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Etappe 9 – gesponsert von Toms Bike Treff – 150 Km / 979 Hm

Start:                                               09h15 Trofors
Ziel (Ankunftszeit):                         16h30 Grong
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         5h12  / 52h56
Durchschnitt:                                   28.9 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           160 Km / 1’461 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       979 Hm / 14’617 Hm

The „Arctic“-Stage! Lagerfeuerromantik

Klaus empfängt uns um 15h30 (neuer Rekord) auf dem Camping in Grong, vor unserer Cabin. Wieder eine sehr gute Wahl – ein Zweizimmerhäuschen. Wir setzen uns hin vor der Cabin, Nüssli und Bier stehen bereit – finden uns super für das Geleistete und dann sagt Klaus mit einem gequälten Ausdruck im Gesicht: „Tut mir leid, dass ich das nicht auch noch richtig organisiert habe – ja dass der Veloraum für die beiden Supermaschinen beheizt ist“. Klaus Du bist unglaublich – danke Dir, dass Du jeweils unser Gepäck bereits reinträgst und alles bereit machst.

Übrigens hat diese Cabin sogar eine Bodenheizung, die an ist – was sagt das dem Leser???? Ja wir sind sehr froh darüber und ihr werdet auch gleich erfahren warum.

Die gestrige Lagebesprechung ergab, dass wir noch knapp 900 Km bis Oslo vor uns haben. Dafür stehen uns 6 Fahrtage zur Verfügung – also sind mind. 130 Km pro Tag gefordert. Heutiges Ziel Grong – ist 150 km entfernt.

Vielleicht langweile ich den einen oder andere Leser mit dem Wetter, doch wenn man diesem jeden Tag so ausgesetzt ist wie wir, erhalten Prognosen und Realität eine ganz andere Dimension. Hier in Norwegen ein bezahlter Wetterfrosch zu sein – ist ein garantierter Bankrott, denn hier ändert das Wetter ja quasi um jede Ecke.

Heute Morgen bei der Abfahrt: Da war sie – die vermisste Sonne und der blaue Himmel. Beflügelt fuhren wir los, mit einem Minimum an warmen Kleidern – was für ein Fehlentscheid! Es ging nicht lange, fuhren wir in die erste Wolke rein. Das fiese ist, dass man mit den polarisierten Brillen, denn Regen schon von weitem sieht – Ausweichen auf der E6 – not possible. Zum Glück regnete es nie so fest, dass wir anhalten mussten um die Regenjacken anzuziehen. Natürlich waren die Strassen nass und so wurden die Füsse mit der Zeit immer nässer und fast gleichzeitig begann die Temperatur zu sinken. Noch keine 90 Min im Sattel und schon zeigt die Temperaturanzeige knapp 5 Grad (vgl. Foto unten) an. So ein scheiss, wir haben erst bei Km 80 zum Lunch abgemacht und wir frieren bereits.

Das war nun die Zeit vom Capitain de la Route (Marcus), dem Chef halt. Je mehr es regnete, je kälter es wurde, um so schneller liess er seine „Nähmaschine“ (die Beine) laufen. Mit einem Durchschnitt von mehr als 35 KmH führte er das Feld an, schaute zu mir zurück und sagte mir mit seinem typisch verschmitzten Gesicht: „muss mich bewegen, sonst friere ich ein.“ Und noch einer aus Marcus Leben, denn er in dieser Phase von sich gab: „Eigentlich lasse ich mir den Bart zum Sonnenschutz wachsen, doch gegen die Kälte ist es auch noch super…“

So bei Km 70, also kurz vor der Rast, schonte es etwas, die Sonne schien und die Strassen waren trocken. Wir beide waren aber mittlerweile mit so ziemlich gefühllosen Füssen und Händen unterwegs. Ich träumte bereits von der wärmenden Armeedecke aus dem Auto. Da hatte Marcus wieder eine super Idee. Wir können ja Franziska fragen, ob sie, den am Morgen zubereitete Thonsalat XXXL, für uns nicht warm servieren könnte 😉

Wir kommen so um eine Kurve und da steht er – der Mercedes – WAS ist das??? Da raucht es, haben diese eine Panne, nein das darf nicht sein!!! – Was für einen Anblick! Klaus hat ein Lagerfeuer gemacht und alles ist angerichtet wie beim gemütlichen, sonntäglichen Picknick. Nun nur ganz rasch aus den nassen Schuhen, Socken und Kleider, die Armeedecke schnappen und ans Feuer sitzen. Da sassen wir dann am Lagerfeuer wie damals in der Pfadi, als ich noch „Loki“ und Marcus „Castor“ hiessen. Wer führt da Regie beim JMZ Abenteuer – unglaublich? Ueli konnte sich fotografisch austoben, denn am Morgen musste er so die eine oder andere Enttäuschung wegstecken. Nicht selten sahen wir ihn beim Vorbeirasen die Hände verwerfen. Er stand super positioniert – Kamera im Anschlag und dann kreuzten Autos oder Töff’s mit uns gleichzeitig das Bild – ein no go. Auf sein perfektes Bild warten wir also weiterhin…… – an uns liegt es nicht, denn wir machen super Fortschritte in der Schauspielschule für Rennradfahrer in action.

„Vom Winde verweht“ könnte man den zweiten Teil der heutigen Etappe betiteln. Die Sonne schien und je mehr sie das tat, um so mehr schien der Gegenwind zu blasen – ja alles kann man nicht haben.

Nach heute habe ich den Namen „Capitain de la rédaction“, während Marcus nun offiziell der „Capitain de la route et technique“ ist.

Fazit:  Wo es Rauch hat, hat es auch ein wärmendes Feuer – Lagerfeuerromantik während der Arctic Etappe.  Marcus ist nicht nur der Capitain de la route – nein auch ein Spassvogel

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Jour 9- feu de camp romantique

Bonne journée, nous arrivons à  à  15h 30 . Klaus nous attend  au camping  de Grong, avec de la bière et des fruits secs devant la maisonnette de deux pièces qui est un très bon choix. Notre chambre a le chauffage au sol et nous sommes contents.

Il nous reste 900 km à parcourir avant Oslo, ce qui signifie 130 km/jour.

Je ne veux pas vous ennuyer avec mes réflexions météorologiques, mais en Norvège, le climat change tout le temps. Nous sommes partis ce matin , sous un ciel bleu et du soleil, ça n’a pas duré, à travers mes verres polarisés j’ai reconnu les nuages annonçant la pluie, qui n’a pas tardé, pas trop forte, mais nos pieds étaient de plus en plus mouillés, et la température a baissé jusqu’à 5°. On était  frigorifiés.

Marcus, le capitaine de la route, pédale de plus en plus vite, 35km/h , il pleut de plus en plus et  il se retourne pour me dire «  je dois bouger, ou je gèle ». « C’est bien de se laisser pousser la barbe, ça protège non seulement du soleil mais ça tient chaud , super ! “  A 70km, le soleil réapparait, et Marcus continue : « A notre étape à 80 km du départ, Je  vais demander à Franziska de nous faire réchauffer la salade de thon ». On y arrive, nous apercevons de la fumée, et pensons qu’il y a un problème avec le moteur du fourgon Mercedes, mais non, Klaus nous a préparé un feu de camp !!! Vite ,enlevons nos vetements et chaussures mouillés, enroulons  nous dans la couverture militaire  et   installons  nous devant le feu

Marie-Christine Amelot

Etappe 8 – gesponsert von Barbara & Peter Zweifel – 140 Km / 1’631 Hm

Start:                                               10h00 Mo i Rana
Ziel (Ankunftszeit):                         16h45 Trofors
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):         5h10  / 43h13
Durchschnitt:                                   27.2 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           140 Km / 1’311 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       1’631 Hm / 13’638 Hm

 *Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden

Thor ist mit und für uns! Immer diese Tunnelgeschichten.

08h00 und draussen scheint die Welt unter zu gehen, denn es regnet wie aus Kübeln. Ich setzte meine Kontaktlinsen ein und da meint Marcus lakonisch beim Vorbeigehen: „ich dachte immer, dass Linsen unter Wasser nicht so gut sind!“ – super, das kann ja heiter werden heute on the road. Zum Glück kam es wieder anders – zu unseren Gunsten –YEESSS!

Bekanntlich hat eine Medaille immer zwei Seiten – angewandt auf den heutigen Wetterbeschrieb liest sich in etwa so: Am Morgen strömender Regen, dann den ganzen Tag verhangen mit dunklen Wolken, es ist nie wärmer als 10 Grad, windig und ab 16h15 regnet es. Was kann man da schon unternehmen, was ist das für ein Sommer?

Aus Sicht von uns Nord-Südfahrer sieht das etwas anders aus: Abfahrt bei noch nassen Strassen, aber keinem Regen mehr. Der Wind kommt oft vorteilhaft von hinten und beim grossen Anstieg hatten wir schön kühl (mehr darüber später). Der Regen während der letzten halben Stunde, wusch den Dreck der verschiedenen Baustellen von unseren Rädern – zusammengefasst: ein fast perfekter Velotag und vor allem wenn man bedenkt wie die Grosswetterlage in Norwegen aktuell ist. Norwegen ist von einem grossen Tief tangiert und es gibt Überschwemmungen und Kälte an vielen Orten. So gesehen haben wir riesen Dussel oder??

Was ich eher glaube ist ganz simpel. Thor ist ein Fan von JMZ und hat für uns eine „regenfreie Zone“ angeordnet und damit es uns nicht zu wohl wird, lässt er ab und zu den Wind aus der falschen Richtung blasen – wir sollen ja nicht vergessen wer der Boss ist J. Gleichzeitig zeigt die Sonne grossen Willen es für uns einigermaßen zu richten.

Nach einem gemütlichen Frühstück in unserer Cabin-Loge (hatten wieder eine Zweizimmerwohnung mit sehr viel Raum – war auch nötig, hatten wir doch Waschtag vgl. Galerie) und dem Festlegen des heutigen Etappenziels: Trofors – 140 km fuhren wir um 10h00 los.  Geeinigt hatten wir uns auf eine „one stopp Taktik“

Bald waren wir in persönliche Gespräche, über Kinder und Familie vertieft, so dass wir sehr gemächlich vorwärts gondelten. Das ist eben auch eine Qualität von diesem Abenteuer – wir können unsere Freundschaft leben und genießen in einer Art und Weise wie nur Privilegierte das können.

Irgendwann kickt dann das gute Gefühl in den Beinen rein und der Power muss auf die Strasse. Wenn dann noch die Topografie passt, dann fliegen wir nur so dahin. Ein Tunnel, ein zweiter, ein dritter und das immer ohne Verbotstafel. Irgendwie scheint der „Tunnelminister“ von Norwegen von unseren „Straftaten“ Wind bekommen zu haben und entschied kurzerhand einen Tunnel für den ganzen Verkehr zu sperren. Genau das trafen wir kurz nach Korgen an: ein 8.6 km langer Tunnel musste überfahren und nicht durchfahren werden. Der smarte Leser hat kurz gerechnet – 8.6 Km Tunnel ergibt was beim Überfahren??? Viel, soviel kann ich sagen, denn ich bin ja der amtierende „Bergfloh“ von JMZJ. 14 km Distanz und knapp 580 Hm – Temperaturen von weniger als 8 Grad. Das bringt mich zur zweiten Erfahrung vom Tag. Die Pässlihöhe (also wieder ein Spässli) wird völlig durchgeschwitzt erreicht, der Wind bläst und die Kälte frisst sich sehr rasch durch die Kleider. Rasch alles anziehen was wir dabei haben: Stirnband, Gilet, dünne Regenjacke, Handschuhe und meinen Buff (Halstuch – nur das niemand abweichende Gedanken hatJ). Und dann geht es los – mit über 60 Sachen rauschen wir den Berg hinab. Es ist 8 Grad – brrrrrrrr, 60 KmH – Speed und nun kann man den Windchillfactor berücksichtigen und die gefühlte Temperatur ausrechnen – spielt keine Rolle, denn ich kann Euch versichern, dass es saukalt ist und die Muskeln langsam aber sicher klamm werden – brrrrrrrr. Gegenmassnahme: klein machen, pedalen und hoffen, dass man bald unten ist.

Ja diesen Umweg hatten wir nicht ganz auf der Rechnung und somit verschob sich der Mittagsrast etwas nach hinten – auf 92 km in Mosjoen, einem coolen, kleinen Städtchen mit einer wunderschönen Altstadt (vgl. Galerie) in der Ueli sich noch einen Espresso gönnte (er ist ständig auf der Suche nach gutem Kaffee, am liebsten eben den richtigen italienischen Espresso).

Franziska und Klaus warteten heute u.a. mit einem norwegischen Wurst-Käse-Salat auf – „sauguet gsi“ – danke vielmals! Leider hat der Wind zugenommen und schon bald begannen wir beiden Velofahrer zu frieren und da hilft nur noch die Flucht nach vorne, will heissen – aufs Radel steigen und los. Bei den verbleibenden 40 Km erhielten wir sehr viel Unterstützung vom gleichen Wind, der uns vorher noch hat frieren lassen. Ach ja und dann waren da  noch die 30 Min Regen kurz vor dem Ziel.

Update vom Heilungsprozess bei Maximus: nach wie vor gibt er Geräusche von sich beim Bergauffahren und wenn ich voll in die Pedalen steige. Unser top Mechaniker aus der Schweiz hat heute einmal mehr gut eine Stunde in die Problembehebung investiert und dabei auch die erste Kette ausgewechselt. Ja ich und Maximus fordern Marcus, doch er gibt nicht auf und macht einen super Job – thank you my friend.  Noch nie hat mich ein Geräusch am Rennrad so wenig beschäftigt und so ruhig gelassen wie jetzt…… cooles Gefühl, den Profi immer quasi neben sich zu haben.

Und noch ein kurzer Einblick wie „kuschelig“ wir es gerade haben: Draussen ist es immer nach wie vor recht frisch (8 Grad mit leichtem Regen) und wir sitzen in unserer Cabin (zwei Räume mit einer Grundfläche von ca. 24 m2) – geheizt auf 22 Grad, hören coole Musik und jeder geht seinen Gedanken und Aufgaben nach. Einfach nur gemütlich, wenn nicht der Alltag ständig im Gebälke kracht und nur das Hier und Jetzt im Vordergrund ist. Das Leben kann so einfach sein.

Nur noch gut 350 Km vor Trondheim – wir kommen wirklich sehr gut vorwärts.

Noch ein Lob zum Schluss: Ihr norwegischen Lastwagenfahrer seid die Grössten für uns Radfahrer, denn ihr überholt uns immer und ich betone immer, mit dem nötigen und sehr geschätzten Abstand, d.h. ihr überholt auf der Gegenspur und kommt uns NIE zu nahe. Geht das nicht, fahrt ihr uns geduldig nach – Danke.

Fazit:  Viel besseres Wetter als vorhergesagt. Etappe mit 140 Km eher kurz nicht minder anstrengend (Temperaturen). Tunnels sind wirklich eine Vereinfachung, wenn man diese passieren kann und nicht überfahren muss.

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8ème jour – Thor (dieu norvégien) est avec nous !

Toujours des histoires de tunnels

Une médaille a 2 côtés :  Côté pile, Qu’est ce que c’est que cette météo en plein été ? A 8 h Il pleut des cordes .Il pleut le matin, l’après midi il y a de gros nuages, après 4h il pleut de nouveau, il y a du vent et la température ne dépasse pas 10°, il y a du vent.

Nous cyclistes du nord au sud voyons les choses autrement , c’est  le côté fac de la médaille.Lorsque nous partons, il ne pleut plus, la route est mouillée, c’est vent arrière, et en altitude il fait agréablement frais.

Pour résumer, cela a été un jour presque parfait pour nous cyclistes, si l’on tient compte des conditions météo habituelles  de la Norvège.

Je crois que Thor a décidé de nous protéger, nous les deux cyclistes intrépides, et a mis en place une zone où il ne pleut pas.

Après un bon petit déjeuner  dans notre « lodge » appart confortable, et revue de notre étape, nous sommes partis à 10h et nous avons évoqué notre  famille,  tout en bavardant avons réalisé que notre relation d’amis était un privilège unique.

On est bien dans nos jambes, quand revoilà les tunnels :1, 2, 3 et toujours pas de panneau d’interdiction pour les cyclistes jusqu’ à un tunnel de 8,6 km que nous ne pouvons pas emprunter mais que nous devons contourner, et à ce moment  là il fait froid, nous enfilons des vêtements chauds, il  faut pédaler avec beaucoup de vêtements, il ne fait pas 8°, et ça monte,   mais bientôt on va redescendre et la température sera plus douce.

Nous n’avions pas prévu ce détour, enfin  après 92 km parcourus, nous arrivons à Mosjoen, la vieille ville est très jolie. F et K nous attendaient avec une salade norvégienne de charcuterie salade, et Uli en amateur qu’il est dégustait un café. Il nous reste 40 km à parcourir et nous terminons sous la pluie

Heureusement que Marcus est là , pour prendre soin de la mécanique, et il vient de changer la chaine qui faisait un bruit inquiétant, je suis rassuré grâce aux compétences de mon ami.

Et enfin nous voila dans notre deux pièces de 24 m2 que nous chauffons à 22° quand dehors il fait à peine 8°. Nous écoutons de la bonne musique, pensons qu’il nous reste 350 km à parcourir avant Trondheim, nous nous en sortons bien.

Pour terminer nous saluons les chauffeurs de poids lourds norvégiens qui font très attention quand ils nous doublent, et s’ils ne peuvent pas ils attendent patiemment de pouvoir le faire en restant derrière nous.

Marie-Christine Amelot

Etappe 7 – gesponsert von DELTA Security AG – 162 Km / 1’369 Hm

Start:                                                 09h15 Fauske
Ziel (Ankunftszeit):                         16h00 Mo i Rana
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):          5h31  / 43:34
Durchschnitt:                                      29.4 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:           162 Km / 1’169 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       1’369  Hm / 12’007 Hm

 *Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden

Polarkreis wird passiert – Distanzangaben sind variabel – Wettergötter mit uns – forciertes Verladen

17h30 – ich schaue nach draussen und was sehe ich? Strömender Regen und sich rasch bildende Pfützen – was sah ich heute Morgen um 07h30 beim Aufstehen: genau das Gleiche – also quasi DITO! Was lag dazwischen?

Die Wetterprognosen für heute waren alles andere als vielversprechend, das definierte Ziel 150 km entfernt, und kaum waren wir wach, wurden die Prognosen bestätigt – SCHEi…..!!!  Also gut, gehen wir frühstücken und schauen dann, denn es kann ja nicht sein, dass das Wetter folgendes macht: „Veni, vidi, violini – es kam, sah und vergeigt alles“ J (Zitat von Marc – Tom’s Bike).

Abfahrt 09h15: es regnet NICHT mehr – wir schauen in den Himmel und salutieren Thor, den norwegischen Wettergott – Du bist gerade der Beste für uns.

Stefan, unser Besucher vom Samstag gab uns folgender Tourbeschrieb (er fuhr auf dem gleichen Weg wieder nach Schweden zurück) per SMS durch:

„Die beiden Tunnels nach 9 km sind nicht optimal, aber sicher fahrbar (trotz Baustelle)! Beide > 1,2 km und ansteigend. Schöne Küstenstrasse und anschließend vom Fjordende eine gute Straße dem Bach entlang bis zum Nationalparkzentrum (Tankstelle) dann Anstieg rauf zum Fjell/Polarkreis und recht sanft „runter“ nach Mo i Rana. Rund 172km“

Wir hatten die feste Absicht die beiden Tunnels trotz Verbotstafeln zu passieren (es kommt ja vor, dass wir diese Tafeln nicht sehen, weil wir so tief auf dem Lenker liegen), wir wollen ja auch nichts Neues beginnen und jeden Meter für ROKJ und Pro Juventute fahren. Nach 9 km war dann aber Schluss, der Verkehr wurde manuell geregelt und der Mann in orange hatte kein Einsehen für unser Ansinnen – also Verladen in den Mercedes – Augen zu und durch die beiden Tunnels per PS fahren.

Oh, das ist ja ein wunderbares Gefühl, das rollt ja wunderbar und draussen zieht die Landschaft vorbei und wisst ihr was? Es geht erst noch runter, also ein Abschnitt, der unsere Durchschnittsgeschwindigkeit heraufgedrückt hätte. Los lassen, nicht Hintersinnen – vorbeischwimmen lassen…..

Nach den beiden Tunnels (nach 10 Km Verschiebung per Mercedes) stiegen wir aus und fuhren gleich los – CU am Polarkreis J – aus den Augenwinkel sah ich noch wie Ueli auf der Karte die Km am Zusammenzählen war, doch Marcus wollte losfahren und nicht mehr warten – das gestrige „Carboloading“ ist wohl sehr erfolgreich gewesen…..

Genau wie von Stefan beschrieben, trafen wir den Weg an, d.h. die ersten 40 Km gingen sehr flockig voran, leicht ansteigend, doch ideal um mehr als 30 KmH drücken zu können. Wie auf dem untenstehenden Höheprofil ersichtlich ging es dann hinauf bis auf max. 692 MüM – neuer Rekord!

Wir gingen davon aus, so bei Km 66, am Polarkreis zu sein und waren happy unterwegs, denn es lief super – wir hatten starke Beine, was bedeutet, dass der Ruhetag wunderbar gewirkt hat.

Km 61: langsam fährt Ueli an uns vorbei, lässt das Fenster runter und fragt: „was glaubt ihr wie weit es noch geht?“ Marcus „ach noch gut 500 Meter J“, Ueli: „oh nein, wohl eher noch 10 Km oder ein gutes Stückli…..“ Ups! da waren wir – am Berg, mit einem Ziel, das sich soeben „ verschoben“ hat. Und wie auf Knopfdruck begrüßte uns der Gegenwind.

Mittlerweile waren wir auf dem Hochplateau, keine Bäume links und rechts mehr und der Schnee kam immer näher  – nur der Polarkreis nicht L

Es war bereits klar, dass wir die Rennstrategie für heute anpassen – von einer „two stopp“ auf eine „one stopp“ Strategie“. Und da war er, der Touristen-Anziehungspunkt: der Polarkreis. Hier stand auch der viel bewunderte Crewwagen mit dem angerichteten  Mittagessen XXL – Avocadobrötli (oh mein Gott, das sind doch die Wunderwaffen von Mägi?? – die „Beinöffnerbrötli“), Tomaten-/Essiggurkensalat und Snickers. Tanks füllen, trockene und warme Kleider anziehen und full attack in Richtung Mo i Rana – Distanz bis ins Ziel: schlappe 81 Km.

So könnte es immer sein – herrliche Abfahrten und viele Geraden: Der Tacho schien die Kilometer nur so zu „fressen“ und um 16h00 (YES – ein neuer Rekord) erreichten wir den Zeltplatz und eine Viertelstunde später begann es zu regnen – was sind wir doch für zwei „lucky mushrooms“.

Fazit: Ruhetag zeigte gewünschte Wirkung – super voran gekommen – Thor ist uns gnädig – höchster Punkt ,der bis jetzt absolvierten Tour passiert – one stopp Strategie hat sich bewährt.

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Ruhetag #1 in Fauske

Aquafit für Radler – Recovery shake am recovery day

Ruhetag bedeutet ja eigentlich ruhen – auch für mich, doch kann ich die Leser einfach so im Stich lassen – nein, das geht nicht, denn ich bin sicher ihr wollt auch wissen, was wir machen, wenn wir nicht für Stunden Radeln. Also hier ein paar Eindrücke vom heutigen „chill-day“.

Begonnen hat dieser super Tag mit dem Schreiben vom gestrigen Blog, während sich Mägi noch eine Stunde mehr wohlverdienten Schlaf reinzog. Beim gemeinsamen Frühstück wurde dann der Plan für den heutigen Ruhetag festgelegt – Nichtstun! Aber eben, das können wir ja gar nicht. Zuerst gab es noch einen Recovery-Shake, denn der ganze Tag ist ja Recovery. Verdient haben wir es sowieso und der wirkt auch, wenn er mehr als 20 Min nach der Leistung eingenommen wird. Oder anders formuliert: die Beine fühlen sich heute (20 Std. später) so an, als ob wir gerade vom Sattel gestiegen sind.

Das Geräusch an meiner Rennmaschine ist bekanntlich noch nicht verschwunden, es ist wohl wesentlich weniger, aber es ist halt immer noch da und das stört unseren Starmechaniker. Also nahm er sich heute noch einmal eine Stunde und vollzog einen weiteren Service „Standard“, inkl. Reifenwechsel. Morgen sollte ich dann nur so über die Strassen fliegen, denn das seien die ultimativen Rennreifen. Mein ausgesprochener Gedanken war: „ah, da bin ich mehr als 1’000 mit schlechtem Material gefahren….. „ Natürlich gab mir Mägi eine Erklärung. In der ersten Woche war der Focus auf comfort (Angewöhnungsphase) beim Fahren und nun wechseln wir auf Rennmodus – in Zahlen ausgedrückt: Wechsel vom 28er auf den 25er Reifen. Okay – damit kann ich leben.

Während die Begleiter-Crew den Freitag auf ihre Art genossen mit Spazieren, Sonne geniessen (Klaus und Franziska) und Ueli mit Arbeiten an seinem Blog auf seiner Website (http://wydlerfoto.ch/uebermich/) suchten wir das Hallenbad auf. Um die Beine noch etwas zu bewegen, gingen wir zu Fuss. Das 25m Becken war ohne Wasser (under construction) und so „bädäleten“ wir im Kinderbecken bei 32 Grad Wassertemperatur – zum Glück war es nicht ein Grad kühler, denn sonst hatte wir kalt gehabt. Spass beiseite, wir genossen das warme Wasser und dehnten unsere „Athletenkörper“.

Die Sonne schien wunderbar (gemäss Wetter-App soll es morgen Regnen) und so genossen wir noch ein Bierchen am Hafen – so schön können Veloferien sein. Ach ja, etwas Olympia haben wir auch noch geschaut und dann bei einem ausgiebigen Nachtessen, die Route von morgen geplant und festgelegt – 150 km.

PS. Es sind weitere Namen eingegangen: Lucky Luke, Jolly Jumper, El Torro

PPS. Ueli hat heute keine Fotos gemacht, ergo müsst ihr euch mit den wenigen von uns begnügen

Fazit: Auch am Ruhetag hat viele Facetten und geht nicht ganz ohne Arbeit, ist aber definitiv weniger schweißtreibend

 

Etappe 6 – gesponsert von Roger Meier – 158 Km / 2’510 Hm

Start:                                                   10h15 Storjord
Ziel (Ankunftszeit):                         17h15 Fauske
Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):       6h45  / 37h03
Durchschnitt:                                  26.2 Km / Std
Gefahrene KM (Tag/Total)*:      158 Km / 1’007 Km
Absolvierte HM (Tag/Total)*:       2’510 Hm / 10’638 Hm

 *Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden

Der Tunneltag – eine neue Erfahrung– erwarte das Unerwartete – Besuch aus Schweden

Draussen scheint die Sonne und ich sitze am Frühstückstisch – nein keine Angst, so lange habe ich nicht am Blog geschrieben….. Gestern Abend, war ich einfach zu müde und mein body Marcus hat mir auch ins Gewissen geredet: „He! Du kannst nicht bis um 02h15 am Blog schreiben und dann glauben Leistungen dieser Art Tag für Tag abrufen zu können. Wir brauchen den Schlaf – mindestens 7 Std pro Nacht.“ Da hat er natürlich mehr als nur Recht und das habe ich dann auch gemerkt unter dem Tag – mehr darüber später.

Sehr gerne betone ich an dieser Stelle, dass mir das Schreiben grosse Freude bereitet, mich entspannt, mir die Möglichkeit gibt den Tag auf eine gute Art zu verarbeiten und last but not least, unseren Familien, Freunde und Followers, die Möglichkeit zu geben, das tolle Abenteuer so hautnah wie möglich zu begleiten. Das erklärt die Verspätung und ich hoffe alle vergeben mir, denen ich das Morgenritual etwas durcheinander gebracht habe, doch ich gehe davon aus, dass ihr sowieso ausgeschlafen habt.

Wir gingen den Tag bewusst etwas chilliger an, frühstückten im Hotel und fuhren erst um 10h15 los – es stand ja nur eine „Überführungsetappe“ an, so zumindest bezeichnete Mägi (Marcus) die 158 Km, die uns vor dem ersten Ruhetag trennten.

Heute Morgen erhielt ich vor der Abfahrt ein SMS. Mein lieber Freund Stefan Wilda, der sehr viel Zeit in Schweden (so auf der Höhe von Mo i Rana, in Övre Sandsele) verbringt und die Gegend kennt – mit folgendem Inhalt: „heute habt ihr ja ein paar Höhenmeter vor Euch, ist ja schon fast ein Alpenbrevet oder der Skandic-Mountain-Challenge“. Ehrlich! Ich dachte, dass er sich lustig macht über uns, ABER! Er sollte Recht behalten.

Es war verhangen und knapp 10 Grad warm / kalt. Irgendwie lief es mir nicht so rund, der Tritt wollte nicht so richtig kommen und nach 15 Km kam dann erst noch das erste Routen-Spässli – ein kleines Pässli. Wie bereits erwähnt, wir sind hier nicht in den Alpen, sondern bewegen uns ständig zwischen 0 und 400 müM.  Genau so ein Spässli war es – ein 350 Hm-Spässli. Warum war mir nicht ums Lachen? Wahrscheinlich weil meine Beine ständig Notsignale sandten – who knows? Oben bist du ja dann immer irgendwann und unten leider noch viel schneller. Was dann kam, war viel zermürbender – the rolling hills, ein „Wellenblech“, ein „Sägeblatt“ (für alle nicht Velofahrer: kehrt eine Säge um, schaut was ihr sieht und euch ist der Begriff klar) Ständig ging es rauf und runter – da eine kleine Bodenwelle von 10-20 Hm, mit einer Steigung zwischen 5%-10%, gefolgt von einer Abfahrt und schon kam die nächste. Ein Rythmus finden? Keine Chance – im Gegenteil – das „Sich-Leid-tun“ findet einem. Wir kamen nicht vorwärts – gurkten so vor uns her und fragten uns, was der Tag noch so für uns bereit hat…….. oh noch sehr viel – nichts von dem was wir erwartet hatten, eben das Unerwartete.

60 km, wir folgen den Ufern eines See’s und da steht der Sprinter – hallejuia – kurz durchschnaufen und mental durchlüften (der Tacho zeigte bereits 850 Hm an – soviel zu einer lockeren Überführungsetappe). Was haben sie sich heute für uns ausgedacht?  Es war aufgedeckt an der Beach, mit Blick aufs Wasser und sitzend im Sandstrand (vgl. die Fotos).  Wer will da nicht sitzen bleiben und es sich einfach gut gehen lassen? Ja wir zwei Dummen. Nach 20’ ging es weiter, wohl gestärkt, doch sehnsüchtig. Als ob der Landschaftsgärtner auf uns gewartet hatte, denn nun ging es los mit den grossen  „Spässli“ und den Tunnels – bis um 15h00 (Mittagshalt bei Km 110) sind schon fast 2’000 Hm erklommen und 12 Km Tunnel passiert.

Die Tunnels! Per dato haben wir uns nicht so wirklich foutiert, ob nun ein Verbotsschild stand oder nicht, denn eine Umfahrung kam uns nie so wirklich gelegen und auch nicht immer haben wir die Schilder gesehen……

Da standen wir nun vor einem Tunnel und bei der Anfahrt sah ich ein Schild mit der angegebenen Umfahrung – ein Killer. Mägi meinte nur: „ja wollen wir nun etwas Neues anfangen und da müssen wir ja voll über den Berg“. Entscheid – wir greifen den Tunnel an. Ach ja, da war noch das Warnschild. „Gas in tunnel“

Wir fahren rein und so gleich beginnt die Steigung – wie sich herausstellte, immer zwischen 5%-8%. Irgendwie haben wir nicht mitbekommen wie lange der Tunnel ist. Die gute Nachricht: Maximus und Mr. X (der Namen fehlt ja noch) haben hinten und vorne Licht.

Mägi übernahm die Führungsarbeit (er ist ja auch unser Bergfloh) und ich hatte nur ein Ziel – das Hinterrad nicht zu verlieren. Dieser Tunnel ist 5 Km lang und geht einfach kerzengerade durch den Berg hoch – man sieht die Lichter ewig auf einem zukommen. Es ist ein ganz spezielles Erlebnis, wenn man die Frontlichter auf sich zukommen sieht, von einem schwach beleuchteten Tunnel umgeben ist und man nichts hört, ausser dem eigenen Atem und dem Geräusch der Fahrräder. Plötzlich kommt dann das Rauschen vom Luftzug, der durch das Auto so vor sich „her gedrückt“ wird, gefolgt vom Fahrgeräusch der Räder. Beim Passieren wird es dann laut und bald herrscht wieder totale Stille. Noch nie in meinem Leben bin ich so schnell einen Berg hinauf gefahren und schon gar nicht in einem Tunnel. Das war wohl ein Adrenalinkick – Kräfte werden frei und das Hirn ist fokussiert, bringt jeden Muskel dazu mit dem anderen zusammen zu arbeiten – da sind keine Ausnahmen mehr erlaubt – alle arbeiten am gleichen Ziel.

Ganz ehrlich, beide waren wir sehr froh am anderen Ende heil herausgekommen zu sein – obwohl uns draussen Regen und 9 Grad erwartete. Nun waren wirklich sehr viele „Körner in den Beinen“ gefragt, da es munter rauf und runter ging und wir immer wieder durch Tunnels fuhren.  Auch das ging vorbei und mit einem big smile im Gesicht  erreichten wir die Begleiter Crew, die uns grossen Respekt für das Geleistete zollten. Sie seien in Gedanken bei uns gewesen und hätten uns wohltuende Gedanken gesandt. Danke – wir haben es gespürt und geschätzt. Trockene und wärmere Kleider waren angesagt für den Endspurt. Und da war noch das Menue surprise von Franziska (sieht Blog). Wie sich herausstellte waren das richtige „Beinöffner-Brötli“, denn Mägi entwickelte einen Power auf der Weiterfahrt – unheimlich. Die Km wurden „gefressen“ und ich fand mich mitten im aktiven Überlebenstraining am Hinterrad von Mägi. Das macht eben ein gutes Team aus, wenn man voneinander profitieren kann.

Die letzten 6 Km zogen sich dann aber wieder für uns beide. Plötzlich war das Sitzen eine Herausforderung, die Kälte schlich sich durch die verschiedenen Schichten und das Ziel wollte einfach nicht kommen. Der Leser weiss – das Ziel kommt immer.

Das war auch ein Tag für Ueli – viele gute Impressionen gaben wir Fotomodels ab – Lachen, Leiden, Regen, Tunnels usw. und dann war da noch die Möwenattacke. Ueli war wohl zu nahe an einem Nest auf der Suche nach dem perfekten Foto und das schätzten diese wohl nicht so.

Nach dem ausgiebigen Nachtessen erhielten wir Besuch von Stefan Wilda (er mit dem SMS vom Morgen) und Luca, die extra für uns mehr als vier Stunden Anfahrt auf sich genommen haben. Zusammen haben wir viel gelacht und „Räubergeschichten“ ausgetauscht – herrlich.

Nun geniesse ich den ersten Ruhetag in vollen Zügen, lasse die erste Woche (mehr als 1’000 gefahrenen Km, über 10’000 Hm und unbezahlbaren Erinnerungen) Revue passieren. What a great week!

Fazit:  Höhenmeter – Tunnel – Regen – angereiste Freunde

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Etappe 5 – gesponsert von Honegger Gottfried – 185 Km / 2’030 Hm

Start:                                                 09h00 Setermoen

Ziel (Ankunftszeit):                                18h30   Storjord

Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):            6h55  / 30h18

Durchschnitt:                                   26.8 Km / Std

Gefahrene KM (Tag/Total)*:                185 Km / 849 Km

Absolvierte HM (Tag/Total)*:               2’030 Hm / 8’128 Hm

*Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden

Erste Spontanspende, erste Fans am Strassenrand, warum mental Dämme brechen? 2. & 3. Panne – was läuft hier? Erste Benutzung einer Fähre.

Huch heute bin ich aber spät dran – es ist schon 23h30 und ich habe erst jetzt meine Notizen und Gedanken sortiert für das Schreiben – wie kam es dazu? Ich kann es bereits vorweg nehmen – es war ein wieder ein Tag für den es sich lohnt zu leben – einfach nur schön.

Franziska und Klaus haben sich offensichtlich auf die Fahnen geschrieben uns jeden Tag in irgend einer Form zu überraschen – was für ein cooler Vorsatz. Heute wurde das Frühstück auf einem Buffet serviert – „à la mode de Cabin’s“ (draussen vor den Cabins). Stellt Euch folgendes vor: Der Tag ist erwacht und der Nebel, der in der Nacht vom Fluss herauf gekommen ist, liegt noch über den Cabins, es ist knapp 10 Grad und wir kommen das Frühstück so serviert. Selbstverständlich mit frischem Kaffee und warmen Eiern – alles gekocht im Sprinter, unserem mobilen Hotel.

Um 09h00 ging es auf die geplante 185km Etappe, etwas wärmer angezogen und noch immer im leichten Nebel. Was ist nun los? Marcus scheint das linke Müsli vom Buffet erhalten zu haben und ich das von rechts, denn er hat Beine – ich glaube es ja gar nicht. Wie eine Nähmaschine fliegen seine Beine und er führt uns mit über 35 Sachen dem Fluss entlang. So nach einer Stunde fragte ich einmal nach wie es dann so da vorne laufe – Standardantwort von meinem copain: „was häsch, das häsch und es ist doch ein gutes Gefühl nach 2 Std. über 60 km auf dem Tacho zu sehen.

Habe gerade bei Ueli nachgefragt, ob er an einem Grossauftrag arbeite, denn ich habe seine Fotos noch nicht und es ist nun Mitternacht. Seine Antwort per SMS: „ Bin dran, etwas aufwendig“. Kann ich sehr gut verstehen, denn er hatte auch eine Überraschung für uns breit. Aus seinem Beifahrersitz hat er mit dem Stativ eine Konstruktion gebaut, so dass er uns beim Vorbeifahren, d.h. links Überholen, fotografieren und filmen kann – seht selber.

Da war es wieder – das Geräusch an meinem Maximus….. Marcus kann es sich nicht erklären und verspricht Besserung bei der nächsten Pause, die dann bei wunderbarem Sonnenschein nach 63 km, Nebeldurchquerungen, 9 Grad und 750 Hm, stattfand. Sofort ging Marcus ans Werk und ersetzte kurzerhand das beschädigte Tretlager unter den bewundernden Blicken von uns allen.

Etwas hinter der Marschtabelle ging es weiter und Maximus „schnurrte“ nur noch so vor sich hin und wir waren happy – denkste!!! Nächste Steigung und wieder begann es….. Lösung noch offen.

Wenn ich es schon von unseren Kampfgefährten habe – danke für die Namensvorschläge, die per dato eingegangen sind: Ludmilla, Somara, Spartacus, Silberpfeil, Pfnüdel, Göpf und King Kong – cool!

Nach einer Woche fernab von der Zivilisation ist es leicht befremdend in eine Stadt wie Narvik reinzufahren – ist noch ein spezielles Gefühl – wow Hochhäuser und soviel Verkehr (immer im Vergleich zu den sonstigen Städten in Norwegen).  Zum Glück waren wir sehr bald wieder draussen in der Wildnis und sogen diese, sich immer wieder verändernden Landschaften, rein.

Marcus war immer noch in der beneidenswerten Form und gab vorne Gutzi. Wenn es jeweils etwas runter ging, dann waren meine „Kilos-Fliehkraft“ immer sehr gefragt – big boy keep rolling.  Mittagessen war bei Km 125 geplant und so war auch unser Mindset, dh. alles in Körper und Geist ist auf diese definierte, magische Zahl ausgerichtet. Diese Fjorde und Berge sind fantastisch, wunderschön, nein einfach unbeschreiblich, doch so ab km 120 sieht man das nicht mehr, denn der Geist und Körper ist auf das Ziel fokussiert und die interne Tankanlage blinkt bereits rot!!!! Das ging mir so durch den Kopf und dann schaut mich Marcus bei der Ablösung an und spricht vom gleichen Phänomen – was sind wir nur für ein cooles Team – beide haben offensichtlich die gleiche Tankgrösse und -Anzeige. Aber es ist schon spannend, wie plötzlich mental die Dämme brechen und der Schmerz scheinbar überall zu sein scheint. Das sind dann die Momente, wo Dinge geschehen oder gesagt werden, die nicht Teamfördernd sind. Im Spass meinte Marcus: „heute Abend muss es eine scharfe Teamsitzung geben, das muss ein für alle mal geklärt werden 🙂 – ach ja wir sind mittlerweile bei Km 130 und der Mercedes ist nicht in Sicht.

Km 133 da steht er endlich, der Rettungswagen und alles ist vergessen und vor allem als wir den gedeckten Tisch sahen…… frische Lachsbrötli und Gurkennusssalat spezial – the burner. Beide füllten wir die Tanks für den Endspurt.

Kaum zu glauben – ein „Schleicher“ an meinem Hinterrad. Wieder Schlauchwechsel – es sieht nach einer Woche so aus, als ob ich in der Pannenstatistik verlieren werde….. In null Komma nichts war der Schaden repariert, der Mercedes auch vor Ort für das Aufpumpen – schon noch cool, wenn man einen mobilen Kompressor in der Nähe hat – danke Mercedes für die Weitsicht bei der Planung.

Ach ja, da waren ja noch einige Höhenmeter zu absolvieren. Unglaublich, wir bewegen uns immer zwischen 0 und 400 Meter über Meer und am Ende eines Tages wie heute summieren sich über 2’000 Hm – Zusammengefasst: „ zum Spässli no äs Pässli“

Die letzten 20 km waren eine Augenweide – Berge, Hügel, Wasser, Fjorde, Inseln und Brücken – sieht selber auf den Fotos. Ziel war der Hafen von Skarberget, um mit der Fähre zu übersetzen nach Bognes. Wow, was für eine Kolonne – wir trafen alle wieder an, die uns in der letzten Stunde irgendwo überholt hatten, als wir locker und lässig am Stau vorbeifuhren (darunter auch dem Mercedes und Ueli).

Ohne Gepäck erreichten wir Radfahrer das Hotel um 18h30 (auf den letzten 5 km begann es auch noch zu regnen – the full treatment for us), bezogen das Zimmer, duschten gemütlich, dehnten unsere Haxen und schauten TV. Es finden gerade die norwegischen Schützenmeisterschaften (Landesskytterstevnet)statt (ein riesen Event, der wir passiert haben), war der Grund für den Stau vor der Fähre.

20h15 waren wir wieder alle zusammen, genossen das Nachtessen und einmal mehr eine nachhaltige Gesprächsrunde.

Noch zwei weitere Highlights vom Tag. Dank meinem Platten musste Ueli etwas länger warten an seinem Spot für das perfekte Foto und da wurde er von einer jungen Familie angesprochen. Als wir dann vorbeirauschten sassen alle am Strassenrand (die filmende Mutter mit drei kleinen, strahlenden und winkenden Kindern) – unsere ersten Fan’s.

Weiter ging es beim Nachtessen, als uns ein älteres, englisches Töfffahrerpaar ansprach. Nach einem sympathischen Gespräch verabschiedeten wir uns und beim Weggehen drückte sie mir eine Spende in die Hände – die erste Spende in EUR – so lieb.

An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle, die in die Tasten greifen und unsere Blog’s kommentieren. Es ist für uns am Abend immer ein totaler Genuss, diese zu lesen und zu merken, dass wir Emotionen auslösen. Natürlich hoffen wir, dass noch ganz viele unseren Worten folgen, sich erfreuen und ihren Tagesablauf anpassen (Aufstehen, Computer rauffahren, Kaffee rauslassen und dann Bloglesen).

Fazit: Berührende Momente und immer wieder Überraschungen unserer Crew. Der „Tank“ ist nicht endlos und das vor allem nach mehrtätigen Etappen.

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Etappe 4 – gesponsert von Reto Hossli – 130 Km / 898 Hm

Start:                                                        10h30 Skibotn

Ziel (Ankunftszeit):                                16h45            Setermoen

Fahrzeit im Sattel (Tag/Total):            4h45  / 23h26

Durchschnitt:                                   27.2 Km / Std

Gefahrene KM (Tag/Total)*:                130 Km / 664 Km

Absolvierte HM (Tag/Total)*:               898 Hm / 6’098 Hm

*Abweichungen zur Übersicht entstehen infolge Tunneldurchquerungen, die nicht aufgezeichnet werden

Late start für Erholungsetappe – Regen für coole Fotos – 1. Panne – Cabin’s sind zweckmässig und sehr einfach – cooler groove

Gestern wurde es dann doch noch sehr früh – 01H30 – bis wir die Lichter gelöscht haben. Irgendwie ist es unglaublich wie jeweils die Zeit einfach so verrinnt und da es nicht dunkel wird, fällt es einem auch nicht so auf. Dazu kommt, dass wir nach einer solchen super Tour auch sehr „aufgekratzt“ und einfach gut drauf sind, was man sicher im Blog irgendwie auch mitbekommt – oder?

Wir haben gestern realisiert, dass wir mit dem neuen Ziel Oslo (nicht mehr Bergen) auch einiges an Km einsparen – keine Angst es sind immer noch sehr viele. Für uns heisst das nun noch im Durchschnitt ca. 140 km pro Tag fahren und das sind ja so quasi Sonntagsausfahrten…..

Frühstück war auf 09h00 angesetzt – wir gönnten uns etwas mehr Ruhe. Ich glaube letzte Nacht habe ich mich nicht einmal bewegt im Schlaf, das Bett sah am Morgen wie unbenutzt aus – war ich wohl etwas auf den Felgen? – zur Beruhigung: heute Mental eine 4, Körper eine 3 – ja so ist das, ich bewege mich zur Zeit nicht mehr wie ein junger Hund.

In Klaus und Franziska’s  Bungalow war aufgetischt und wir wurden einmal mehr verwöhnt. Weil es draussen regnete, blieben wir etwas länger sitzen und fuhren erst um 10h30 los. Irgendwie wollten wir verhindern A) nass zu werden und B) dass die Rennräder wieder schmutzig werden.

A propos Rennräder: wir fuhren los (mehr darüber etwas später) und bald begann eine Diskussion über die Namen unserer treuen Gefährten. Bekanntlich heisst meiner Maximus (er ist ebenfalls so heroisch wie die Hauptfigur im Film „Gladiator“). Zu meiner ganz grossen Überraschung hat Marcus Velo keinen Namen – wie kann das sein??

Es ging hin und her von „Trückli“, „Tarzan“ über „Machine“ und am Ende blieb nichts übrig: mein Vorschlag: „Cameleon“, so kann Marcus den Namen immer wieder anpassen…. Vielleicht habt Ihr ja noch eine gute Idee und wir können dann in Oslo eine Taufe veranstalten.

Ja das Anfahren heute morgen, ging alles andere als flockig…. Bis ich den richtigen Sitz gefunden habe und die Beine so einigermaßen zu drehen begannen, hat es schon ein wenig gedauert. Marcus hatte auch so seine liebe Mühe den richtigen (schmerzreduzierten) Sitz zu finden. Sobald eine Gegensteigung kam, erhielten unsere Großhirne ganz viele Meldungen aus den Beinen – keine war ein Lob oder ein Hurraschrei. Darum wird das Einfahren immer mehr an Bedeutung gewinnen. Ja lassen wir das, nach einer Stunde herrschte wieder „courant normal“ auf dem Sattel und in den Beinen.

Wir fuhren nur kurz auf der E6 und bogen dann in die E87 ein. Gemäss Karte etwas kürzer und weniger befahren. Das stimmt und mir ist auch klar warum? Als ich den Belag sah, kamen mir Erinnerungen an die Route 66 auf – ein Schüttelbecher von Strasse. Eigentlich wollte ich schon die Umkehr vorschlagen, doch Marcus schien so motiviert und happy, da blieb mir nur noch das Schweigen. Es dauerte nicht lange, da begann die Strasse anzusteigen und leichter Regen setzte ein. Wo ist eigentlich Ueli – nun sind wir schon 40 km unterwegs und keine Fotos – ist er uns bereits leid? Er ist aber wie ein Wetter-App – wo es regnet, da steht er und freut sich, dass er nun super Fotos machen kann  – wenn dann nicht ein Pöstler mit seinem Auto, das Superfoto verhindert hätte. Anmerkung: Ueli wünscht uns keinen Regen, im Gegenteil.

Landschaftlich war diese E87 mit dem Tirol vergleichbar – folgend einem Fluss und links und rechts hat es Berge und ganz viel grün.

Während gut 30 Min fuhren wir durch den Regen und gleichzeitig schien auch die Sonne – super Stimmung (vgl. die Bilder).  Nach 60 km gab es einen „Zwipf“ (für alle nicht AdA – Angehörigen der Armee) das ist eine Zwischenverpflegung. Gleichzeitig zogen wir uns trockene Kleider an und die Gondelfahrt ging weiter. Es ist einfach Luxus pur, wenn man sich etwas Warmes anziehen kann und dann auch noch verpflegt wird. Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: DANKE Klaus und Franziska.

Flott ging es weiter – next stopp nach 108 km für Lunch – okay das war so um 15h15.

Kurz vor dem Ziel läutete mein Natel : Ueli – „wo seit ihr und wo ist Klaus?“ Wir hatten auch keine Ahnung, doch wir sahen ihn um die nächste Kurve in ca 400 m Distanz. Mit dem Auflegen hörte ich einen anderes Geräusch – Pffffffff – oh nein der erste Platten. Ah, das ist ja kein Problem – wir haben ja den Profimechaniker dabei. Marcus und ich schauten uns an, sahen Ueli und was für ein Gedanke kam uns?  …..der hat Nägel gestreut, damit er weitere Actionfotos machen kann von uns! Zu seiner Verteidigung: so verdattert wie er geschaut hat, als wir spazierend zu seinem Auto kamen, bestätigt seine Unschuld. 1,2,3 und schon war die Panne behoben und wir konnten die restlichen ca. 350 m bis zum Camper noch fahren – unglaublich wie das wieder gepasst hat.

Die Sonne scheint, der Tisch und die Stühle stehen für uns Athleten breit und was war das Menü heute? Tomaten – Mozzarella Salat, Crevettencocktail (das könnte die neue Geheimdoping auf dem Velo sein), sowie Käse, Nüsse und Brot – ein Traum.

Endspurt – noch knapp 40 Km bis zum Camping. Gut gelaunt, wieder etwas steif und auf der Suche nach der idealen Sitzposition, fuhren wir los. Was für eine Überraschung, es waren dann nur noch 22 Km  – das ist immer besser so als umgekehrt.

Ach ja, mittlerweile sind wir auf der Karte (die auf dem Mercedes ist) bereits im Fensterecken, rechts oben, angekommen – nun ist es ja nicht mehr so weit bis Gibraltar…..

Heute übernachten wir nicht 3 Sterne, eher 0 Sterne mit viel Erinnerungspotential, doch immer noch besser als Zelten….. Cool war das chillen vor der Cabin beim Retablieren und Bier trinken. Es hat ein Restaurant in der Nähe und wir haben da wunderbar gespiessen – nachdem wir alle etwas aus der norwegischen Speisekarte ausgesucht haben…..

Noch ein Wort zum Abschluss: „ja wir lassen uns Playoff-Bärte wachsen“ Warum? Weil wir so noch besser und cooler aussehen……. oder so 🙂

Noch etwas in eigener Sache: die kommende Etappe 6 ist noch offen für einen Sponsor!!!!

Fazit:  Regen gibt schöne Fotos – Gondeln hat seinen Reitz und hilft bei der Aktiverholung. Essen und Stimmung hervorragend. Übernachten in 0-Sterne Cabins wird unvergesslich bleiben. Last but not least: wir haben noch keinen passenden Namen für die Rennmaschine von Marcus

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Etappe 3

Départ:                                0930 h

Arrivée:                                1745h

Durée du trajet:                 7h 33 min

Kilomètre parcourru:       211 km / totale des trois jours 534 km

Dénivelé:                             2044 m / total 5200 m

Vitesse en moyenne:        27,5 km/h

Le jour 3 et toujours difficile, les jambes sont fatigue le risque d’accident est élevé! Mais pas pour nous, il faut montrer au corps qui est le chef! Le plan était de regagner les kilomètres du premier jour. Cela veut dire, au moins 205 km à parcourir. Les prévisions étaient pas trop mal – nous pensions. Juste après le départ les premières gouttes et la première pente et 8°C.

Ueli notre photographe adore ces conditions, pluie, froid, douleurs, le résultat des photos et le meilleur. Aujourd’hui il voulait essayer de nous photographier dans la voiture qui roule devant nous. Il est toujours encore à la rechèrche de la photo parfaite.

Et effectivement après 55 km et 1050m de dénivelé nous sommes arrivés à un point de vue extraordinaire (voir les photos).

Prochain arrêt à 125 km. Le temps est en train de ce arranger et nous décidons après avoir cassé la croute de continuer pour la première fois en cuissard court.

La température est entre 14 et 20°. Mais toujours du vent, des nuages et la vue sur les glaciers qui sont environs 300m plus haut en haltitude – ce qui nous rassure pas vraiment. Mais il y a juste encore 80 km à pédaler…..

Mentalement un défi assez spécial nous attendait. Pour avancer de juste 1km nous étions obligé de contourner un fiord de 25km de longuer. Cela veut dire 50 km pour 1 km!!!

Les derniers 30 km étaient plus vraiment nécessaire, on était vraiment cuit!

Arrivé finalement au camping les bières étaient déjà prêtes – malheureusement sans alcool mais c’était bon quand même!

Etappe 4

Départ:                                1030 h

Arrivée:                                1645h

Durée du trajet:                 4h 45 min

Kilomètre parcourru:       130 km / totale des trois jours 664 km

Dénivelé:                             898 m / total 6’098 m

Vitesse en moyenne:        27,2 km/h

Départ retardé par la pluie et par les jambes très fatigues. Les nuits sont si claires qu’on oublie qu’il est tard, alors hier par exemple nous nous sommes couchés à 1 h30. Ce matin on a pris le déjeuner tranquillement à 09 heures. A 10.30h nous sommes montés sur nos selles pour parcourir une étape bien plus courte. Les premiers kilomètres étaient difficile, tout nous faisait mal après la longue journée de hier. Le paysage encore complètement différent et pas de maison pas de village – rien, juste la nature. Et juste après, la pluie de nouveau. Mais au moins il faisait plus très froid, mais 30 min de pluie c’est trop! Alors au premier arrêt après 60 km changer les habits et manger!

Le prochain arrêt était prévu à 108 km pour casser la croute, il était déjà 15h15. Une petite crevaison mais sinon pas de problème, sauf les jambes et les fesses. Alors aujourd’hui j’avais mal!

Finalement l’étape était términé après 130 km et celà nous dérangeait pas du tout.

Camping sale et vraiment minable, mais le steak dans un restaurant de Ren était extra.

A la prochaine……