nous avons quitté la côte, pour l’intérieur des terres, avons eu d’abord le vent arrière, puis latéralement. Marcus encore une fois servait de paravent. A Bilbao nous attendait le comité d’accueil  qui en était déjà à l’apéro, puisqu’il était 18 h 30: les épouses de Werner et Alex et notre nouvelle équipe. J’étais  vanné, plus que Marcus, et la bière est arrivée au bon moment. Les nouveaux accompagnateurs étaient discrètement informés par les anciens de la surveillance médicale à nous apporter. Je n’ai pas voulu en savoir plus.

J’ai tout oublié pendant le dîner et retrouvé ma bonne humeur, et le reste de la soirée s’est bien passé. Demain en selle dans une nouvelle région, en bonne santé et en forme avec notre nouvelle  équipe, avec pour but Gibraltar et l’aide apportée à « ROKJ und Pro Juventute ».

Etappe 32 – 182 Km / 2’020 Hm

Start:                                               09h15 Bayonne
Ziel (Ankunftszeit):                         18h15 Bilbao Spanien
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         7h12  / 180.27
Durchschnitt:                                   25.3 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           182 Km / 4’897 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       2’020 Hm / 40’951 Hm

Eviva Espana – Adieu la France

Uns war allen klar, dass der heutige Tag routentechnisch nicht ganz einfach sein wird und darum brauchten wir auch sehr viel Zeit bis wir uns auf die Route festlegten. Es begann damit, dass wir aus Bayonne raus, durch Biarritz und San Sebastian hindurch mussten. Leider verfügten wir ab der spanischen Grenze über kein gutes Kartenmaterial mehr, dh. die vorhandene Karte hatte den Massstab 1:500’000 – darauf sieht alles einfach und direkt aus und wird dann der erlebten Realität eines Radfahrers in keiner Art und Weise gerecht.

Quasi mit dem Überqueren der Grenze war es vorbei mit dem hügellosen Gelände. Überhaupt hat der ganze Groove wie auf Knopfdruck geändert – es ist nicht nur das Offensichtliche wie die Sprache, nein es ist die Architektur und Anordnung der Städte, es sind die Straßenbezeichnungen – zu denen komme ich noch! Und sonst was auf und neben den Straßen geschieht. Ich behaupte, dass man das mit dem Fahrrad viel intensiver und direkter erlebt als mit dem Auto. Mittlerweile sind wir im achten Land (wenn wir  Dänemark, Deutschland und Holland auch noch dazuzählen) unterwegs und unsere Sinne sind sicher so geschärft, dass wir diese Veränderungen wahrnehmen.  Und das bestätigt auch das alte Sprichwort: „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er etwas erzählen“.

Und da waren sie plötzlich – die vielen Rennvelofahrer, Jogger und die Wanderer mit Rucksäcken. Wir befinden uns seit einiger Zeit auf dem Jakobsweg https://de.wikipedia.org/wiki/Jakobsweg . Gibt es ein typisches Muster  bei den Pilgern – nein überhaupt nicht, nur etwas verbindet scheinbar alle: sie haben auf dem Rücken eine grosse Jakobsmuschel befestigt und einen Wanderstock. Nicht nur sie haben das Ziel Santiago de Compostela, nein auch wir. Unser Vorteil, wir werden die gut 700 Km deutlich rascher absolvieren können.

Bald einmal war klar, das wir uns auf die N634 fokussieren, denn diese schien uns direkt. Es gab nur eine ganz kleine Herausforderung: die N634 ist ab und zu eben auch eine Autobahn (wie kann man nur so doofe Bezeichnungen machen – der Straßen Minister von Spanien scheint auch kein Velofahrer zu sein). Zweimal ist es uns passiert – wir folgen motiviert der Beschilderung und im letzten Augenblick sehen wir das Veloverbotsschild und der grosse Verkehr. Ganz übel hat es uns dann in San Sebastian erwischt. Da sind wir von der herrlichen Strandpromenade gekommen und haben fast eine Stunde einen Weg gesucht hinaus aus der Stadt, weil die N634 plötzlich eine Autobahn war. By the way: wie gerne hätten wir am Strand auch etwas „gechilled“, unsere schön braunen Arme, Beine und Gesichter präsentiert (den Rest hätten wir verdeckt gehalten, weil viel zu weiss) und dabei den Doppio Espresso genossen.

Statt Autobahn – nahmen wir im übertragenen Sinne die Bergbahn…… es ging ein erstes Mal so wunderbar den Berg hinauf. Der Lohn – eine wunderschöne Aussicht auf die Küste und keinen Verkehr. Der Schweiß lief und das Tempo verlangsamte sich. Auf dem untenstehenden Höhenprofil könnt ihr sehen, wie es nun wieder ein Terrain für „Bergflöhe“ ist.

Der Mittagsrast war erst um 14h30, bei Km 108, bei knapp 30 Grad und nach 1’400 Hm. Mir war es nicht mehr so ums Sprechen beim Essen und als ich dann auch noch realisierte, dass wir noch gut 70 Km vor uns hatten, war es nicht so, dass ich den spanischen Freudentanz vollführte. Gibt es eine Wahl, ja würde es, doch keine, die ich in Betracht zog. Also „Füdlibacken zusammenklemmen“ und weiter ging es.

Viel spannendes zum zweiten Teil gibt es nicht wirklich zu erzählen, da wir uns weg von der Küste und uns mehr im Landesinneren bewegten. Die Hälfte der Strecke mit Rückenwind und ab dem höchsten Punkt der heutigen Etappe (313 MüM) mit vollem Gegenwind. Marcus übernahm einmal mehr die „Windblockerfunktion“ und führte Klein-Isi bis nach Bilbao. Dort erwartete uns ein großes Begrüssungskomitee (die Frauen von Alex und Werner (Ursula und Edith) sowie die neue Crew mit Rolf und Judith sind bereits gestern angereist).  Sie waren bereits im Apéro, kein Wunder es war ja auch schon 18h15. Wir beide waren schon recht gezeichnet und ausgepumt (ich sicher um einiges mehr als Marcus) und so kam uns das „Notfallbier“ gerade richtig – so quasi als lebensrettende Sofortmassnahme. Während wir beide noch etwas in den Seilen hingen im Strassenkaffee, wurde die neue von der alten Crew in sämtliche Geheimnisse der Betreuungskunst eingeweiht. Es würde mich schon noch interessieren, was so auf der Tonspur noch für Informationen über uns beide Vögel übermittelt werden….. nein lieber nicht!

Beim Nachtessen war schon fast alles wieder vergessen und bei bester Stimmung liessen wir den Abend ausklingen und morgen geht es ja bereits wieder weiter. Neues Land, neue Crew, die gleichen Radfahrer und dem gleichen Ziel: gesund und munter Ende September in Gibraltar anzukommen und dabei viel zu erleben und Geld für ROKJ und Pro Juventute zu sammeln – as simple as that!

 

Fazit: „Bergflöhe“ sind gefragt. Andere Länder – andere Strassenbezeichnungen. Neue Crew übernimmt. Aus flach wurde hügelig. 

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Journée de repos à Bordeaux.

Après la châleur torride hier, aujourd’hui  il fait 25°C, ce qui est idéal pour notre journée de repos.

Nous avons passé la nuit chez tatie Coco, et nos accompagnateurs dans un petit hotel proche. Après le petit déjeuner, Werner et  Alex sont allés visiter Bordeaux, ils ont pris le bus, le tram, fait un tour de la ville dans le bus à ciel ouvert. De notre côté nous sommes allés nous faire masser et relaxer par un physiothérapeute  très compétent, qui n’a pas voulu de notre argent. Il a juste souhaité faire une photo avec nous devant le fourgon Mercedes  Nous tenons à le remercier chaleureusement. Ensuite,  nous sommes allés à Lacanau,  au bord de la mer,  que Marcus connait bien et où il est allé depuis qu’il est petit : petite baignade, gateau, café. Nous sommes revenus à  Bordeaux pour aller rendre visite à  quelques membres de la famille de Marcus. Quelle famille formidable.  Ils m’ont fait comprendre qu’on faisait partie de la famille.

Ils soutiennent aussi  Jede Meile zaehlt !

Etape 31  : Bordeaux/Bayonne

En se levant ce matin, il n’y avait aucun doute : hier nous avions bu trop d’eau, d’apéros, trop mangé… mais le dîner était vraiment délicieux du début à la fin. Ce matin on manquait de sommeil. A 9h45, nous ne savions pas vraiment quel chemin prendre pour sortir de Bordeaux. Marcus avait reçu des avis différents  de sa famille. La chose certaine c’était que nous allions rouler sur du plat ! du début à la fin.

Le temps était des nôtres, 20°C, du soleil. On ne voyait pas le bout de la route, pas de virage non plus, c’était toujours tout droit, et des pins , des pins, des pins à perte de vue. Nous avons mis la gomme et en un rien de temps nous avons rejoint notre équipe à 106 km pour la pause déjeuner.

On en a profité pour regarder la carte, et il était clair que nous devions faire plus de km que prévu, sinon l’étape du lendemain serait trop longue. On n’a pas trop réfléchi  car on a senti quelques gouttes, il ne nous restait plus qu’ à faire 90 km. J’ai remarqué que notre vitesse moyenne était de 32,6 km/h, pas mal, nous avons poursuivi notre route, et c’était la même chose : des pins, des pins et des pins, et une route toujours droite.

Nous sommes arrivés à Bayonne, c’était notre dernière soirée avec nos accompagnateurs  qui nous quittaient le lendemain. A l’hotel, prise de tête  pour faire comprendre qu’on veut une chambre à 2 lits,  je veux bien partager la chambre avec Marcus, mais certainement  pas le lit. En arrivant dans notre chambre on voit un grand lit, on a dû  redescendre et insister  pour avoir enfin nos 2 lits.

Superbe dîner dans un restaurant qui ne payait pas de mine. Notre tour en France approche bientôt de la fin, encore quelques km et nous serons en Espagne.

Etappe 31 gesponsert von Sandro Schmid – AAAccell – 203 Km / 566 Hm

Start:                                               09h45 Bordeaux
Ziel (Ankunftszeit):                         17h30 Bayonne
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         6h23 / 173h15
Durchschnitt:                                   31.7 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           203 Km / 4’715 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       566 Hm / 38’931 Hm

„Zägg – dä nächschti 200er“

Beim Aufstehen wurde ganz rasch klar – gestern hatten wir von allem etwas zu viel……  vom Essen, vom Mineralwasser, vom Apéro und ja vielleicht auch etwas vom Bordeauxwein….. Von etwas hatten wir aber auch etwas zu wenig: vom Schlaf. Wird das alles zusammengemischt ist das Resultat dann offensichtlich: wo ist die Motivation für die anstehende Etappe?

Bis wir dann losfuhren war es bereits 09h45 und so ganz klar war auch nicht wie wir aus Bordeaux herauskommen sollen. Marcus hat von seinen Verwandten sicher fünf verschiedene Varianten erklärt bekommen. Eines war bereits klar beim Start – es wird eine totale Flachetappe – also von Beginn weg „Kette rechts“.

Das Wetter meinte es sehr gut mit uns – angenehme 20 Grad und etwas Sonne. Es ging dann ganz flott aus der Stadt hinaus und dann hatten wir primär diese scheinbar endlosen Gerade vor uns. Da kannst du während 5 Km einfach nur geradeaus fahren und das Ende der Strasse oder eine Kurve ist am Horizont nicht sichtbar. Links und rechts von der Strasse ist es ebenfalls immer gleich – Pinien und noch einmal Pinien. Was macht man da am Besten: Griff und Kopf nach unten, Kette rechts und Vollgas geben. Im bewährten 5 / 5 liessen wir es wortlos krachen. In no time erreichten wir unsere Crew zur Mittagspause nach 106 Km mit einem Schnitt von über 32 KmH.

In der kurzen Pause beugten wir uns alle noch einmal über die Karten und stellten fest, dass wir das Ziel nach hinten verlegen müssen, da sonst die morgige Etappe zu lange sein würde. Wow, das bedeutet nun 200 Km – also noch einmal knapp 90 Km – nicht gerade ein Aufsteller. Als ob das nicht schon genug wäre, zogen noch Wolken auf und es begann zu tropfen. Was soll’s: Augen zu und durch – nicht lange studieren, denn es wird nicht besser.

Nach 180 Km zeigte der Tacho einen Durchschnitt von 32.6 – nicht schlecht. Ich war ganz schön froh, dass wir nicht das Wetter der Etappe 30 hatten, das hätte uns wohl den Rest gegeben. Seit der Mittagspause hat sich landschaftlich rein gar nichts verändert: Pinien, Pinien und noch einmal Pinien und das bei pfeilgeraden und endlos scheinenden Straßen.

In Bayonne sind wir nun angekommen und somit auch der letzte Abend mit Alex und Werner, die morgen Abend den Autoschlüssel und die Verantwortung an die neue Crew übergeben werden.

Bei der Hotelbuchung ist immer eine der grossen Herausforderung, dass Marcus und ich wohl das Zimmer jeweils teilen, doch das Bett wollen wir nicht auch noch teilen, ergo ist ein Kingsizebed für uns nicht ideal. Heute war wieder so ein Fall. Nach dem Checkin gehst Du mit Sack und Pack ins Zimmer und siehst nur das eine Bett – also wieder runter an die Reception – ein neuer Anlauf. Heute ging das dreimal so, bis sie dann in einem Zimmer aus einem grossen Bett, zwei einzelne gemacht hatten.

Der Highlight war dann das Nachtessen in einem unscheinbaren Restaurant: http://www.restaurant-bayonne-royleon.com – ganz spezielle Menus, raffiniert gemacht und sehr einladend angerichtet – ein Traum.

Unsere Zeit in Frankreich nähert sich dem Ende –nur noch wenige Kilometer und dann befahren wir Spanien. 

Fazit: „Kette rechts“ und dann Vollgas

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Ruhetag in Bordeaux

Ein Ruhetag scheint immer etwas schneller vorbei zu gehen….

Gestern noch eine „Bollenhitze“ und heute angenehme 25 Grad – ideal für einen Ruhetag. Alex und Werner waren natürlich voller Tatendrang nach sechs Tagen primär für uns dazu sein. So trennten sich unsere Wege bereits nach dem Frühstück, das wir auch getrennt eingenommen haben. Während Marcus und ich bei der Tante im Haus übernachteten, bezogen die beiden je ein Zimmer in einer nahegelegenen Jugendherberge. Mit dem Tram fuhren sie los um Bordeaux zu besichtigen.

Unser Weg führte uns zuerst zu Cousine Nathalie und danach direkt zu Yves, einem Physiotherapeut, der uns massierte und behandelte. Während er den einen massierte, war der andere an einem Elektromassagegerät angehängt und erhielt so quasi Elektroschocks – nein natürlich nicht – eher ein angenehmes „Chrüsälä“. So kam jeder in den Genuss von gut einer Stunde Behandlung. Statt einer Bezahlung, wünschte er sich nur ein gemeinsames Foto mit uns vor dem Mercedes. So habe er das Gefühl auch etwas zu dieser tollen Sache beigetragen zu haben. Wie cool ist das denn – danke Yves you made a difference.

Nun ging es direkt an den Strand in Lacanau. Eine Beach von besonderer Bedeutung für Marcus, dort war er als Kind und mit seinen Kinder schon x-mal. Was haben wir gemacht – NICHTS.  Ein kleines Nickerchen am Strand, ein kurzer Schmumm im erfrischenden Meer und natürlich ein Espresso da und etwas Süsses dort. Die Zeit verflog nur so. Wäre manchmal schön, wenn das bei härteren Etappen auch der Fall wäre.  Aber eben, das Leben ist kein Ponyhof.

Ab 18h00 ging es von einem Verwandtenbesuch zum anderen und überall waren wir so herzlich willkommen. Wir wurden beschenkt und bewirtet und selbstverständlich war die Zeit überall viel zu kurz und zu knapp. Was für eine tolle Familie hat Marcus hier in Bordeaux – einfach super und man fühlt sich sofort als Teil davon.

Noch etwas in eigener Sache: für die kommenden 5 Etappe haben sich noch keine offizielle Spender eingefunden – also wer hat noch nicht oder will noch einmal???

Fazit:  Auch die Franzosen unterstützen JMZ. Sun, fun and nothing to do. 

Etappe 30 – gesponsert von Amberg Engineering AG – 206 Km / 727 Hm

Start:                                               08h45 La Rochelle
Ziel (Ankunftszeit):                         18h00 Bordeaux, Le Taillan
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         7h43  / 166h52
Durchschnitt:                                   26.7 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           206 Km / 4’512 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       727 Hm / 38’365 Hm

Angesagt: 165 Km – gemacht 207 Km – wer hat hier gerechnet? Weinstrasse im Bordeauxgebiet – ein Traum, wenn man einmal dort ist. Happy Familientreffen von Marcus

Gemäss den heutigen News wird Bordeaux die Stadt sein mit den höchsten Temperaturen von ganz Frankreich – erwartet werden 37 Grad und da wollen wir wirklich hin und das noch mit den nicht-klimatisierten Rennräder???? Okay, die beiden Routenplaner Marcus und Alex berechneten eine Etappe von 165 km.  Es kam noch besser, denn an der Hotelreception wurde uns ein noch kürzerer Weg nach……

Oh wie cool, ich sitze hier in meinem Zimmer, bin am Blogschreiben und da fliegt mir doch eine kleine Fledermaus um die Ohren. Wow, so nahe habe ich noch nie eine gesehen und ich bin sicher, das ist ein super Ohmen – danke für deinen Besuch mein kleiner Freund (ist soeben aus dem offenen Fenster verschwunden).

……. sorry für den kleinen Einschub. Wo war ich? Ach ja beim kürzeren Weg bis nach Rochefort. Wir sind extra eine halbe Stunde als üblich losgefahren, weil wir wussten, dass wir in Royan eine Fähre erwischen müssen.

Zügig kamen wir voran und erreichten Rochefort wirklich super gut, doch dann fuhren wir doch tatsächlich einmal im Kreis – jänu, da ging unser kleiner Vorsprung flöten. Wie kann das nur passieren? Wir sind ja schon super Helden.

Wir fuhren in Royan ein und das zeitgleich mit der Fähre – super Timing. Die Crew stand bereits ready mit den Lunchbags für uns Athleten – was für ein super Service. So konnten wir auf der 20 minütigen Überfahrt etwas essen und drinken, hatten wir doch bereits 86 Km in den Beinen und heiss war es auch schon.

Mit dem ersten Meter im Département de la Gironde schien Marcus in seiner ersten oder zweiten Heimat angekommen zu sein. Er zeigte mir gleich einer der Strände, die er bereits als kleiner Junge besucht hatte. Ihr hättet sein Leuchten in den Augen sehen sollen – unvergesslich.

Marcus hatte eine klare Vorstellung über den restlichen Verlauf der Etappe, hatte er diese ja früher auch schon mit dem Auto befahren – ja mit dem Auto mein guter Freund……. Ich fragte ihn noch wegen dem evtl. Nachschub für die Bidons – ist keine Problem, wir können unterwegs in den kleinen Städtchen jederzeit kurz anhalten und etwas einkaufen…..

Jetzt weiss ich auch warum der Wind gestern wohl etwas länger gepennt hat, damit er heute Vollgas geben konnte und das tat er. Statt mit „Kette rechts“ Vollgas geben zu können, mussten wir immer wieder auf das kleine Kettenblatt schalten, um so einigermaßen gegen den Wind aufkreuzen zu können. Und nun kammen sie – die Hitze und die 25 Km, die nur endlos flach sind und keinen Schutz vom Wind bot. Nach einer Weile schaute ich Marcus etwas fragend an???? Marcus: „ja es wird bald besser wenn wir bei den Weingüter sind, da wird es Bäume und Alleen haben, die uns vom Wind schützen werden“. Das stimmt, aber erst nach eben diesen 25 Km. Ja diese Anfahrt auf der Weinstrasse hatte mein lieber Freund etwas anders in Erinnerung. Was ich ihm zu Gute halten muss – er übernahm Verantwortung und führte einen heroischen Kampf mit und gegen den Wind.

Wir alle kennen folgenden Satz aus der Werbung von Medikamenten: „Zu Risiken und Nebenwirkungen, lesen sie die Packungsbeilage oder fragen sie ihren Arzt oder Apotheker“ – Was wäre wohl heute in der Packungsbeilage gestanden oder was hätte der Arzt uns empfohlen? Fahrradfahren in dieser Hitze (mittlerweile 33 Grad und Wind wie in einem Backofen) – könnt ihr vergessen – abgelehnt – Übungsabbruch, zuviele Risiken und Nebenwirkungen. Leider keine Option für uns – also weiter.

Während dem Fahren ist die Haut immer schön trocken und man schwitzt gar nicht – danke lieber „Windföhn“. Hält man aber an, dann passiert folgendes: Grosshirn an alle Pumpstationen: „sofort kühlen, was ist das nur wieder für eine Sauhitze heute – das ist ein Notfall sofort, ich betonne! Sofort runter kühlen.“ Und dann stehst du da und es läuft dir nur so runter.

Nun zum Getränke-Nachschub: kein Städtchen auf den ersten 70 Km hatte einen offenen Laden oder ein Restaurant – super Mr. Tourguide. Die Bidons bereits leer und keine Ende von Hitze und Wind in Sicht. Lösung: Notfallnummer einstellen und innert 15’ war die JMZ-Rettungscrew vor Ort.

Und dann kamen sie, die Weingüter und Marcus hatte wirklich nicht zu viel versprochen. Wunderschöne Güter, Reben so weit das Auge reicht und ein Marcus, der über jedes Gut etwas zu erzählen wusste, primär wie super gut dieser und jener Wein ist. Und ja, nun waren wir vom Wind geschützt……

In Städtchen Pauilac offerierte Marcus uns allen ein grosses Glacé und je zwei Cola’s – wie super gut war das denn. Alex und Werner hatten heute unterwegs den Sprinter in einer Waschanlage wieder auf Hochglanz gewaschen und poliert und das ist doch eine Glacebelohnung wert oder?

Ich schaute auf meinen Tacho: 166 Km – oh wir sind ja bereits am Ziel – denkste es fehlen noch 40 Km – was ist hier nur schief gelaufen? Spielt eigentlich keine Rolle, denn Bordeaux le Taillan ist noch nicht da, also Schnauze halten und pedalen…..

Es folgten weitere Weingüter, die wirklich eine Augenweide sind und so vergingen die 40 Km im Fluge. Wir biegen in einer der Strassen in Le Taillan ein und da kommt uns ein Teil von Marcus Familie ebenfalls mit Fahrräder entgegen. Was für eine herzliche Begrüßung und Tatie Coco mit 81 Jahren, wollte gleich ein Rennen machen. Gibt es etwas Schöneres als von einer Familie so empfangen zu werden? Zusammen fuhren wir die restlichen Meter und dann ging es los mit Apéro, kurzer Abkühlung im Pool, über zur Vor-, Hauptspeise, Käse und Dessert. Zu zwölft sassen wir zusammen am Tisch und sprachen mit Händen und Füssen, denn mein Französisch ist etwas eingerostet und  gehört bekanntlich nicht zu meinen lieblings Sprachen….. Was für ein super toller Abend und was für eine Gastfreundschaft – danke Euch allen.

So nun Ruhetag in Bordeaux – uns wird es sicher nicht langweilig, doch zuerst noch dem kühlenden Wind etwas zuhören und dann schlafen.

 

Fazit: Die meisten sind am Ende der Weinstrasse körperlich schwerer und finanziell leichter – bei uns ist es gerade umgekehrt – zu viel geschwitzt  beim Kampf gegen Wind und Hitze. Die speziellen Erinnerungen und Empfindung von Marcus bei seiner Familie.

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Etappe 29 : 172 Km / 853 Hm

Start:                                               09h15 Pornic
Ziel (Ankunftszeit):                         16h30 La Rochelle
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         5h48  / 159h09
Durchschnitt:                                  29.5 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           172 Km / 4’306 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       853 Hm / 37’638 Hm

Sehr gut vorangekommen. Zeit gehabt um zu philosophieren.  

Die Hitze hat uns eingeholt – schwitzen statt schlottern! Am Morgen sah es zwar noch nicht so aus, denn wieder hatte es Nebel und die Sonne hielt sich versteckt und auch der Wind war wohl noch am pennen, also wir losfuhren. Es ging gleich richtig los – aus dem Hotel raus und auf die Autostraße und volle Pulle – was häsch, das häsch!

Das Gelände war ideal für die 5 Km-Ablösungen – langgezogene Bodenwellen, die ein dahinrauschen so richtig ermöglichten. Also! Wenn es schon für uns läuft, dann nutzen wir das aus und der Wind hat wohl heute ausgeschlafen, denn er war erst so ab 11h00 spürbar – nicht fest aber eben doch so, dass es mehr Aufwand braucht auf dem Radel.

Es geht ja nicht immer nur gerade aus und wir folgen auch nicht immer der gleichen Straßennummer (z.B,D5 oder D786), d.h. bei jeder Richtungsänderung wird das neue Ziel, sprich Dorf, kurz bekanntgegeben, so dass dann vier Augen schauen können, ob wir richtig unterwegs sind. Was wir auf keinen Fall wollen, sind Umwege fahren, die kosten A) körperliche Kraft und B) tuen sie „geistig“ weh.

Man radelt so vor sich her, hat den Namen des kommenden Dorfes / Städtchen im Kopf und fokussiert sich darauf. Es wird erreicht, man passiert es und fährt weiter und ja man vergisst es wieder. Einige bleiben aber aus irgend welchen Gründen hängen, doch die meisten gehen unbeachtet vorbei oder positiv formuliert – man hat diese wieder losgelassen. Das ist mir heute so aufgefallen und hat für mich auch eine Parallele zum wirklichen Leben. Dinge werden definiert, avisiert, passiert/erledigt/erlebt und sind dann Vergangenheit. Die Kunst ist es im Augenblick zu sein, es zu genießen, es dann aber auch wieder loszulassen. Ja beim Velofahren wird einem auf einfache Art und Weise so einiges bewusst.

105 Km geschafft und das mit einem Durchschnittsspeed von 30.5 – well done Boys. An einem kleinen Weiher haben Werner und Alex für uns den Lunch serviert. Wir können ja nun alle wieder „normal“ essen – halleluja. Die Sonne war nun voll da und der Wind ebenfalls.

La Rochelle, unser heutiges Ziel, ist nur noch knapp 60 Km von uns entfernt – das sollten wir in 2.5 Std. locker schaffen. Eltern mit kleinen Kindern wissen, dass so gegen Abend die Kleinkinder oft die „Schreiphase“ haben – wer weiß warum? Das kam mir heute in den Sinn, als ich einmal mehr Marcus erlebte nach dem Mittagsrast, denn dann hat er jeweils seine „Stampferphase“ und fährt so Rad, als ob es Morgen verboten wird.

Der Vorteil vom raschen Velofahren bei dieser Hitze (zeitweise 33 Grad) ist der wunderbare Wind, der scheinbar kühlt. Zusammen mit dem Gegenwind ja schon fast chillig J – wehe wenn man aber kurz anhält, dann weiß man wie sich der Mozzarella auf einer Pizza im Ofen fühlen muss.

Ihr spürt heute war ein erfolgreicher Tag und wir sind stolz: 170 Km mit einem Durchschnitt von fast 30 KmH, nachdem wir vor zwei Tagen noch so in den Seilen gehangen sind. An dieser Stelle danken wir dem grossen Support von vielen Bloglesern und Fans – es hat geholfen. Einmal mehr: wo ein Wille ist, ist ein Weg und wenn der Wille noch sinnvoll umsetzt wird, ist noch viel mehr möglich. Ich bin stolz auf die JMZ-Truppe – weiter so und nun sind wir ja nur noch eine Etappe vom Weinparadies und dem wohlverdienten Ruhetag entfernt. Chateaux’s wir kommen – get ready and get the great win’s out.

Fazit: Die Wärme beflügelt.  

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Etappe 28 : 190 Km / 1’683 Hm

Start:                                               09h00 Moncontour
Ziel (Ankunftszeit):                         18h00 Pornic
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         7h18  / 153.21
Durchschnitt:                                   25.9 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           190 Km / 4’134 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       1’683 Hm / 36’785 Hm

Deutliche Antwort auf die gestrige Misere.  Reis und Rüebli „retten“ alle JMZ-Büebli. Wieder mehr oder weniger im Fahrplan

Was für ein Aufstehen heute Morgen? Das Morgenessen haben wir alle ins Zimmer separat geliefert bekommen, da das Hotel eigentlich geschlossen ist. Als ich aus dem Hotelzimmer (alle Zimmer haben dein Eingang direkt an einer Strasse) ging sah ich Werner und Alex je mit einer Tasse Kaffee in der Hand draußen stehen. Und nun die alles entscheidende Frage: Wie geht es? Alex: „ich wurde auch noch richtig „durchgeputzt“ und Werner: „Lage stabil, kann aber noch nichts essen“. Bei Marcus tönte es ähnlich und ich war immer noch leicht fiebrig. In einem Punkt waren wir uns bereits vor dem Start einig: das Menü für heute Mittag – Reis mit Rüebli, so wie gestern zum Nachtessen und teilweise zum Frühstück (ich habe die Resten von gestern gleich gegessen).

Bordeaux ist in drei Tagen zu erreichen und durch die verkürzte Etappe von gestern gibt es etwas mehr für die kommenden Tage. Für heute planten wir gute 155 Km.

Das Wetter war gut, dh. trocken mit etwas Nebel, was hier in der Bretagne nichts ungewöhnliches ist. Marcus fühlte sich Welten besser als noch gestern – wie sagte er: „ich habe wieder richtig Benzin drin“ und so übernahm er die Führungsarbeit, da ich mich noch nicht so super fühlte. Bis zum Mittagsrast agierte und reagierte ich nicht, nein ich funktionierte nur. Es war mein ganz persönlicher Kampf und zum Glück konnte ich einfach beim Capitain de la route anhängen. Das Gelände und der Wind machten es uns auch nicht ganz einfach, denn es war ein ständiges Auf und Ab und der Wind blies primär von vorne, mal etwas mehr von links und dann wieder von rechts, aber eben immer von vorne. Hat der etwas gegen uns?

Wir durchquerten so quasi die Bretagne von Norden in den Süden und das erklärt auch das hügelige Gelände. Wenn man dieses Gebiet mit einem Auto befährt und dabei den Tempomaten drin hat, ist das einfach und wunderbar – mit dem Radel ist es nur noch wunderbar! Die Gegend hat sehr viel zu bieten an alten und gut erhaltenen kleinen Städtchen, die in der Vergangenheit sicher einmal eine größere Bedeutung hatten. Stellvertretend erwähne ich Josselin: https://de.wikipedia.org/wiki/Josselin

Beim Mittagsrast – bei Reis und Rübli – wurde die Route etwas verlängert auf knapp 170 km also nicht Saint Nazaire als Ziel, sondern Pornic. Somit war klar, dass wir die nächste grosse Brücke überqueren werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Saint-Nazaire-Brücke. Ich kann euch sagen, diese Dinger sind schon sehr eindrücklich und heute hatte es noch viel Wind und einen Nebel, der sich mit San Francisco vergleichen lässt. Natürlich hielten wir auf dem höchsten Punkt an und machten, wie es sich für richtige Touristen gehört, noch einige Fotos. Dabei blies uns der Wind um die Ohren, es war merklich kühler und der Nebel war gerade unter uns. Fazit: super cooles Erlebnis, noch eindrücklicher als die Brücke in Le Havre – Pont de Normandie.

Sobald die Brücke fertig ist, ist es auch fertig für uns Radfahrer, denn nach wie vor haben wir auf Autobahnen nichts verloren. Also rechts weg und neu orientieren. Nun stellte Marcus fest, dass er die Karten aus dem Atlas nur bis vor die Brücke fotografiert hat….. ups. Na gut wir haben ja noch iPhone und Garmin (leider können wir diese Dinger nur noch begrenzt nutzen, da das synchronisieren und laden von Routen so mühsam und langwierig ist und der geduldige Kurt ist ja auch nicht mehr da). Bald fanden wir einen Radweg, der gut beschildert und uns direkt nach Pornic führte – einziger Nachteil: ich glaube so jeder Hausecken in diesem Delta mussten wir irgendwie an- und umfahren. Ja und teilweise durften wir auch auf Naturstrassen fahren. Einmal mehr die letzten 15 Km können sehr lange dauern und so war auch heute. Kurz vor Pornic schaute Marcus auf seinen Garmin – er hatte dort die Hoteladresse eingeben – und was zeigte das Ding an: „Bitte wenden“- Marcus: „so ein Scheiss, dass kann ja nicht sein, los wir fahren weiter“. Ja wir hätten dieses eine Mal auf die Maschine hören sollen, denn unser „selbstständiges“ Weiterfahren führte zu einem Umweg von knapp 5 Km, denn die Wendeempfehlung war genau richtig. Um 18h00 erreichten wir das Hotel und der Tacho zeigte beachtliches: 190 Km und knapp 1’700 Hm – wir haben also eine klare Antwort zu gestern gegeben – das JMZ-Team ist wieder zurück.

Bei einem wunderbaren Nachtessen im Hafen genossen wir nicht nur das Essen, nein auch das Geleistete. Wir waren alle viel weniger auf den Felgen, als gestern nach den läppischen 106 Km. Nutzen wir diesen Wind aus und lassen uns nach Bordeaux tragen, wo uns der nächste Ruhetag erwartet.

Fazit: Das Team ist wieder auferstanden und hat so einiges geleistet. 

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Etape 25 du Havre à Carentan

Après une journée de repos, ce n’est pas évident de se remettre en selle, heureusement  nous n’avons pas trop de jours de repos. Nous nous sommes couchés tard, et le matin on l’a ressenti,  néanmoins il faut faire abstraction des pensées négatives,  et les mettre dans un coin, car ça n’avance à rien.

Nos accompagnateurs prennent joyeusement leur petit déjeuner mais nous deux n’avons pas faim, néanmoins le bon sens nous conseille de manger avant l’effort.

Le port du Havre, point de départ, est gigantesque et quand tu le parcours à vélo, tu as l’impression d’être minuscule et qu’il n’a pas de limites . il y a des cargos qui transportent jusqu’à 19 000 containers. Heureusement, hier, un chauffeur de taxi nous a donné les grandes lignes pour trouver le bon chemin, et on est arrivé au pont de Normandie. Je ne me suis jamais trouvé sur pont avec un pente de 6,5%  et j’ai du monter en danseuse. Crucial ! a dit Marcus dans la langue qui est ma préférée.

Ca s’est super bien passé, par Honfleur, et le long des côtes normandes .  Puis, en lisant les panneaux indiquant des noms bien connus  de batailles de la 2ème guerre mondiale, j’ai voulu y aller, mais la route planifiée ne passait pas par là. Nous nous sommes perdus, retrouvés sur l’autroute….., je vous laisse imaginer la tête des conducteurs, jusqu’à ce qu’on trouver lune sortie ( par l’entrée en fait). Nous faisons un détour et nous retrouvons sur du gravier avec nos super vélos qui  ont été conçus pour le Paris Roubaix….

L’équipe accompagnante a préparé son premier repas, super bon !

Pendant  notre traversée de la Normandie, mes pensées m’emportaient constamment  vers la 2ème  guerre mondiale, et ce qui s’y est passé . Beaucoup d’hommes ont laissé leur vie au combat, et le cours de l’histoire a changé, comme l’évolution de l’Europe.

Pour terminer mon récit de cette journée, je vais aborder un autre sujet : vous savez comme il est important pour les Français de faire un bon dîner et d’apprécier la soirée. C’est ce que nous faisons et nous n’allons pas maigrir !

Etape 26 de Carentan à Saint Malo

L’immodium remplace le croissant, et le riz le hamburger  –   Bain de mer  -Saint Malo est à voir absolument.

Hotel sur la promenade le long de la mer,  baignade dans la mer, et repas fantastique dans la vieille ville de Saint Malo.

Au lieu de profiter du buffet du petit déjeuner, Marcus , assis devant sa tasse de thé noir, à sorti l’Immodium de sa boite et lu la notice. Depuis hier son estomac et son intestin lui jouent des tours. Mon copain n’avait pas l’air frais ce matin, malgré la nuit à l’hotel,alors que 155 km  nous attendaient avec une première pause à 100 km.

Il y avait peu de circulation comme c’était dimanche, on a très bien roulé pendant les premiers 100 km, et aucun cycliste ne  nous aurait doublés. Nous roulons sur les magnifiques routes normandes que je conseille vivement de découvrir. Ces petits villages peuvent nous amener à croire que le monde, malgré  l’union européenne,  va bien. On a envie de s’arrêter dans les petites boulangeries ou boucheries artisanales pour y acheter quelque chose. Bien sûr on ‘est pas là pour ça mais notre équipe le fait.

Nous avons déjeuné devant le Mont Saint Michel. Marcus n’a mangé que du riz/carottes et moi un gros hamburger/frites. Marcus se sentait déjà mieux. Nous avons  grimpé jusqu’à l’église, et je me suis demandé ce que les bâtisseurs avaient pensé en construisant ici.

Il nous restait 50 km avant Saint Malo. Il fait 29 °, chouette on va  bronzer, mais on a le vent de face et il est chaud. On longe des établissements où on conditionne les moules et les huitres, de belles plages,  des promenades , beaucoup de restaurants.

Nous sommes arrivés à l’hotel avant nos accompagnateurs, et on profité du soleil, et du vent rafraichissant. Je me dois de féliciter le capitaine de la route pour son comportement aujourd’hui, car malgré son régime,  il s’en est très bien sorti. « Chapeau mon copain »

La suite vous la connaissez déjà, je voudrais juste ajouter que j’aimerais bien passer quelques jours de repos ici, et que j’apprécierais d’y revenir en touriste

Etappe 27 gesponsert von Hubmann Franziska: 106 Km / 918 Hm

Start:                                               10h30 Saint Malo
Ziel (Ankunftszeit):                         16h0 Moncontour
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         4h02  /146h03
Durchschnitt:                                   26.3 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           106 Km / 3’944 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       918 Hm / 35’102 Hm

Die JMZ-Truppe ist angezählt. Rückfall und ein weiterer Befall. Verkürzte Etappe.  

Leider war der Start in den heutigen alles andere wie gut, denn Marcus hatte einen Rückfall und es sollte noch andere treffen im Verlauf des Tages.

Marcus liess das Frühstück aus und es war geplant trotzdem um 09h00 los zu fahren. Wenn es dann gegen einem läuft, dann so richtig! Es begann auch noch zu regnen – was für ein Gegensatz zu gestern (heute 17 Grad, gestern 29 Grad). Im Vertrauen auf die WetterApp wurde die Abfahrt um eine Stunde verschoben. Wir schlichen alle irgendwie aus dem Hotel. Für die Crew war es auch nicht einfach, da die Routenpläne immer wieder von uns geändert wurden und sie nie so genau wussten, was und wie wir es heute machen werden. Lange Rede, kurzer Sinn: um 10h30 fuhren wir „topmotiviert“ im Regentenue los. Zum Glück war es nicht so kalt und der Regen nur leicht.

Bereits von Beginn weg war der Wurm auch beim Routenfinden drin. So dauerte es schon viel länger als geplant aus Saint Malo hinaus zu fahren und unterwegs verfuhren wir uns auch noch ein paar mal – es ist also richtig super doof gelaufen. Ihr könnt euch vorstellen, dass das das Stimmungsfass jetzt nicht gleich zum überlaufen brachte.

Wir fuhren eigentlich durch ein super schönes Gebiet, doch da es bewölkt war und unsere Motivation, Stimmung und Verfassung auch nicht gerade in der oberen Hälfte der Motivationsskala war, nahmen wir das irgendwie gar nicht so richtig wahr.

Im Fachjargon nennen wir das „eine richtige Drecksetappe“- man wurmt so vor sich hin, der Tacho scheint eingefroren zu sein und das Grosshirn entwickelt nur ein Auge für das Negative und das Schlimme – und es findet es laufend!!!

Eindrücklich war der Abstecher ans Cap Fréhel https://de.wikipedia.org/wiki/Cap_Fréhel – aber eben bei Sonnenschein wäre es noch viel schöner gewesen – ihr merkt – so war der Groove.

Zum ersten Mal haben wir die Crew zurück beordert, so dass die Pause früher stattfinden konnte. Es war bereits 13h45 und wir hatten erst 64 Km „erkämpft“. Es bringt nichts, das war uns nun glasklar. Also bis wohin soll es noch gehen? Es müssen mind. 100 Km auf dem Tacho sein (wer hat das eigentlich bestimmt? Ja so sind wir eben). Das neue Ziel wurde mit Moncontour definiert, Distanz etwas mehr als 40 km. Alex reservierte in Windeseile ein Hotel vor Ort. Irgendwie rafften wir uns wieder auf und gaben trotz körperlicher und geistiger Havarie noch einmal Vollgas.

Streckentechnisch lief es nun für uns, da es nur noch sehr wenige Steigungen hatte und primär via sehr langen Geraden abwärts ging. Moncontour  https://www.google.fr/search?q=moncontour+bretagne&client=safari&rls=en&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwi9387-rPbOAhUMahoKHbhTAt0Q_AUICCgB&biw=1040&bih=635 ist ein sehr idyllisches Dorf auf einer Anhöhe.

Wir kamen an, stiegen von den Rennmaschinen (die waren es noch, wir schon lange nicht mehr) und sassen einfach nur da vor dem Hotel. Wir beide sahen aus wie  ausgetrunkene Biergläser! Einfach nur leer.

Zimmerbezug, duschen und beide legten wir uns einfach nur hin – OHNE WORTE. Alex und Werner machten sich nun auf in die nächstgelegene Stadt um eine Apotheke zu suchen, damit sie ein Magen/Darmmittel für Marcus auftreiben konnten. Er braucht so etwas wie BioFlorin um wieder in die Gänge zu kommen. Ich selber bin auch leicht fiebrig und angezählt. Wie sich später herausstellte, hat nun Werner die gleiche Magen-/Darmgeschichte wie Marcus. Auf dem Weg in die Stadt gab es 4 Notfall-WC-Stopps (Hotel und Restaurant). Für Werner heute auch Immodium, statt Menu surprise.

Eine gute Seite hat das Ganze dann aber doch noch. Wir sind alle viel früher im Bett, da wir A)nicht essen gehen heute (es wird selbstgekochter Reis geben für die, die essen können) und B) so der Blog auch viel früher geschrieben werden konnte.

Also drückt uns die Daumen, dass die Wunderheilung über Nacht stattfindet, sei es für unsere Körper und das Wetter, so dass wir morgen bei Sonnenschein weiter in den Süden vorstoßen können.

Fazit:  Ein Plackerei für Körper und Geist. 

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